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23.03.2020, 14:54 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Anklage nach Geldautomatensprengung in Twist

Aufwendig und umfangreich waren die Ermittlungen laut Staatsanwaltschaft Osnabrück gegen einen nun 28 Jahre alten Niederländer. Nun hat der Staatsanwalt Anklage erhoben. Dem 28-Jährigen wird auch die Sprengung eines Geldautomaten in Twist vorgeworfen.

Der angeklagte 28-Jährige wurde in den Niederlanden festgenommen. Symbolbild: J. Lüken

Der angeklagte 28-Jährige wurde in den Niederlanden festgenommen. Symbolbild: J. Lüken

Twist/Osnabrück Wegen „gemeinschaftlicher Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und schweren Bandendiebstahl“ in zwei Fällen hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den heute 28-jährigen Niederländer erhoben. Ihm wird in der Anklageschrift vorgeworfen als Teil einer Bande gemeinsam mit weiteren Tätern zunächst am 10. Februar 2016 in Twist einen Geldautomaten der Sparkasse Emsland gesprengt und dabei über 120.000 Euro erbeutet zu haben. Außerdem soll er am 11. Mai 2017 mit weiteren Mittätern in der Filiale der Deutschen Bank in Bad Iburg einen Geldautomaten gesprengt haben. Hierbei belief sich die Tatbeute ebenfalls auf über 100.000 Euro.

Aufgrund eines europäischen Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Osnabrück war der Mann bereits Mitte 2019 in den Niederlanden festgenommen worden. Er soll für die Durchführung des Strafverfahrens an die Bundesrepublik Deutschland ausgeliefert werden.

Einer der mutmaßlichen Mittäter des Angeschuldigten bei der Tat in Twist konnte zudem am 6. Februar aufgrund eines europäischen Haftbefehls durch die belgischen Ermittlungsbehörden auf dem Flughafen in Brüssel festgenommen und an die Bundesrepublik ausgeliefert werden. „Auch gegen diesen Mann, einen zur Tatzeit 24-jährigen Niederländer, hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück nunmehr Anklage wegen gemeinschaftlicher Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und schweren Bandendiebstahl zum Landgericht Osnabrück erhoben“, teilt ein Sprecher mit. Im Falle einer Verurteilung drohen beiden Männern langjährige Haftstrafen. Das Gesetz sieht einen Strafrahmen zwischen 1 und 15 Jahren Freiheitsstrafe pro Tat vor.

„Der Ermittlungserfolg ist insbesondere auf die gute und intensive Zusammenarbeit mit den niederländischen Strafverfolgungsbehörden zurückzuführen“, betont die Staatsanwaltschaft. „Er ist ein Beleg für die stetig wachsende Kooperation und den gemeinsamen Willen, konsequent gegen bandenmäßig organisierte und grenzüberschreitend agierende Täter vorzugehen.“

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