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05.03.2020, 11:12 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

36-jähriger Emsländer offenbar nach „Legal Highs“ gestorben

Ein 36-jähriger Mann aus dem nördlichen Emsland ist vermutlich an den Folgen des Konsums von einer Kräutermischung, auch „Legal Highs“ genannt, gestorben. Die Polizei warnt eindringlich vor der Substanz.

Eine Kriminalpolizistin hält eine mit Drogen versetzte Kräutermischung in der Hand. Im nördlichen Emsland ist offenbar ein 36-Jähriger an den Folgen des Konsums gestorben. Symbolfoto: Fredrik von Erichsen dpa/lrs

Eine Kriminalpolizistin hält eine mit Drogen versetzte Kräutermischung in der Hand. Im nördlichen Emsland ist offenbar ein 36-Jähriger an den Folgen des Konsums gestorben. Symbolfoto: Fredrik von Erichsen dpa/lrs

Meppen Anfang Februar ist ein 36-jähriger Mann im nördlichen Emsland gestorben. Die Obduktion ergab, dass „der Verstorbene zuvor eine Kräutermischung, sogenannte Legal Highs, konsumiert hat. Diese enthielt eine synthetisch hergestellte Substanz, welche mit großer Wahrscheinlichkeit mitursächlich für den Tod des Mannes gewesen sein könnte“, berichtet die Polizei.

Bei dieser Substanz handelt es sich um ein synthetisch hergestelltes Cannabinoid, dessen Verkauf und Erwerb nach dem „Neue psychoaktive Stoffe Gesetz“ (NpSG) verboten ist. Wie die Polizei mitteilt, hatte der Mann die „Legal Highs“ über einen Online-Shop im Internet gekauft.

Hausdurchsuchung in Leipzig

In diesem Zusammenhang hat die Polizei in Leipzig in der vergangenen Woche die Wohnung eines Ehepaares durchsucht. „Sie stehen in Verdacht, mit diesen psychoaktiven Substanzen gehandelt und diese über das Internet verkauft zu haben“, heißt es vonseiten der Polizei. Ob der Verstorbene aus dem Emsland die konsumierte Kräutermischung dort erworben hat, untersucht die Polizei noch.

Die Polizei warnt eindringlich vor dem Kauf und insbesondere dem Konsum von Kräutermischungen und ähnlichen Produkten. „Diese bergen ein erhebliches Risiko, können schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen auslösen und bis zum Tode führen“, mahnen die Beamten.

Warnung vor dem Konsum

„Die Plastikverpackungen täuschen durch das auffällige Design über die Gefährlichkeit und Illegalität hinweg und sind häufig mit dem Hinweis „Not for human consumption“ (nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt) versehen. Der Umgang mit derartigen Substanzen ist strafbar. Sollte aber aus gesundheitlichen Gründen ein Arzt aufgesucht werden, kommt es auf Grund der ärztlichen Schweigepflicht nicht zu einer Strafverfolgung. Nach dem Konsum von „Legal Highs“ oder ähnlichen Stoffen (insbesondere aus den genannten Online-Shops) unbedingt und sofort in ärztliche Aufsicht begeben. Sollten bekannte Personen diese Stoffe erworben oder konsumiert haben, umgehend Polizei und Rettungsdienste informieren. In Eschweiler wurden u. a. Legal High-Verpackungen mit der Aufschrift „Scooby Snax 4G“, „Scooby Snax“, „After Dark“(Farbe grün), „Yama“ und Bromadol (flüssig) sichergestellt“, berichtet das Landeskriminalamt.

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