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16.04.2021, 08:00 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Vereinigte Lohnsteuerhilfe: Corona und Kurzarbeit

Albert und Gerold Keus (von links) von der  VLH beraten zu Fragen zu Kurzarbeitergeld und Lohnsteuer. Foto: privat

Albert und Gerold Keus (von links) von der VLH beraten zu Fragen zu Kurzarbeitergeld und Lohnsteuer. Foto: privat

Itterbeck Schneller, einfacher, mehr: Die Bundesregierung hat den Bezug von Kurzarbeitergeld aufgrund der Corona-Krise für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deutlich verbessert. Eine von etlichen Neuerungen: Bislang mussten 30 Prozent der Beschäftigten in einem Betrieb von Arbeitsausfall betroffen sein, jetzt wird Kurzarbeit bereits bei einem Anteil von lediglich zehn Prozent betroffener Beschäftigter anerkannt. Entscheidend ist, dass dem Betrieb wirtschaftliche Einbußen wegen des Coronavirus und der damit zusammenhängenden Einschränkungen entstehen.

Eine weitere Neuerung: Die Koalitionsspitzen haben das Kurzarbeitergeld gestaffelt angehoben. Denn für Arbeitnehmer selbst hieß Kurzarbeitergeld bislang, dass die Agentur für Arbeit nur 60 Prozent des entgangenen Lohns, bei Arbeitnehmern mit Kind 67 Prozent für maximal 12 Monate zahlte. Künftig erhält jeder, der das Kurzarbeitergeld für eine um mindestens 50 Prozent reduzierte Arbeitszeit bezieht, ab dem 4. Monat des Bezugs 70 Prozent. Für Haushalte mit Kindern sind es 77 Prozent. Ab dem 7. Monat des Bezuges erhalten Arbeitnehmer ohne Kinder 80 Prozent und Haushalte mit Kindern 87 Prozent – und zwar längstens bis Ende 2020.

Außerdem: Für Arbeitnehmer in Kurzarbeit, die sich etwas hinzuverdienen, werden ab 1. Mai bis Ende 2020 die Hinzuverdienstmöglichkeiten erweitert. Übrigens: Das Kurzarbeitergeld ist zwar steuerfrei, da es durch die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung getragen wird. Aber da es sich dabei um eine sogenannte Lohnersatzleistung handelt, die dem steuerlichen Progressionsvorbehalt unterliegt, erhöht sich der persönliche Steuersatz, mit dem das restliche Einkommen versteuert wird. Wer außerdem Kurzarbeitergeld von mehr als 410 Euro im Jahr erhalten hat, für den besteht die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung.

Fragen, wie sich das Kurzarbeitergeld auf die Einkommensteuererklärung auswirkt, beantwortet Albert Keus. Er leitet die VLH-Beratungsstellen in Itterbeck und Emlichheim und steht gern in Itterbeck von montags bis zwischen 9 und 12 Uhr und in Emlichheim montags, mittwochs und freitags von 15 bis 18 Uhr zur Verfügung – entweder vor Ort, Hauptstraße 13 in Itterbeck oder in der Ringstraße 8, Emlichheim oder telefonisch unter 05948-9326660 oder 05943-9850020 beziehungsweise via E-Mail: albert.keus@vlh.de.

Gerold Keus leitet seine VLH-Beratungsstelle in Itterbeck (auch Hauptstraße 13) von montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr. Termine können natürlich auch nachmittags vereinbart werden. Er ist erreichbar unter Telefon 05948 9338922 oder via E-Mail: gerold.keus@vlh.de.

Weitere Infos auf:www.vlh.de/bst/4100 www.vlh.de/bst/41002 oder www.vlh.de/bst5469

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