Aktualisiert: 28.08.2020, 15:37 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Testergebnisse nach Bohrungsschaden bei Emlichheim erwartet

Beim sogenannten Rückfördertest an der Einpressbohrung Em 51 wird überpüft, ob Lagerstättenwasser in der rückgeführten Wassermenge enthalten ist. Foto: Meppelink

© Gerold Meppelink

Beim sogenannten Rückfördertest an der Einpressbohrung Em 51 wird überpüft, ob Lagerstättenwasser in der rückgeführten Wassermenge enthalten ist. Foto: Meppelink

Emlichheim Mit einem derzeit laufenden und vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie geforderten Rückfördertest überprüft das Unternehmen Wintershall Dea im Erdölfeld Emlichheim die Auswirkungen der im Frühjahr 2019 festgestellten Korrosionsschäden an der Einpressbohrung Em 51. Das hat das Landesbergamt am Freitag mitgeteilt. Bei dem Test werde Wasser aus einem Abschnitt in 540 bis 560 Metern Tiefe gefördert.

Das Unternehmen habe drei Proben aus diesem Bereich entnommen, die derzeit im Labor analysiert werden. Die Untersuchung soll zeigen, ob in der Flüssigkeit Lagerstättenwasser enthalten ist. „Die Laborergebnisse liegen voraussichtlich in der kommenden Woche vor“, teilte das Landesbergamt mit und betont: „Eine Gefahr für Mensch und Umwelt besteht durch die Bohrung weiterhin nicht. Der betroffene Bereich befindet sich im tieferen Untergrund, mehrere hundert Meter unterhalb der oberflächennahen Grundwasserleiter. Grundwasser und vor allem Trinkwasser wird aus diesen Tiefen und in dieser Region nicht gefördert.“

Schäden an zwei Bohrungen

An den Bohrungen Em 132 und Em 51 war es zu Korrosionsschäden gekommen. Dabei sind aus der Bohrung Em 132 voraussichtlich in einer Tiefe von mehr als 150 Metern zwischen 2014 und 2018 bis zu 220.000 Kubikmeter Lagerstättenwasser in den Untergrund ausgetreten. „Nach derzeitigem Kenntnisstand besteht keine Gefahr für die Menschen“, betont das Landesbergamt. Mitte dieses Jahres hat das Unternehmen unter Aufsicht des Landesbergamts mit der Sanierung des Schadens an der Em 132 begonnen.

Die Außenverrohrung der Em 51 weist in einer Tiefe von 555 Metern, 768 Metern und 778 Metern Korrosionen auf. Auf Basis der bisherigen Analysen, Tests und Untersuchungen sei ein Umweltschaden an der Em 51 wie bei der Em 132 „sehr unwahrscheinlich, jedoch kann ein Lagerstättenwasseraustritt nicht gänzlich ausgeschlossen werden“. Daher sei der aktuell laufende Rückfördertest seitens des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie gefordert worden.

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