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14.05.2019, 16:15 Uhr

Hegering IX: Niederwildbestand weiter auf Talfahrt

Vor Kurzem fand die Jahreshauptversammlung des Hegerings IX (Itterbeck–Getelo–Wielen) in der Gaststätte Dykhuis in Itterbeck statt. Vorangegangen war eine Trophäenschau der Rehwildhegegemeinschaft „Itterbecker Heide“.

Hegering IX: Niederwildbestand weiter auf Talfahrt

Die Jagdhornbläser beim traditionellen Verblasen der Strecke vor der Trophäenschau der Rehwildhegegemeinschaft „Itterbecker Heide“.Foto: Kai Dieker

Itterbeck Als besondere Gäste begrüßte Hegeringsleiter Gerhard Plöns den Kreisjägermeister Albert Lucas sowie Rüdiger Riesner vom Ordnungsamt des Landkreises Grafschaft Bentheim. Riesner informierte an diesem Abend über aktuelle Rechtsprechung im Waffenrecht. So gab er unter anderem Ratschläge zur sicheren Aufbewahrung von Jagdwaffen und Munition bei längeren Transporten im Auto oder in Hotels, Jagdhütten oder auf Jagdreisen.

Hegeringsleiter Gerhard Plöns informierte die Mitglieder über die im Winter erstmals stattgefundene „Aktion Fellwechsel“ sowie über den im Vorjahr veranstalteten großen gemeinsamen „Grünen Abend“ der Hegeringe VI, VII und IX in Wilsum.

Danach trug er den Streckenbericht für das Jagdjahr 2018/2019 vor. Hierbei wurde wieder einmal deutlich, dass der Bestand des Niederwildes sich teilweise rapide verschlechtert hat. Der Abwärtstrend in der Bestandsentwicklung hält an. Im Gegensatz dazu konnte beim Raubwild, allen voran beim Fuchs aber auch beim Marder, ein deutlicher Anstieg des Bestandes nachgewiesen werden.

Beim Fasanenbestand weist eine aktuelle Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover nach, dass die Gelegeverluste bei 70 Prozent liegen. Allein 60 Prozent der Verluste sind dabei durch Prädatoren aller Art verursacht worden. „Hier zeigt sich sehr deutlich, dass ein konsequentes Prädatoren-Management unerlässlich ist, wenn man auf Dauer noch heimische Niederwildarten in den Revieren erhalten möchte“, heißt es dazu.

Hegeringsleiter Plöns berichtete, dass der Hegering IX als letzter Hegering in der Grafschaft Bentheim noch als nutriafrei bezeichnet werden kann. In vielen Gewässern hat sich diese invasive Art mittlerweile stark verbreitet und richtet an Uferböschungen, Dämmen sowie Kulturflächen starke Schäden an. Nach dem Vortrag des Streckenberichtes wurde die Jagdstrecke von den anwesenden Jagdhornbläsern traditionell verblasen.

Zum Fallenbeauftragten des Hegerings wurde an diesem Abend Wilhelm Ostergetelo von den Mitgliedern bestimmt. Er steht dem Hegering ab sofort mit Rat und Tat zur Seite.

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