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13.11.2019, 13:03 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Erdölfeld Emlichheim: Pumpversuch soll Schadensausmaß zeigen

Wie viel Lagerstättenwasser ist im Erdölfeld Emlichheim versickert? Um diese Frage zu klären, hat Wintershall Dea einen Immissionspumpversuch beantragt, der nun genehmigt ist. Das sei der erste Schritt der Sanierung, die vermutlich Jahre dauern wird.

 Das ausgetretene Lagerstättenwasser an einer Bohrstelle in Emlichheim hatte zu großen Diskussionen geführt. Foto: Hille

Das ausgetretene Lagerstättenwasser an einer Bohrstelle in Emlichheim hatte zu großen Diskussionen geführt. Foto: Hille

Emlichheim Die Firma Wintershall Dea kann nun mit einem Immissionspumpversuch starten, um zu klären, wie viel Lagerstättenwasser an der Bohrung Emlichheim 132 ausgetreten ist. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat Dienstagnachmittag die von der Wintershall Dea GmbH beantragte wasserrechtliche Erlaubnis für den Immissionspumpversuch unter Beteiligung des Landkreises Grafschaft Bentheim und des gewässerkundlichen Landesdienstes erteilt.Das teilt das Landesamt in einer Pressemitteilung mit.

Bei dem Pumpversuch handelt es sich um den ersten Schritt bei der Sanierung des Lagerstättenwasseraustritts. Durch die neben der Einpressbohrung Emlichheim 132 niedergebrachte Rammkernbohrung soll mit Lagerstättenwasser verunreinigtes Grundwasser zurückgefördert werden. Der Immissionspumpversuch wird voraussichtlich drei Monate dauern. Ziel dabei ist es unter anderem, weiterführende Erkenntnisse über die Durchlässigkeit des Gesteins und die Verteilung des Lagerstättenwassers zu erhalten. Das heißt, das Schadensausmaß soll dann deutlicher werden. Bisher hatte die Firma Wintershall Dea errechnet, dass im schlimmsten Fall bis zu 220.000 Kubikmeter ausgetreten sein könnten. Sobald die durch den Pumpversuch erforderlichen Daten vorliegen, wird das Unternehmen mit dem Herauspumpen des mit Lagerstättenwasser verunreinigten Grundwassers beginnen. Es soll anschließend über eine Einpressbohrung zurück in die eigentliche Lagerstätte in etwa 1000 Meter Tiefe gepumpt werden. Das gesamte Vorhaben wird voraussichtlich einige Jahre dauern.

Hintergrund:

An den Bohrungen Emlichheim 132 und Emlichheim 51 ist es zu Korrosionen gekommen. Dabei sind aus der Bohrung Emlichheim 132 zwischen 2014 und 2018 bis zu 220.000 Kubikmeter Lagerstättenwasser ausgetreten. Das hat eine vorläufige Gefährdungsabschätzung des Betreibers der Bohrung ergeben. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist das Wasser in einer Tiefe von 134 bis 230 Metern ausgetreten. Wasserproben aus Oberflächengewässern und dem oberflächennahen Grundwasser zeigen bisher keine Gefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen.

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