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14.12.2017, 17:43 Uhr

Bundesregierung fördert Integrationsarbeit im „Senfkorn“

Mit knapp 8000 Euro fördert der Bund das Mehrgenerationenhaus in Emlichheim. Das Projekt setzt sich für die Integration von Flüchtlingen ein.

Bundesregierung fördert Integrationsarbeit im „Senfkorn“

Ein Projekt des Mehrgenerationenhaus Senfkorn in Emlichheim wird vom Bund gefördert. Archivfoto: Berends

gn Emlichheim. Das Mehrgenerationenhaus „Senfkorn“ in Emlichheim erhält knapp 8000 Euro für das Projekt „Generationenübergreifende Integration“. Damit unterstützt und würdigt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft das Engagement für die Integration von Flüchtlingen auf dem Land. Die Förderung soll dazu beitragen, die Begegnungsstätte mit dem „Kulturcafé“ um mobile Arbeitsplätze zu erweitern, damit künftig weitere kulturelle Angebote in Verbindung mit PC-Schulungen stattfinden können.

Melanie Breukelman, Geschäftsführerin im „Senfkorn“, sagt dazu: „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung aus Berlin. Damit kommen wir in der Integration ein gutes Stück voran. Die Förderung ist auch ein wichtiges Signal an alle, die sich bei uns ehrenamtlich engagieren.“ Ziel sei es, den generationenübergreifenden Ansatz auf die Projektarbeiten mit Flüchtlingen zu projizieren. Dabei sollen auch Randgruppen erreicht werden, wie beispielsweise Senioren und Frauen, die oftmals in den Haushalten verbleiben und den Integrationsprozess verpassen würden.

„Wir möchten Aufgaben mit den Flüchtlingen finden, die sie in ihrem Tun stärken“, berichtet Dita Meding, Ansprechpartnerin im „Senfkorn“ zum Thema Asyl. Die Personen sollen nicht nur ihre Sprachkenntnisse ausbauen, sie sollen sich vernetzen, Kontakte zu Emlichheimern aufbauen, Unterstützung, Jobs und Ausbildungsplätze finden.

Das Angebot startet für eine kleine Gruppe junger Leute, die sich derzeit in der Berufsschule befindet, wie auch Ibrahim Husseini. Der junge 21-jährige Afghane erzählt in gutem Deutsch, dass er jetzt zwei Jahre in Emlichheim sei und eine Klasse in der Berufsbildenden Schule in Nordhorn besuche. Dort stünden immer wieder Hausarbeiten an, für die recherchiert werden müsse. Einen Computer oder Laptop habe er nicht. Er werde daher regelmäßig ins „Senfkorn“ kommen, um seine Arbeiten am Laptop erledigen zu können. Begleitet werden die Personen unter anderem durch Ehrenamtliche wie Inga Roelofs. Sie ist Schülerin in einer Abschlussklasse in Emlichheim.

Durch die Kooperation mit dem Jugendhaus@21 (Beate Sleefenboom) und durch die enge Zusammenarbeit mit dem DRK (Heike Pfingsten als Ambulante Flüchtlingsbetreuerin) ergebe sich ein großes Netzwerk, betont Melanie Breukelman. Weitere Unterstützung erhoffen sich die Beteiligten aus der Bevölkerung. Es werden Ehrenamtliche gesucht, die Kurse anbieten können (zum Beispiel Power Point). Beteiligungen von Firmen durch Spenden von Sachmitteln seien ebenfalls wünschenswert. So fehlten etwa Sticks zum Abspeichern und Sichern von Daten, PC-Mäuse, Ordner und weiteres Büromaterial für die Flüchtlinge.

Mit seinem bundesweiten Programm „500 LandInitiativen“ unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gezielt das Ehrenamt in ländlichen Regionen. Das Programm richtet sich an Initiativen, die sich auf dem Land für die nachhaltige Integration geflüchteter Menschen einsetzen.

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