31.08.2020, 16:12 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Werder-Fans spenden an caritative Einrichtungen

Die „Werderaner ut Gilhus“ spendeten auch 200 Euro für die Jugendarbeit der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde. Foto: privat

Die „Werderaner ut Gilhus“ spendeten auch 200 Euro für die Jugendarbeit der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde. Foto: privat

Bad Bentheim Der Fanclub „Werderaner ut Gilhus“ setzt während der Corona-Pandemie ein solidarisches Zeichen vor Ort und spendet jeweils 200 Euro an das Unabhängige Jugendhaus Bad Bentheim, die Bentheimer Tafel und dem Verein zur Förderung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Gildehaus. „Grundsätzlich sind wir hier in Bad Bentheim und Gildehaus recht gut durch die Corona-Krise gekommen. Gleichwohl sind die Lasten nicht auf allen Schultern gleich stark verteilt. Gerade gemeinnützige Organisationen und Institutionen leiden unter den finanziellen und gesellschaftlichen Auswirkungen“, sagt Felix Dove, 2. Vorsitzender des Gildehauser Fanclubs. Genau wie der SV Werder Bremen steht auch die „Werderaner ut Gilhus“ nicht nur für den Sport-Verein, sondern auch für soziale Verantwortung. Vorsitzender Simon Bertels merkt an: „Unter diesem Credo engagieren wir uns seit unserer Gründung im Jahre 2013. In dieser schwierigen Corona-Zeit erachten wir es als extrem wichtig, an Menschen zu denken, die besonders betroffen sind. Hier liegen uns besonders die Kinder und Jugendlichen am Herzen.“ Die „Werderaner ut Gilhus“ loben die nötige und aufwendige Arbeit vor Ort, die man mit einer kleinen Spende gar nicht genug würdigen kann, als Kitt für den Zusammenhalt der Gesellschaft. „Es ist schon enorm, was hier von einzelnen Personen an sozialer, meist ehrenamtlicher Arbeit geleistet wird und das nicht nur in Krisenzeiten“; berichtet Bernd Hagel (1. Kassierer).

Kritisch äußert sich der Fanclub jedoch am Konstrukt Profifußball. Nach gerade mal zwei Monaten coronabedingter Zwangspause lag der Profifußball am Boden. Die Finanzblase mit Spielergehältern, Ablösesummen und Beraterhonoraren drohte zu platzen.

Trotz aller Kritik und Abneigung am kränkelnden Profifußball herrschte große Freude und Erleichterung über den Klassenerhalt der Bremer. Als Dank für die Schützenhilfe des 1. FC Union Berlin sendeten die Obergrafschafter den Eisernen eine Kiste Bremer Beck´s Bier an die Alte Försterei. Zudem weht unter der Werder Fahne im Garten von Tilo Bertels während der Sommerpause als Zeichen der Dankbarkeit zusätzlich eine Fahne des 1. FC Union Berlin.

Doch dieses Jahr ist alles anders. Die aktuell geltenden Verordnungen von Bund und Land, das Infektionsgeschehen der letzten Tage und die Eigenverantwortung lassen Veranstaltungen und Fahrten, wie sie Fanclubs kennen und lieben, derzeit leider nicht zu. Wann ein Stadionbesuch wieder möglich sein wird, ist derzeit nicht abzusehen. Alle Planungen beim Fanclub liegen daher auf Eis. „Natürlich wünschen wir uns, dass wir bald alle wieder ins Stadion können. Der Gesundheitsschutz hat jedoch oberste Priorität! Massenveranstaltungen wie Bundesligaspiele mit Zuschauern passen zur derzeitigen Situation leider nicht. Wir möchten keine Privilegien für den Fußball“, zeigt sich Simon Bertels aus Sicht seines Fanclubs mit den notwendigen Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie einverstanden.

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