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22.08.2019, 09:42 Uhr

„Spike“ erschnüffelte Drogen im Wert von rund 100.000 Euro

Ecstasy-Tabletten und flüssiges Amphetamin wollte ein Mann am Mittwoch aus den Niederlanden einschmuggeln. Doch obwohl die Drogen zweifach in Plastik verpackt waren, erschnüffelt sie Spürhund „Spike“ mit seiner feinen Nase.

„Spike“ erschnüffelte Drogen im Wert von rund 100.000 Euro

Unter den hinteren Sitzen im Auto waren Hohlräume geschaffen worden, um die Drogen zu verstecken. Foto: Zoll

Gildehaus 4.140 Gramm Ecstasy-Tabletten und 9.970 Gramm flüssiges Amphetamin im Wert von rund 100.000 Euro entdeckten Osnabrücker Zöllner am Mittwochmorgen bei einer Fahrzeugkontrolle auf der Autobahn A 30 an der Abfahrt Gildehaus in einem zuvor aus den Niederlanden eingereisten PKW.

Der Fahrer gab an, für drei Wochen in den Niederlanden gewesen zu sein, um dort einen Bekannten bei Renovierungsarbeiten zu helfen. Die Frage nach mitgeführten Waffen, Betäubungsmitteln oder Bargeld verneinte der 26-Jährige.

Zöllner werden misstrauisch

Die Ermittler entschlossen sich zu einer Intensivkontrolle des Autos. Hierbei kam auch Spürhund „Spike“ zum Einsatz. Er zeigte an mehreren Stellen im Fahrzeuginneren durch „Einfrieren“ (Verharren an der Geruchsquelle) an, dass sich dort Rauschgift befindet. „Als die Zöllner die Stellen genauer untersuchten, stellten sie fest, dass im Bereich des Kofferraumes und der Rücksitzbank neuer Teppichboden verklebt war“, berichtete ein Sprecher des Zollamts am Donnerstag. „Hiermit waren zwei zusätzlich geschaffene Hohlräume unter den hinteren Sitzen und der Kofferraumbodengruppe verkleidet.“

Beim Öffnen dieser Hohlräume kamen sieben PET-Flaschen in Folienbeuteln mit insgesamt 9.970 Gramm flüssigen Amphetamin und vier Folienbeutel mit insgesamt 4.140 Gramm Ecstasy-Tabletten zum Vorschein.

Die Drogen wurden beschlagnahmt. Der Reisende wurde vorläufig festgenommen und dem Haftrichter beim Amtsgericht Nordhorn vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück erging Haftbefehl. Der Beschuldigte wurde in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die weiteren Ermittlungen hat das Zollfahndungsamt Essen - Dienstsitz Nordhorn - übernommen.

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