Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
28.11.2018, 18:03 Uhr

Sozialverband kritisiert die Pannen beim Bahnhofsumbau

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen hat das „Schwarzbuch sozial“ veröffentlicht. Neben den Ungerechtigkeiten aus dem Beratungsalltag des SoVD in Niedersachsen sind auch die Pannen beim Bahnhofsumbau des in Bad Bentheim ein Thema.

Sozialverband kritisiert die Pannen beim Bahnhofsumbau

Landesgeschäftsführer Dirk Swinke gemeinsam mit dem 2. Landesvorsitzenden Bernhard Sackarendt bei der Vorstellung des Schwarzbuches.

Bad Bentheim „Wir nutzen das Schwarzbuch dazu, um deutlich zu machen, welche negativen Konsequenzen zahlreiche Gesetze für Menschen haben, denen es ohnehin schon nicht gut geht“, erläutert Bernhard Sackarendt, 2. SoVD-Landesvorsitzender. Ein Beispiel dafür seien die Umbaumaßnahmen am Bad Bentheimer Bahnhof in der Grafschaft. Diese hatten dazu geführt, dass für Menschen, die auf Rollstühle und Gehhilfen angewiesen sind, der Zugang zum Bahnsteig lange Zeit versperrt wurde.

Dazu sagt Bernhard Alferink, Vorsitzender des SoVD-Kreisverbandes Grafschaft Bentheim: „Es ist viel über diese Bau-Posse geschmunzelt worden, aber für Menschen mit Behinderungen war das alles andere als lustig.“ Einem Großunternehmen wie der Bahn sollte so etwas nicht passieren. „Mobilitätseingeschränkte Menschen werden erheblich benachteiligt, wenn der Zug nicht erreichbar ist und sie deshalb ihre Reise nicht antreten können“, so Alferink. Das sich zudem der Einbau eines Fahrstuhls auf diesem Bahnhof zu lange hingezogen habe, sei ebenfalls sehr kritisch zu sehen.

Deutlich wird im Schwarzbuch des SoVD zudem, dass recht haben und Recht bekommen zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Dass das vor allem für Menschen in schwierigen Situationen zum Problem wird, zieht sich wie ein roter Faden durch das „Schwarzbuch sozial“. 20 Fälle, die unter anderem aus den rund 60 Beratungszentren in ganz Niedersachsen stammen, dokumentieren die Ungerechtigkeiten, die täglich auf den Schreibtischen der SoVD-Berater landen, schreibt der SoVD.

„Wir stellen immer häufiger fest, dass für Kranken- und Pflegekassen, aber auch für Jobcenter nicht die Probleme des Einzelnen im Vordergrund stehen, sondern ihre eigenen Zahlen und wirtschaftlichen Interessen“, kritisiert Sackarendt. Und SoVD-Landesgeschäftsführer Swinke ergänzt: „Die Art und Weise, wie Behörden und Institutionen mit Betroffenen umgehen und mit ihnen kommunizieren, macht uns an vielen Stellen sprachlos.“ Oft werde wenig Fingerspitzengefühl an den Tag gelegt.

Lesermeinung
Bitte melden Sie sich an, um Kommentare lesen und schreiben zu können.
Nichts verpassen!

Meine GN: Persönliche Homepage

Regelmäßig informiert: Newsletter abonnieren