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22.11.2019, 16:40 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Schüler befreien alten Steinbruch „Schlüters Kuhle“ von Müll

Seit vielen Jahren kümmern sich die Schüler der Naturschutz-Arbeitsgemeinschaft der Realschule Bad Bentheim unter anderem um den ausgedienten Steinbruch „Schlüters Kuhle“. Nun stand eine jährliche Müllsammel-Aktion an.

Auch bei der jüngsten Säuberungsaktion in „Schlüters Kuhle“ trugen die Schüler der Naturschutz-AG wieder reichlich Unrat zusammen. Foto: privat

Auch bei der jüngsten Säuberungsaktion in „Schlüters Kuhle“ trugen die Schüler der Naturschutz-AG wieder reichlich Unrat zusammen. Foto: privat

Bad Bentheim der Steinbruch befindet sich in der Nähe der Jugendherberge im Zentrum der Stadt Bad Bentheim. Die natürliche Entwicklung dieses Areals einerseits, gekoppelt mit einer sanften touristischen Öffnung eines Teiles von „Schlüters Kuhle“ andererseits, macht den ehemaligen Steinbruch nahe dem Zentrum von Bad Bentheim zu einem besonderen Erlebnisort.

Die Schüler und Schülerinnen der AG opfern einen Teil ihrer Freizeit, um Lebensräume für bedrohte Pflanzen- und Tierarten durch vielfältige Aktivitäten zu schaffen oder zu erhalten. So betreuen sie selbst angefertigte und in „Schlüters Kuhle“ und dem angrenzenden „Ruembült“ angebrachte Nisthilfen für unterschiedliche Höhlenbrüter wie Kohl- und Blaumeise, Feldsperlinge und Rotschwänzchen. Zudem wurden durch den Umbau einer alten Garage Sommerquartiere für in diesem Gebiet heimische Fledermäuse geschaffen.

Alljährlich im Herbst oder im zeitigen Frühjahr werden die Nistkästen gesäubert und, wenn nötig, repariert oder durch neue Kästen ersetzt. Angeleitet werden die Schülerinnen und Schüler von ihren Lehrern Wolfgang Hötzel und Walter Oppel.

Wie jedes Jahr im Herbst durchkämmten die Schüler und Schülerinnen vor einigen Tagen das Gebiet auf der Suche nach Müll, den verantwortungslose Zeitgenossen trotz Verbotsschildern einfach „verschwinden lassen“. Auch diesmal wurde wieder Gerümpel aller Art wie ausgediente Haushaltsgeräte, Glas, Kunststoffe, Reste eines Maschendrahtzaumes, Teile von Fahrrädern und Papier gefunden. Allein etwa 50 Kilogramm an nicht verteilten Werbezeitungen kamen ans Tageslicht. Besonders ärgerlich war für die Schüler und Schülerinnen, dass zahlreiche Zeitungen in das zentral gelegene Gewässer geworfen worden waren. Die Müllberge wurden dankenswerterweise mit Unterstützung des Bad Bentheimer Servicebetriebes für öffentliche Flächen fachgerecht entsorgt.

Die Naturschutz-AG möchte das Bewusstsein der Bürger für dieses Biotop schärfen und richtet daher den eindringlichen Appell an die Bevölkerung, darauf zu achten, dass das in der Zwischenzeit zu einem wertvollen Lebensraum für eine Vielzahl von Tierarten entwickelte Gebiet nicht wieder zu einer wilden Müllkippe wird.

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