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12.09.2019, 18:18 Uhr

Polizei stoppt Lastwagen mit kaum gesicherten Stahlträgern

Großkontrolle an der A30 bei Bad Bentheim: Bei der länderübergreifenden Aktion „sicher.mobil.leben - Brummis im Blick“ stellten die Beamten am Donnerstag mehr als 100 Verstöße fest. In 13 Fällen wurde die Weiterfahrt direkt verboten.

Polizei stoppt Lastwagen mit kaum gesicherten Stahlträgern

Ein Polizist überprüft über die Aufzeichnungen des Fahrtenschreibers die Lenk- und Ruhezeiten eines Lastwagenfahrers. Foto: Polizei Osnabrück

Bad Bentheim Bei einer Großkontrolle auf dem Parkplatz Waldseite Süd an der A 30 kontrollierten mehr als 30 Polizeibeamte, unterstützt vom Zoll und vom Bundesamt für Güterverkehr, rund 100 Fahrzeuge. Die Kontrolle fand im Rahmen der länderübergreifenden Verkehrssicherheitsaktion „sicher.mobil.leben - Brummis im Blick“ statt.

Dabei stellten die Beamten in Waldseite mehr als 100 Verstöße fest – teilweise auch mehrere Verstöße bei einem kontrollierten Fahrzeug. In 13 Fällen wurde die Weiterfahrt an Ort und Stelle untersagt. Noch dazu behielten die Einsatzkräfte Sicherheitsleistungen in Höhe von 2500 Euro ein.

Polizei stoppt Lastwagen mit kaum gesicherten Stahlträgern

Zahlreiche Verstöße mussten die Beamten bei der Kontrolle an der A 30 feststellen. Foto: Polizei Osnabrück

Zu den gravierendsten Beanstandungen zählte ein Sattelzug, der statt der erlaubten 40 Tonnen mit 52 Tonnen unterwegs war. „Auf den Fahrer und Halter warten Geldstrafen, die auch wegen der anstehenden Vermögensabschöpfung in vierstelliger Höhe sein werden. Der Fahrer musste vor Ort dafür sorgen, dass die Ladung in Teilen auf einen zweiten Lastwagen umverteilt wurde“, berichtet die Polizei. „In einem anderen Fall blieb die Sicherung der Ladung nahezu komplett aus, obwohl der Sattelzug massive Stahlträger geladen hatte. Statt der geforderten 48 Spanngurte – zur Sicherung der schweren Last – zählten die Beamten lediglich sieben Spanngurte. Auch hier werden empfindliche Geldstrafen auf Fahrer und Halter zukommen.“ Der Fahrer besorgte noch am Nachmittag die noch ausstehenden 41 Spanngurte, um die Fahrt fortzusetzen.

Polizei stoppt Lastwagen mit kaum gesicherten Stahlträgern

Statt der vorgeschriebenen 48 Spanngurte war die Ladung massive Stahlträger mit lediglich 7 Gurten gesichert. Die Weiterfahrt wurde an Ort und Stelle untersagt. Foto: Polizei Osnabrück

Insgesamt waren bei der Kontrolle unzureichend gesicherte Ladung, Überladung und Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten, wie auch die technischen Mängel dominierende Themen. Allein mangelhafte Ladungssicherung und Überladung machten knapp die Hälfte aller Verstöße aus. Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück: „Verstöße wegen Überladung und unzureichender Sicherung der Ladung waren heute dominierend. Die LKW-Kontrollen brachten zum Teil gravierende Mängel ans Tageslicht. Unser vorrangiges Ziel ist es, die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Deshalb finden Kontrollen dieser Art bei uns auch in Zukunft regelmäßig statt.“

Auch Präventionsteams der Polizei aus dem Emsland und Osnabrück waren bei der Großkontrolle mit von der Partie. Sie hatten die Aufgabe, mit den Lastwagenfahrern abseits der Kontrollen ins Gespräch zu kommen und auf möglich Gefahren präventiv aufmerksam zu machen und für mehr Verantwortungsbewusstsein auf den Straßen zu sorgen.

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