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16.03.2018, 18:33 Uhr

Naturschutz-AG legt Hecke im Schulwald an

Die Jungen und Mädchen der Realschule Bad Bentheim haben eine sogenannte Benjes-Hecke angelegt. Damit haben sie auf dem Schulwaldareal in Quendorf einen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten geschaffen.

Naturschutz-AG legt Hecke im Schulwald an

Mit Reisig legten die Schüler unter Anleitung die Hecke an.Foto: privat

gn Bad Bentheim. Seit vielen Jahren nutzen die Schüler der Naturschutz-Arbeitsgemeinschaft der Realschule Bad Bentheim einen Teil ihrer Freizeit für die Anlage und Pflege unterschiedlicher Lebensräume von Pflanzen und Tieren im Umkreis der Stadt Bad Bentheim. Kürzlich hatte die Naturschutz-AG ein besonderes Projekt auserkoren: So legten die Mädchen und Jungen aus Reisig eine etwa 15 Meter lange Benjes-Hecke auf ihrem Schulwaldareal in Quendorf an, das der Realschule von der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim zur Verfügung gestellt worden war. Die Hecke soll Lebensraum für verschiedene Vogelarten und Kleintiere schaffen.

„Lernen durch praktische Arbeit in der Natur“ sollte laut Walter Oppel, dem Leiter der AG, auch an diesem Tag wieder zu einem Verständnis für die Zusammenhänge in der Natur beitragen. Schon Anfang des letzten Jahrhunderts ist die „Gestrüpp-Methode“ von Geheimrat Professor Dr. August Bier entwickelt worden. Hermann Benjes entwickelte die Hecke vor über 20 Jahren. Sie wird aus aufgeschichtetem Buschwerk und Ästen errichtet und ist drei bis vier Meter breit, zirka 1,5 Meter hoch und beliebig lang.

Die Benjes-Hecke dient in erster Linie der Schaffung von Strukturen in der ausgeräumten Landschaft. In der Folgezeit können Gehölze durch „Ansamung“ von Wind oder Vögeln und anderen Tieren keimen und so für eine natürliche Begrünung sorgen. Diese Entwicklung dauert allerdings mehrere Jahre, heißt es in einer Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft.

Dennoch übernimmt die Reisighecke auch kurz nach ihrer Entstehung eine wichtige ökologische Funktion, indem sie vielen Tier- und Pflanzenarten die Möglichkeit bietet, sich zu entfalten. Für den Igel zum Beispiel wird die Reisighecke eine wahre „Burg“. Auch Wiesel, Spitzmäuse, Haselmäuse, Kröten, Frösche und Kleinvögel wie der Zaunkönig oder das Rotkehlchen entdecken diesen Lebensraum als Rückzugsort und Nistmöglichkeit.

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