Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
27.02.2020, 08:10 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Junge Bad Bentheimerin leistet Freiwilligendienst in Uganda

Rebecca Hofschröer aus Bad Bentheim arbeitet für ein Jahr auf einer Geburtenstation in Uganda. Die Säuglingssterblichkeit ist sehr hoch, daher sammelt die 19-Jährige nun Spenden für einen Inkubator.

Rebecca Hofschröer (Mitte) arbeitet seit September auf der Geburtenstation in Lawala in Uganda. Jetzt sammelt sie Spenden für die Station. Foto: privat

Rebecca Hofschröer (Mitte) arbeitet seit September auf der Geburtenstation in Lawala in Uganda. Jetzt sammelt sie Spenden für die Station. Foto: privat

Von Susanna Austrup

Bad Bentheim/Lwala Lwala ist eine kleine Stadt in Zentral-Uganda, die zur katholischen Diozöse Soroti gehört. In dem Ort gibt es ein Krankenhaus, das einzige im Umkreis von 100 Kilometern. Hier arbeitet Rebecca Hofschröer seit September vergangenen Jahres auf der Geburtenstation. Die junge Bad Bentheimerin nimmt damit an dem Projekt „Alltagshelden gesucht – Freiwilligendienste im Bistum Osnabrück“ teil. Das Krankenhaus ist sehr dürftig ausgestattet. Unter anderem fehlt es an technischen Geräten, sodass frühgeborene Kinder nicht adäquat versorgt werden können. Darum ist die Säuglingssterblichkeit sehr hoch. Mithilfe von Spenden aus der Obergrafschaft soll ein Inkubator angeschafft werden.

Leben in Lwala

„Lwala ist sehr dörflich mit Sandwegen, Wiesen und Buschland. Die Menschen leben in einfachen Hütten. Das ist in Uganda ganz normal“, erzählt die 19-Jährige beim GN-Gespräch am Telefon. Das Gemeindehaus und das Krankenhaus in Rebeccas „Parish“ (übersetzt Pfarrbezirk) sind die einzigen Gebäude weit und breit, in denen es elektrischen Strom und fließendes Wasser gibt. Zuhause hätten die Menschen das nicht, weiß die Grafschafterin, die zusammen mit drei weiteren Freiwilligen aus dem Bistum Osnabrück nach Uganda gekommen ist. Die medizinische Versorgung in Uganda weist große Lücken auf. Als das Krankenhaus von Lwala vor 84 Jahren gegründet wurde, war es erklärtes Ziel, die Kindersterblichkeit zu senken. 2014 startete die Organisation Cap Anamur einen mehrjährigen Einsatz in Uganda und renovierte in dem Hospital von Lwala unter anderem den OP, den Kreißsaal, die Tuberkulose-Intensivstation und installierte Wasserleitungen, um so eine ständige Versorgung mit Wasser zu gewährleisten. Bei Stromausfall hilft ein Generator aus. Das Hospital sei eines der wenigen in Uganda, das die Schlafkrankheit behandeln kann, berichtet Rebecca. Die Infektionskrankheit kommt in vielen Regionen Afrikas vor und wird durch die Tsetsefliege übertragen. Bei schwangeren Frauen mit Schlafkrankheit kann die Übertragung auf das Kind bereits im Mutterleib erfolgen. Außerdem gibt es in Lwala eine Kirche, ein Gemeindehaus und drei Schulen. Die Einrichtungen werden auch von den Menschen aus dem Umland besucht. Manche legen weite Strecken zurück. Gleiches gilt bei Krankheit. In den meisten Dörfern gäbe es nur über einfache Gesundheitscenter, weiß Rebecca und ergänzt: „Wenn es ernst wird, kommen die Menschen nach Lwala.“

Arbeit auf der Geburtenstation

Gleich am Anfang hat die Bad Bentheimerin bei der Schwangerenvorsorge mitgeholfen. „Das hat echt Spaß gemacht, weil ich sofort miteinbezogen wurde“, erzählt sie. Auf der Geburtenstation übernimmt Rebecca alle anfallenden Tätigkeiten und ist auch bei den Geburten dabei. „Mir wird immer alles gut erklärt“, sagt sie, auch, dass sie auf Verständnis trifft, wenn ihr etwas einmal zu viel wird. „Die erste Geburt war sehr aufregend. Es ist ja auch etwas Besonderes, wenn ein Kind zur Welt kommt“, findet sie. Doch nicht immer verläuft alles glatt. „Es ist schade, dass Babys oft sterben, weil bei einer Frühgeburt kein Brutkasten vorhanden ist“, bedauert die junge Frau. Überhaupt sei es häufig schwierig, wenn es bei der Geburt zu Komplikationen käme und die Babys dann nicht so versorgt werden könnten, wie es notwendig wäre. Um zumindest etwas Abhilfe zu schaffen, ist die Idee entstanden, über die Pfarreiengemeinschaft Obergrafschaft eine Spendenaktion für das Krankenhaus in Lwala zu starten. Für das Geld soll ein Inkubator angeschafft werden. „Das Gerät soll in Uganda gekauft werden, um sicherzustellen, dass es auch dort repariert werden kann“, erläutert Rebecca.

In einem Videofilm auf der Webseite der Pfarreiengemeinschaft (www.pg-og.de) stellt Rebecca ihre Arbeit in dem Krankenhaus vor und informiert, warum die Anschaffung eines Inkubators wichtig wäre.

Das Spendenkonto: Katholische Pfarreiengemeinschaft St. Johannes der Täufer, Bad Bentheim,

IBAN: DE89 2675 0001 0001 0001 73,

BIC: NOLADE21NOH,

Verwendungszweck: Uganda.

  • Drucken
  • Kommentare 3
  • rating rating rating rating rating
Corona-Virus