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01.01.2018, 16:59 Uhr

Henner-Will-Stiftung unterstützt Niederländisch-Unterricht

Rund 110 Kinder lernen in Gildehaus auch Niederländisch an der Schule „De Brug“. Das Projekt wird nun von der Henner-Will-Stiftung mit neuen Büchern gefördert.

Henner-Will-Stiftung unterstützt Niederländisch-Unterricht

Das Sprachprojekt an der Grundschule in Gildehaus wird von der Henner-Will-Stiftung gefördert. Symbolfoto: Armin Weigel

gn Gildehaus. In einem gemütlich eingerichteten Klassenzimmer lesen 17 Kinder gemeinsam Satz für Satz einen Text auf Niederländisch: Drei Minuten und 50 Sekunden – das ist eine gute Teamleistung. Die Zweit- und Drittklässler besuchen neben einer deutschen Grundschule auch die niederländische Schule „De Brug“, die von der NTCO (Nederlandse Taal en Cultur, Obergrafschaft) unterstützt wird.

Seit elf Jahren besteht die Schule auf dem Gelände der Grundschule in Gildehaus und verfügt über zwei eigene Räume, in denen sowohl Schulbücher und viele Informationen und Plakate über die Niederlande zu finden sind. Insgesamt nehmen rund 110 Kinder an dem Unterricht teil, überwiegend niederländische Kinder, die in Deutschland leben. Aber auch deutsche Kinder besuchen gerne den Unterricht. „Das macht viel Spaß und die Aufgaben sind sehr interessant“, erzählen Mia und Anneke, zwei deutsche Mädchen.

Dabei geht es nicht nur um die Sprache, sondern auch um die Geschichte und Kultur des Nachbarlandes sowie um die Entwicklung kreativer Fähigkeiten bei den Kindern. Auf dieser kleinen „Insel“ herrschen die Regeln des niederländischen Bildungssystems: Der Unterricht wird flexibel gestaltet und den Bedürfnissen und Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes angepasst. Und wenn die Grammatikregeln schwerfallen, dann wird auf Sprachspiele zugegriffen, die den Kindern sehr gefallen. Die Lehrerinnen Ine Hardt, Monique Segerink, Diana Pluk erzählen mit Begeisterung, wie schnell die Kinder die Sprache lernen oder welche kreativen Ideen sie einsetzen, um den Unterricht noch spannender zu gestalten.

Im vergangenen Jahr hat die Henner-Will-Stiftung aus Nordhorn der Schule geholfen, neue Lernbücher zu besorgen. Damit können die Kinder mit dem aktuellen Material arbeiten und folgen dem niederländischen Bildungssystem. Somit sind sie in der Lage, zum Beispiel nach dem deutschen Abitur an niederländischen Universitäten zu studieren oder weiterführende Schulen zu besuchen. Die Zweisprachigkeit bietet nicht nur die Flexibilität, sondern hilft, die Brücken zwischen zwei Kulturen aufzubauen und dabei voneinander zu lernen.

„In den Niederlanden gibt es keinen Weihnachtsmann, dafür aber Sinterklaas, der den Kindern am 6. Dezember Geschenke bringt. Deshalb können wir auf niederländische Weise dieses Fest feiern und später noch Weihnachten mit dem Weihnachtsmann – so kriegen wir zweimal Geschenke“, witzeln die niederländischen Kinder. Die Idee mit dem holländischen Unterricht unterstützen auch die Eltern. Sie werden dazu animiert, im deutschen Grenzgebiet stärker Fuß zu fassen.

„Das Engagement und der Einsatz der Lehrerinnen haben uns sehr beeindruckt und daher freuen wir uns sehr, die Schule ,De Brug‘ zu unterstützen. Hier findet ein Stück aktive interkulturelle Verständigung im Kindesalter statt“, teilt die Henner-Will-Stiftung mit. Sie stehe für Bildung und interkulturelle Verständigung und fördere Projekte mit diesen Zielen.

Nähere Informationen auf www.hw-stiftung.de.

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