Grafschafter Nachrichten
23.10.2018

Erste Regionalvisitation im Kirchenkreis in Bad Bentheim

Erste Regionalvisitation im Kirchenkreis in Bad Bentheim

Machte Mut, auf Neues zuzugehen: Superintendent Bernd Brauer in seiner Rede zur Visitationseröffnung in der Martin-Luther-Kirche Bad Bentheim. Foto: Hirndorf

Erstmalig wird von der Kirchenkreisleitung Emsland-Bentheim eine ganze Region visitiert. Am vergangenen Sonntag war Superintendent Bernd Brauer in der evangelisch-lutherischen Martin-Luther-Kirche in Bad Bentheim zu Gast.

Bad Bentheim Am vergangenen Sonntag wurde mit einem Gottesdienst in der evangelisch-lutherischen Martin-Luther-Kirche in Bad Bentheim die erste Regionalvisitation des Kirchenkreises Emsland-Bentheim eröffnet. „In der Regel wird eine Kirchengemeinde der lutherischen Kirche alle sechs Jahre vom Superintendenten und seinen Co-Visitatoren besucht. Diese sind Fachleute auf bestimmten Gebieten“, heißt es in einer Pressemitteilung. So waren im Gottesdienst bereits Kreiskantor Peter Müller, Kirchenkreisvorstandsmitglied Rainer Thiemann und Pastor für Öffentlichkeitsarbeit Ulrich Hirndorf, der gleichzeitig Lektorenbeauftragter ist, anwesend.

Ehrenamtliche, Sekretärinnen, Baubeauftragte aber auch örtliche Lehrkräfte oder der Bürgermeister werden häufig zu Gesprächen eingeladen, um sich über Zustand und Vernetzung einer Gemeinde zu informieren. Dabei gehe es aber nicht um Kontrolle, wie Superintendent Bernd Brauer den Bentheimer Gemeindegliedern in dem von Ortspastor Hartmut Giesecke von Bergh geleiteten Gottesdienst erklärte, sondern um Wahrnehmung und Wertschätzung geleisteter Arbeit auf vielfältigen Ebenen. „Die Kirche in Bad Bentheim ist in direkter Nachbarschaft zum Marktplatz sichtbar, sogar nachts beleuchtet. Aber Kirche ist nicht nur äußerlich. Wir wollen als Kirchenleitung die Gemeinde auch im Inneren wahrnehmen. Menschen leben in dieser Gemeinde, besuchen diese Kirche, atmen diesen Raum ein und aus. Kirche ist mehr als das Sichtbare“, so der leitende Geistliche von über 65.000 Lutheranern zwischen Papenburg und Bad Bentheim.

Erstmalig soll nun in den kommenden Wochen aber nicht nur die Martin Luther Gemeinde visitiert werden, sondern die Region, die zum Teil schon in einer pfarramtlichen Verbindung steht. Dazu gehören Spelle, Emsbüren-Salzbergen und Schüttorf. Bad Bentheim wird sich ab 2021 der pfarramtlichen Verbindung anschließen. „Visitation soll den Gemeinden Mut machen, auf neue Dinge zuzugehen, Kirche verändert sich ständig und Visitation dient auch dazu, manchmal zu neuen Ufern aufzubrechen. Bei der letzten Visitation hatte der Kirchenvorstand in seinem Bericht den Wunsch nach Renovierung und einer neuen Orgel geäußert. Nun spielt sie bereits auf den Konzerten“, so der Superintendent.

Das Pilotprojekt einer gemeinsamen Visitation, in der einige Termine regional wahrgenommen werden, wie beispielsweise eine Begegnung mit der Ökumene der Region in Salzbergen, wird Ende November abgeschlossen sein. Eine Reflektionstagung wird im Frühjahr erfolgen, um die Erfahrungen auch im Sprengel Ostfriesland-Ems zu teilen.

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