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26.03.2019, 11:31 Uhr / Lesedauer: ca. 5min

Einsatzreiches Jahr für die Feuerwehren in Bad Bentheim

Auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken konnte Stadtbrandmeister Wilfried Baltruschat auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Bentheim.

Das Foto zeigt (stehend, von links) Stadtbrandmeister Wilfried Baltruschat, Kreisbrandmeister Uwe Vernim, den Leiter des Ordnungsamtes Heinz-Gerd Bökenfeld, den 1. Stadtrat Heinz-Gerd Jürriens, Holger Kerkhoff (stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Gildehaus), Sebastian Fischer, Florian Tegeder, Markus Frisch, Stefan Reimann (Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Gildehaus), Frank Hengstmann (stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Bad Bentheim) sowie (sitzend, von links) Holger Buttler, Wolfgang Thier, Hartmut Bertels und Jens Bonikowski. Foto: Berthold Leusmann

Das Foto zeigt (stehend, von links) Stadtbrandmeister Wilfried Baltruschat, Kreisbrandmeister Uwe Vernim, den Leiter des Ordnungsamtes Heinz-Gerd Bökenfeld, den 1. Stadtrat Heinz-Gerd Jürriens, Holger Kerkhoff (stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Gildehaus), Sebastian Fischer, Florian Tegeder, Markus Frisch, Stefan Reimann (Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Gildehaus), Frank Hengstmann (stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Bad Bentheim) sowie (sitzend, von links) Holger Buttler, Wolfgang Thier, Hartmut Bertels und Jens Bonikowski. Foto: Berthold Leusmann

Bad Bentheim Aktuell verzeichnet die Freiwillige Feuerwehr Bad Bentheim 242 Mitglieder in zwei Ortsfeuerwehren, zwei Jugendfeuerwehren und zwei Altersabteilungen in Bad Bentheim und Gildehaus sowie den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Bad Bentheim. Zusätzlich verzeichnet der Förderverein der Ortsfeuerwehr Bad Bentheim 52 Mitglieder.

Zu 286 Einsätzen, aufgeteilt in 78 Brandeinsätze, 186 technische Hilfeleistungen und 22 blinde Alarme, wurden die Einsatzkräfte im vergangenen Jahr alarmiert. Dies sind 92 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Besonders zu erwähnen sind die vielen Sturm- und Hochwassereinsätze in 2018. Bei den Brandeinsätzen ist noch der Moorbrand am 19. September auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 in Meppen besonders zu erwähnen. Beide Feuerwehren waren dort mit der Kreisfeuerwehrbereitschaft mehrere Tage im Einsatz. Die sonstigen Einsätze wie Verkehrsunfälle, Brandmeldeanlagen, Personen hinter Tür oder Flächenbrände wurden ohne Probleme abgearbeitet.

Die Dienststunden 2018 stiegen mit 15,8 Prozent auf fast 11.000 Stunden. Neben den Einsätzen bildeten sich die Kameraden auf den Lehrgängen auf Landes- und Kreisebene, bei den 14-tägig stattfindenden Dienstabenden, bei der Kreisbereitschaftsübung, der Obergrafschafter Übung, der Magistratsübung und dem Stadtausbildungstag fort- und weiter. Außerdem unterwiesen beide Feuerwehren viele Kinder in Schulen und Kindergärten durch Schulklassenbetreuer im Brandschutz. „Eine wahnsinnige Zahl“, bemerkte Baltruschat, „wenn man bedenkt, dass diese Stunden ehrenamtlich und ohne Bezahlung geleistet werden.“

Beim neuen Leistungsvergleich in Neuenhaus erreichte die Ortsfeuerwehr Bad Bentheim den dritten und die Ortsfeuerwehr Gildehaus den fünften Platz. Beide Gruppen haben sich für den Leistungsvergleich auf Bezirksebene im September qualifiziert. Einen großen Dank richtete Baltruschat an die Stadt Bad Bentheim für die Bereitstellung der umfangreichen Mittel und der 100-prozentigen Umsetzung des Brandschutzbedarfsplanes. So wurde der Gerätewagen Logistik (GW-L II) am 13. April 2018 feierlich an die Ortsfeuerwehr Gildehaus übergeben. Das Fahrzeug habe sich jetzt schon bei vielen Übungen und Einsätzen bestens bewährt. Das Tanklöschfahrzeug (TLF 4000) wird noch im ersten Halbjahr fertiggestellt und sehr wahrscheinlich in Mai dieses Jahres übergeben, teilt die Feuerwehr mit.

Die Ausschreibung des Mittleren Löschfahrzeuges (MLF) für die Ortsfeuerwehr Bad Bentheim wurde verschoben, da erst auf die Stellungnahme des Brandschutzbedarfsplaners gewartet wurde. Diese liegt nun vor, auch die Ausschreibung wurde jetzt fertiggestellt. Da die Baubreite von 2,30 Metern zwingend einzuhalten ist, und bei 7200 Kilogramm Gesamtmasse kommt nur ein Fahrgestell der Iveco Daily mit 180 PS und Allrad in Frage. Das Fahrzeug hat eine Staffelbesatzung, 1000 Liter Wasser, 100 Liter Schaummitteltank, Schaumzumischanlage, Lichtmast sowie vier Atemschutzgeräte und ist somit ein kompaktes Fahrzeug für die engen Straßen in Bad Bentheim. Die Bauzeit wird ein Jahr betragen, somit wird im ersten Halbjahr 2020 mit der Fertigstellung gerechnet.

Der Planungsausschuss für das ELW 1 für die Ortsfeuerwehr Bad Bentheim hat ebenfalls die Arbeit aufgenommen. Es wurde schon ein Einsatzleitwagen in Emsbüren besichtigt und auch bei der Firma GSF Möglichkeiten durchgesprochen und Fahrzeuge angesehen. Man hofft, dass die Ausschreibung bis Ende Mai veröffentlicht ist; die Bauzeit für das Fahrzeug dauert etwa acht Monate.

Seit Mitte 2018 haben beide Ortsfeuerwehren jeweils eine halbe Stelle für die Dateneingabe in das Feuerwehrverwaltungsprogramm „FeuerON“, die von der Stadt bezahlt wird. Hierdurch wurde die Verwaltungsarbeit erheblich entlastet. Auch für die Pflege rund um die Feuerwehrhäuser wurde eine Stelle geschaffen. Auf Kreisebene ist die Stadt Bad Bentheim die erste Gemeinde, die dieses Problem erkannt und darauf reagiert hat. Bei der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Gildehaus am 3. März 2018 ging der Bürgermeister sogar noch einen Schritt weiter: Er glaubt, dass für den Gerätewart eine hauptamtliche Stelle demnächst erforderlich wird.

Am 22. November 2018 war der Start für den Brandschutzbedarfsplaner Siepe, die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes in Angriff zu nehmen. Umfangreiche Unterlagen und Listen mussten erstellt und abgearbeitet werden. „Wir sind hier in den letzten Zügen, sodass alle Unterlagen bis Ende nächster Woche dem Planer vorliegen“, heißt es. Das Gutachten der Feuerwehr-Unfallkasse (FUK) vom 23. Februar 2017 liegt seit zwei Jahren vor. Die festgestellten Mängel wurden noch nicht vollständig beseitigt, es fehlt nach wie vor die Schwarz-Weiß-Trennung in der Atemschutzgeräte-Werkstatt, die Trennung des Kompressors mit Frischluftzufuhr, räumliche Mängel durch fehlende Einstellplätze für Mannschaftstransportfahrzeuge (MTF) und Anhänger. Auch wird die Waschhalle im Feuerwehrhaus in Bad Bentheim als Lagerraum zweckentfremdet. Ebenfalls spannend erwartet wird das Urteil des Planers über das ständig wachsende Industriegebiet in Gildehaus.

„Wenn in Gildehaus das TLF 4000 übergeben wird, ist platzmäßig absolut Schluss im Feuerwehrhaus“, so Stadtbrandmeister Wilfried Baltruschat. Hier ist langfristig über einen Neubau an geeigneter Stelle in Gildehaus nachzudenken. Auch das wird der Gutachter mit Sicherheit zur Sprache bringen. In Bad Bentheim wird zurzeit an einer Lösung gearbeitet. Das Gebäude nebenan steht leer, der Eigentümer hat jetzt der Stadt 630 Quadratmeter der Halle zur Miete angeboten. Zurzeit wird geprüft, ob dies überhaupt machbar ist, denn es müssen eine Heizung eingebaut und eine Trennwand hochgezogen werden. Sicherlich wäre diese Lösung akzeptabel, da auf dem Gelände des Feuerwehrhauses maximal um eine Box neben der Waschhalle erweitert werden könnte, doch das wäre noch nicht ausreichend. Auch muss die FUK hierzu eine positive Bestätigung geben. Im nächsten Monat wird hierzu eine Entscheidung vorliegen.

In mühevoller Kleinarbeit wurde die Satzung der Feuerwehr Bad Bentheim völlig neu geschrieben und dem neuen Brandschutzgesetz angepasst. Auch die Jugendordnung für die Jugendfeuerwehr wurde überarbeitet und ist seit 1. Januar gültig. Den Mitgliedern des Ortskommandos in Bad Bentheim und Gildehaus, dem Stadtkommando sowie den Jugendfeuerwehren in Bad Bentheim und Gildehaus wurde hierfür der Dank ausgesprochen.

Nach den Jahresberichten vom Sicherheitsbeauftragten Jürgen Reinink und Sebastian Fischer für die Jugendfeuerwehren der Stadt Bad Bentheim wurden die Beförderungen vorgenommen. Sebastian Fischer, Florian Tegeder (alle Feuerwehr Bad Bentheim), Sebastian Brinkmann und Markus Frisch (alle Ortsfeuerwehr Gildehaus) wurden zum Löschmeister, Frank Hengstmann (Ortsfeuerwehr Bad Bentheim) zum Oberbrandmeister sowie Stefan Reimann (Ortsfeuerwehr Gildehaus) zum Hauptbrandmeister befördert. Geehrt wurden Jens Bonikowski (Ortsfeuerwehr Gildehaus) für 25-jährige Mitgliedschaft sowie Holger Buttler und Wolfgang Thier (beide Ortsfeuerwehr Bad Bentheim) für 40-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr.

In ihren Grußworten zollten der Erste Stadtrat Heinz-Gerd Jürriens und Kreisbrandmeister Uwe Vernim der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren großen Respekt und bedankten sich für den unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz.

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