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23.01.2019, 12:26 Uhr

CDU: Bad Bentheim nicht anfällig für „spaltende Kräfte“

Beim CDU-Neujahrsempfang in Bad Bentheim hieß es: „2019 muss das Jahr des gesellschaftlichen Zusammenhalts werden!“

CDU: Bad Bentheim nicht anfällig für „spaltende Kräfte“

CDU-Vorsitzender Marcel Speker (links) begrüßte Landratskandidat Uwe Fietzek (rechts) beim Neujahrsempfang der CDU Bad Bentheim und sicherte ihm die volle Unterstützung der örtlichen Christdemokraten für seine Kandidatur zu. Foto: privat

Bad Bentheim „Wir brauchen für die Hella-Wertheim-Sammlung im Otto-Pankok-Museum keine Schmalspurlösung auf dem Dachboden, sondern ein vernünftiges räumliches Angebot, das auch mit einem pädagogischen Konzept für Schulklassen unterfüttert werden kann“, sagte der parteilose Landratskandidat Uwe Fietzek beim Neujahrsempfang der CDU Bad Bentheim im „Treff 10“. Vor den rund 60 Gästen aus Partei und Stadtgesellschaft stellte er sich und im Schnelldurchlauf auch seine politischen Schwerpunkte vor. „Bildung ist wichtig. Deswegen stehe ich für eine vernünftige Ausstattung der Gymnasien, die in Trägerschaft des Landkreises sind. Wer sich in Bad Bentheim ansieht, wie wir das Burg-Gymnasium ausgestattet haben, der weiß, dass wir das ernst meinen.“ 2019 steht dort auch der erste Spatenstich für die neue Freisportanlage an. Allerdings machte er in diesem Zusammenhang deutlich, dass er auch das duale Ausbildungssystem fördern werde: „Es muss nicht jeder Akademiker werden.“

Der Vorsitzende der CDU Bad Bentheim, Marcel Speker, sagte Fietzek die volle Unterstützung der örtlichen Christdemokraten zu: „Wenn ein Landkreis so positiv dasteht wie unser, dann hat die Führungsmannschaft, zu der auch Uwe Fietzek gehört, sehr viel richtig gemacht.“

Zuvor hatte er dazu aufgerufen, dass 2019 das „Jahr des gesellschaftlichen Zusammenhaltes“ werden müsse. „Wir brauchen mehr Miteinander und weniger Gegeneinander. In Zeiten von Trump und Brexit gedeihen auch gesellschaftliche Spaltpilze wie die AfD. Diesen müssen wir den politischen Boden entziehen“, forderte Speker. Für unsere Region sei er aber zuversichtlich.

Im vergangenen Jahr habe es genug positive Beispiele gegeben: „Solange Familienväter ohne mit der Wimper zu zucken für einige Tage als Freiwillige Feuerwehrleute nach Meppen zum Moorbrand fahren, um dort eingesetzte Kameraden zu entlasten, solange Verbände, Gemeinden und Vereine zusammenrücken und eine riesige Typisierungsaktion zugunsten der DKMS auf die Beine stellen und solange der SV Bad Bentheim zugunsten einer Turnhalle in Gildehaus und eines gesamtstädtischen Sportzentrums zwischen den Stadtteilen auf die eigenen Gymnastikräume verzichtet – solange bin ich zuversichtlich, dass wir in Bad Bentheim nicht anfällig sind für die spaltenden Kräfte.“

Dennoch sei es ein dauerhafter Prozess: „Wir müssen den Menschen ein glaubwürdiges Angebot machen, sich in die politischen Themen auch schon zu einem Zeitpunkt einbringen zu können, an dem die Würfel noch nicht gefallen sind“, meinte Speker. Und diese Aufgabe beginne im Kommunalen, denn hier liege der grundgesetzliche Auftrag an die Parteien, an der Willensbildung des Volkes mitzuwirken. Das bedeute freilich nicht, dass es nicht in der Sache auch politische Auseinandersetzungen geben könne: „Der Diskurs gehört untrennbar zur politischen Meinungsbildung. Es bleibt aber wichtig, dies nicht zum Selbstzweck werden zu lassen und anderen Demokraten nicht nur deswegen die Redlichkeit abzusprechen, weil man nicht einer Meinung ist.“

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