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06.11.2018, 16:13 Uhr

Bund will kein Geld für Bahnstrecke Bentheim – Löhne geben

Die Bahnstrecke Bad Bentheim – Löhne (Ostwestfalen) hat voraussichtlich keine Aussicht auf Gelder des Bundesverkehrsministeriums zum Streckenausbau. Darüber informierte das Ministerium die Bundestagsabgeordneten am Dienstag.

Bund will kein Geld für Bahnstrecke Bentheim – Löhne geben

Archivfoto: Jürgen Lüken

Berlin/Bad Bentheim Das Bundesverkehrsministerium stellt wahrscheinlich keine Gelder für den Ausbau der Strecke Bad Bentheim – Löhne bereit. „Die neue Bewertung durch das Bundesverkehrsministerium bedauere ich sehr. Noch im März hat die Bundesregierung die Bedeutung der Strecke für die Hinterlandanbindung der Seehäfen betont. Als wichtiges Infrastrukturprojekt für das Emsland und die Grafschaft Bentheim habe ich mich bereits früh gemeinsam mit anderen Akteuren in der Region für die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf eingesetzt“, sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann.

Bisher zeigte sich das Bundesministerium offen dafür, die Strecke als Teil der wichtigen Ost-West-Verbindung zur Hochgeschwindigkeitsstrecke auszubauen. Dadurch könnten Züge bis zu 200 Stundenkilometer fahren und so Reisezeiten verkürzt werden. So hatte der Parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium Enak Ferlemann noch im Sommer 2016 eine Aufwertung der Strecke als „Vorhaben des vordringlichen Bedarfs“ in Aussicht gestellt. Im März 2017 trafen sich Vertreter der EUREGIO und der CDU in Berlin, um die Bedeutung der Strecke zu betonen.

Stegemann setze sich weiterhin gemeinsam mit Vertretern der Region für die Strecke ein, heißt es in einer Pressemitteilung. Neben dem Streckenausbau fordere die Region auch neues Zugmaterial im Fernverkehr sowie beispielsweise Verbesserungen der Anschlussverbindung in Bad Bentheim.

Zum Hintergrund: Zum 30. Dezember 2016 trat das Dritte Gesetz zur Änderung des Bundesschienenausbaugesetzes (BSWAG) in Kraft. Die Strecke Bad Bentheim - Löhne wurde hier als eine von 44 Projekten in der Kategorie „Potentieller Bedarf“ eingestuft. Für diese Projekte stehen im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans 2030 nach aktueller Planung 6,35 Milliarden Euro zur Verfügung. Mit der aktuellen Bewertung wurde das Projekt nun der Kategorie „Kein Bedarf“ zugeordnet.

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