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26.01.2018, 12:20 Uhr

Bentheimer Grüne wünschen sich mehr Transparenz

Die Partei sieht einige Herausforderung auf Bad Bentheim zukommen. Der Fraktionsvorsitzende, Dr. Christian Blum, und Ortsverbandsvorsitzende Friedhild Füser kritisieren die Informationspolitik rund um das geplante „Boutique-Festival“.

Bentheimer Grüne wünschen sich mehr Transparenz

Die Grünen warnen vor der angestrebten Bebauung der Schulte-Kolthoffschen Fläche, wo im September mit den Abrissarbeiten gestartet wurde. Foto: Westdörp

gn Bad Bentheim. Dr. Christian Blum, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bentheimer Rat, und Ortsverbandsvorsitzende Friedhild Füser sehen einige Herausforderung auf Bad Bentheim zukommen. Mit der Erstellung und Verabschiedung des Stadtentwicklungskonzeptes habe der Stadtrat Leitlinien für die Entwicklung für die nächsten Jahre festgelegt. „Im Stadtentwicklungskonzept bekennt sich Bad Bentheim unter anderem zu Nachhaltigkeit, der Minimierung von Flächenverbrauch, zum Klimaschutz, und auch zur barrierefreien Stadt für alle. Das freut uns sehr, da dies klassische grüne Forderungen sind“, teilen Blum und Füser mit, ergänzen allerdings: „Ob der Stadtrat seinen eigenen Leitlinien treu bleiben wird, darf bezweifelt werden. Statt Konzentration auf die Innenentwicklung, wie im Stadtentwicklungskonzept befürwortet, wird nun zusätzlich zur Bebauung der Schulte-Kolthoffschen Flächen und an der Suddendorfer Straße auch die Bebauung eines Großteils der Bussmannschen Flächen in Waldseite angestrebt.“

Beide kritisieren auch die mögliche Zustimmung für weitere industrielle Tierhaltungsanlagen. Nachdem in Westenberg bereits ein Bauleitplanverfahren für 120.000 Geflügelmastplätze eingeleitet wurde, drohe nun auch in Bardel ein solches Verfahren: In Nachbarschaft zum Kloster sei ein Vorhaben angedacht, welches Ställe für 325.000 Hähnchen bieten soll. „Bereits jetzt steht der Landkreis Grafschaft Bentheim bezüglich der Viehdichte bundesweit an vierter Stelle. Für uns Grüne in Bad Bentheim ist klar: Unsere Grenzen sind erreicht“ stellen Blum und Füser fest.

Zum Thema Finanzen teilen die Grünen mit: „Es gibt große und dringend notwendige Projekte, die wir angehen müssen: vor allem die Sportvereine, die Schulen und die Kindertagesstätten brauchen Geld für gute Räumlichkeiten und ausreichend Plätze.“ Es gebe aber kein klares Konzept für die Finanzierung der Projekte. Gelder für die Neugestaltung der Schulstruktur seien im Haushaltsplan für die nächsten Jahre nicht zu finden. Stattdessen werde der Bau des „Toninokreisels“ vorangetrieben. „Wir werden uns nicht alles leisten können, was wir uns wünschen. Die finanzielle Lage der Stadt ist schwierig, und wird es auch bleiben, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund, dass der Ferienpark sich aus der Mitfinanzierung des Badeparks mittlerweile vollständig zurückgezogen hat“. Das „Tafelsilber“ sei bereits verkauft, was bleibt, sei das alte Bauamt – „allerdings stehen wir dem Verkauf sehr kritisch gegenüber.“, äußern Blum und Füser.

Die Grünen wünschen sich mehr Offenheit zwischen Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit. Ein Beispiel für mangelnde Transparenz sei das geplante „Boutique-Festival“. Hier sei die Politik von der Verwaltung im Vorfeld nicht miteinbezogen, Bürger nicht transparent informiert und auch der übliche Weg, die Untere Naturschutzbehörde hinzuzuziehen, nur unter Druck gegangen worden.

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