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20.03.2018, 17:36 Uhr

Bentheimer Freilichtspiele bleiben zuversichtlich

Der Verein hat für 2018 zwei neue Stücke geplant. Außerdem startet die Spielsaison mit einem umgebauten Eingangsbereich. Die Verantwortlichen hoffen auf gute Zuschauerzahlen.

Bentheimer Freilichtspiele bleiben zuversichtlich

Die Geehrten (von links): Ernst Schröder, Irmgard Heller, Dr. Joachim Ohnemus und Richard Schwietering.Foto: Roling

gn Bad Bentheim. Die beiden Stücke der vergangenen Saison der Freilichtbühne Bad Bentheim „Dracula“ und „Rabatz im Zauberwald“ sind beim Publikum sehr gut angekommen. Das hat der 1. Vorsitzender Dr. Joachim Ohnemus am Freitagabend im Spielerheim des SV Bad Bentheim bei der Hauptversammlung festgestellt. Das Lob des Publikums sei die schönste Anerkennung für den Verein. In diesem Zusammenhang bedankte sich der Vorsitzende bei allen Mitgliedern, vor allem bei den fleißigen Aktiven, die abseits des Rampenlichts für die Bühne tätig sind.

Doch die Freilichtbühne hat auch mit einigen Problemen zu kämpfen. Trotz des mutigen Wechsels der Stückauswahl in den Bereich Musical im Jahr 2013 habe die Entwicklung gezeigt, dass die Zuschauerzahlen nicht in den Himmel wachsen. Da die Inszenierung von Musiktheater aber durch die Finanzierung von Regie, Musikalischer Leitung, Choreografie und extrem teuren Rechten für die Aufführungen viel Geld kosten, stellt sich hier die Frage für die Freilichtbühne, ob der Verein sich das in Zukunft leisten möchte. Oder ob die Freilichtspiele dem Wunsch vieler Vereinsmitglieder nachkommt und wieder Stücke aus dem Bereich Sprechtheater aufführt. Diese Diskussion sollte auf jeden Fall in Zukunft geführt werden, sagte Vorsitzender Ohnemus. Die Hoffnungen ruhen nun auf die neuen Inszenierungen „Jim Knopf“ als Kinderstück und „Das Wirtshaus im Spessart“. Sie sollen an die guten Zuschauerzahlen des vergangenen Jahres anknüpfen.

Trotz schwierigen finanziellen Fahrwassers konnte Schatzmeister Diethelm Spering einen zufriedenstellenden Jahresabschluss für 2017 vorstellen, er stieß aber in dasselbe Horn wie sein Vorsitzender, indem er auf die hohen Ausgaben in 2017 hinwies.

Nichtsdestotrotz steht die Freilichtbühne finanziell auf soliden Füßen und konnte beträchtliche Eigenmittel in den Bau des neuen Eingangsbereiches investieren. Und so verwies Spering nicht ohne Stolz darauf, dass die Freilichtbühne die Besucher nun zur Saison 2018 mit den lang ersehnten neuen sanitären Anlagen und einem neuen Kassenbereich begrüßen können. Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, dass diese zweite größere Baumaßnahe innerhalb relativ kurzer Zeit auch durch die Unterstützung von Stadt, Kreis, Fördermitteln aus der EU und einer großzügigen Spende der Familie Deilmann möglich geworden ist. Der einstimmigen Entlastung des Vorstandes folgte die Verabschiedung von Helmut Heller und Bernd Foppe nach jahrelanger Vorstandsarbeit. „Wir lassen euch ungern aus der Vorstandsarbeit ziehen, aber wir sind dankbar für euer Engagement in diesem Bereich“, stellte der Vorsitzende fest. Dr. Joachim Ohnemus dankte Sina Biermann. Die Leitung der Dramaturgie musste im September ihr Amt aus beruflichen Gründen aufgeben.

Aber die Ehrungen starteten noch in eine zweite Phase. „Ein Verein kann nur funktionieren, wenn sich die Mitglieder engagieren“, so Vorsitzender Ohnemus, „und so bedanken sich die Freilichtspiele Bad Bentheim ganz herzlich bei Irmgard Heller für 30-jährige Mitgliedschaft und den beiden „Urgesteinen“ Richard Schwietering und Ernst Schröder für 50 Jahre Mitgliedschaft und Engagement in den verschiedensten Bereichen der Freilichtspiele Bad Bentheim.

Bei so viel Ehrungen wurde einer der wichtigsten Tagesordnungspunkte, nämlich die turnusmäßige Wahl von Teilen des Bühnenvorstandes, fast schon zur Nebensache.

Unter der souveränen Leitung des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft niedersächsischer Freilichtbühnen des VDF Nord, Jürgen Schevel, wurde Dr. Joachim Ohnemus mit großer Mehrheit in seinem Amt als erster Vorsitzender bestätigt. Zu weiteren Mitgliedern des Vorstandes wählten die Anwesenden der Versammlung in geheimer Wahl Ulrika Spering (Spielscharleitung Abendstück), Lea Gielians (Spielscharleitung Kinderstück), Patrick Pruban (Öffentlichkeitsarbeit), Jörn Haarhues (Technik). Katrin Bomball (Kassendienst), Eva-Maria Schevel (Dramaturgie) und Paulina Koers (Jugend). Als Kassenprüferin ergänzt Heike Weßling dieses Gremium.

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