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21.11.2017, 19:28 Uhr

BBI kritisiert Gestaltungssatzung

Nach der FDP fordert nun auch die Bad Bentheimer Interessengemeinschaft, die neue Gestaltungs- und Werbeanlagensatzung noch einmal zu überdenken. Die BBI äußert diesbezüglich auch Selbstkritik.

BBI kritisiert Gestaltungssatzung

Der Bad Bentheimer Stadtrat hatte die neue Gestaltungssatzung beschlossen. Foto: Meyer

gn Bad Bentheim. Die Bad Bentheimer Interessengemeinschaft (BBI) unterstützt die Forderung der örtlichen FDP, die neu beschlossene Gestaltungs- und Werbeanlagensatzung der Stadt noch einmal zu überdenken. Der Ortsverband der Partei kritisiert, dass die Satzung weit über die charakteristische Innenstadt hinausginge (die GN berichteten).

Die Vorsitzende der BBI, Sonja Hemme, weist in einer Mitteilung darauf hin, dass die neu gefassten Vorschriften so weit gehen, dass die Bad Bentheimer Händler und Kaufleute nahezu bei jeder neuen Werbemaßnahme einen Ausnahmeantrag bei der Stadt stellen müssten.

Sonja Hemme hierzu: „Mich wundert es etwas, wenn ich der Presse entnehme, dass sich die weiteren Parteien bisher gar nicht inhaltlich äußern, sondern einfach nur abwarten wollen. Vieles spricht dafür, dass hier ein Entwurf tatsächlich beschlossen wurde, ohne dass er wirklich gelesen oder verstanden wurde.“

Dabei ergänzt sie selbstkritisch: „Wir, der Vorstand der BBI, hatten den Entwurf vorab bekommen und selbst nicht bemerkt, wie viele Einschränkungen für unsere Mitglieder und wie viel Bürokratie diese Satzung verursachen muss. Daher haben wir auch im Sommer zunächst sehr zurückhaltend und auch positiv Stellung genommen. Das war voreilig und das war nicht richtig.“ Sonja Hemme weiter: „Wenn ich aus meinem Wohnzimmerfenster gucke, sehe ich das schwarze Dach der reformierten Kirche. Die Häuser daneben haben fast alle schwarze Dächer. Auf der anderen Seite: Die Burg hat ein schwarzes Dach, die Bahnhofstraße hat überwiegend schwarze Dächer. Es leuchtet einfach nicht ein, dass da in Zukunft überall nur noch rote Dächer entstehen dürfen. Das nur als Beispiel.“ Die im September vom Stadtrat verabschiedete Satzung hätte vieler solche Beispiele.

„Wenn praktisch keine Baumaßnahme in der Innenstadt mehr möglich ist, die das Ortsbild verändert und wenn praktisch kein Werbeschild mehr in der Bentheimer Innenstadt aufgestellt werden kann, das mehr als Name und Logo aufweist, werden die Kaufleute vergrault und Investoren abgeschreckt“, warnt Sonja Hemme. Die Interessengemeinschaft wolle den Charme der Innenstadt auch erhalten, nicht aber der Burgstadt alle Entwicklungsmöglichkeiten nehmen lassen. „So vergraulen wir Investoren und auch die Kaufleute, die noch in der Innenstadt ihr Geschäft betreiben. Das ist in Bad Bentheim schwer genug. Daher geht unser Appell an die Politik, nicht abzuwarten, sondern Fehler einfach mal einzusehen und zu korrigieren,“ schreibt sie in einer Mitteilung.

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