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09.06.2017, 10:03 Uhr

Fernsicht von der Deponie Wilsum

Der Tag der offenen Tür bietet die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild zu Entsorgung und Recycling und den vielfältigen Dienstleistungen des Abfallwirtschaftsbetriebes Wilsum zu machen.

Fernsicht von der Deponie Wilsum

Freuen sich auf viele Besucher: Hans-Gert Schmitjans (AWB), Landrat Friedrich Kethorn und Christoph Bröcker (AWB-Leiter) (v.l.). Foto: privat

gn Nordhorn. Christoph Bröcker, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB), weist auf ein besonderes Angebot hin: „Die bestehende und zum Teil abgedeckte Deponie kann begangen werden. Bei hoffentlich gutem Wetter bietet sich eine faszinierende Aussicht über die Grafschaft.“

Beim Tag der offenen Tür am Sonntag, 18. Juni, von 11 bis 17 Uhr gibt es auf dem Gelände des Entsorgungszentrums Wilsum an der Kiesstraße 4 ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt. Kinder können sich beim Kinderschminken, auf der Hüpfburg, in einem Mitmachzirkus und in einem Puppentheater zum Thema Recycling vergnügen. Sogar Bagger- und Raupenfahrten werden angeboten. Für Mutige steht ein Kran mit Aussichtsgondel bereit, der einen weiten Rundumblick auf das Gelände zulässt.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb informiert an verschiedenen Infoständen zu den Themen Entsorgung und Recycling, dabei können die Besucher sich an einem Preisausschreiben beteiligen. Es winken interessante Preise. Natürlich dürfen eine Kaffee- und Kuchentafel, aber auch ein Getränke- und ein Imbissstand nicht fehlen. Musikalische Untermalung kommt von den Groove Onkels, einer außergewöhnlichen Percussion-Show mit Mülltonnen.

Es werden Bagger- und Raupenfahrten angeboten

Die Besucher können sich übrigens auch über den Baufortschritt der Deponieerweiterung informieren. Hierbei wird auf einer Fläche von rund 2,7 Hektar direkt an der bestehenden Deponie Wilsum II eine zusätzliche Ablagerungsfläche für mineralische Abfälle geschaffen.

Derzeit wird in dem aufwendigen Bauprojekt das zum Grundwasserschutz erforderliche komplexe Deponieabdichtungssystem eingebaut. Es besteht aus Barrieren aus Ton, Schutzschichten und einer Kunststoff-Dichtungsbahn. Insgesamt bietet der neue Abschnitt ein Füllvolumen von rund 640.000 Kubikmetern für mineralische Abfälle an, wenn der Abfallberg seine gesetzlich vorgeschriebene Höhe von rund 75 Meter (gemessen ab Normalnull) erreicht hat.

Für Besucher am Tag der offenen Tür stehen Parkplätze vor dem Deponiegelände zur Verfügung. Ein Shuttleservice ist vorhanden. Weitere Informationen erteilt der AWB unter der Rufnummer 05921/961666 oder im Internet unter www.awb-grafschaft.de.

Wohin mit dem Müll?

Deponien sind wichtiger Bestandteil einer geordneten Abfallwirtschaft. Nicht alle Abfälle können recycelt werden und müssen sicher abgelagert werden; dazu zählen Aschen und Schlacken, Strahlmittelabfälle, und nicht verwertbare Böden sowie Straßenaufbruch. Bau und Betrieb von Deponien unterliegen Genehmigungs- und Überwachungsverfahren durch die Behörden. Sämtliche abgelagerten Abfälle werden analysiert und auf mögliche Schadstoffe untersucht, die abgelagerten Abfälle sind genau zu dokumentieren und mit den Behörden abzustimmen, um einen Betrieb ohne schädliche Umwelteinwirkungen zu gewährleisten.

Mit der Erweiterung der bestehenden Deponie Wilsum im Bauabschnitt Ic3 schafft der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) für die Grafschaft Bentheim Entsorgungssicherheit für die Zukunft und damit ortsnahe und kostengünstige Entsorgungsstrukturen, von denen Unternehmen wie Privathaushalte gleichermaßen profitieren.

Dichtes Netz an Annahmestellen für Abfall

Der Abfallwirtschaftsbetrieb ist als öffentlich rechtlicher Entsorger zuständig für die kommunale Entsorgung im Landkreis Grafschaft Bentheim. Dazu zählt die haushaltsnahe Abfallsammlung gemeinsam mit den Entsorgungspartnern des AWB. Der Betrieb entleert rund 100.000 Restabfall- und Altpapierbehälter im regelmäßigen Turnus an der Grundstückgrenze bei über 50.000 Haushalten und Unternehmen. Zusätzlich werden Sperrgut und Grünabfälle im Holsystem entsorgt. Für weitere Abfälle bietet der AWB ein dichtes Netz an Annahmestellen an. Auf insgesamt elf Grünabfallsammelplätzen werden organische Abfälle wie Baum- und Strauchschnitt, Rasenschnitt und sonstige Gartenabfälle übernommen.

An drei Wertstoffhöfen können neben Restabfällen vor allen recyclingfähige Materialien, wie Holz, Papier, Metall entsorgt werden. Mittlerweile werden bei den Wertstoffhöfen mehr recyclingfähige Abfälle übernommen als Restabfall. Auch die Schadstoffsammlung übernimmt der AWB gemeinsam mit seinen Entsorgungspartnern. Das Schadstoffmobil macht an insgesamt 33 Stationen im Kreisgebiet halt; auch beim Entsorgungszentrum Wilsum und zu bestimmten Terminen am Wertstoffhof Nordhorn können diese Abfälle entsorgt werden. Im Entsorgungszentrum Wilsum wird der gesamte Restabfall in der mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage (MBA) verarbeitet. Damit verfügt der Abfallwirtschaftsbetrieb über eine sichere und kostengünstige Restmüllentsorgung für sämtliche Grafschafter Haushalte.

Mit dem neu geschaffenen Kundencenter steht der AWB für Fragen rund um das Thema Abfallentsorgung zur Verfügung. Egal ob es um die An-, Ab- oder Ummeldung von Abfallbehältern geht oder ob Fragen zur Abfalltrennung und -vermeidung auftreten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben immer ein offenes Ohr.

www.awb-grafschaft.de

Karte

Fernsicht von der Deponie Wilsum

Bei gutem Wetter bietet sich von der Deponie eine faszinierende Aussicht über die Grafschaft. Für Mutige steht ein Kran mit Aussichtsgondel bereit, der einen weiten Rundumblick auf das Gelände zulässt. Foto: W. Westdörp

Fernsicht von der Deponie Wilsum

Musikalisch untermalt wird der Tag von den Groove Onkels, einer außergewöhnlichen Percussion Show mit Mülltonnen. Foto: privat

Fernsicht von der Deponie Wilsum

Das Puppentheater Inspector Energie begeistert Kinder fürs Thema Recycling. Foto: privat

Fernsicht von der Deponie Wilsum

Das Team der Deponie-Wilsum leistet ganze Arbeit. Foto: Werner Westdörp