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„Variotech“ will Werk in Nordhorn erweitern

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Das Potenzial von „Variotech“ heben und das Unternehmen internationaler aufstellen wollen Prokurist Herbert Blömers (links) und Geschäftsführer Arvid von zur Mühlen. Foto: Masselink

Erweiterung der Entwicklungs- und Produktionskapazitäten in Nordhorn, Aufbau von Produktionslinien in Osteuropa, Asien und USA – die neuen Eigentümer von „Variotech“ setzen auf Wachstum.

Nordhorn. „Variotech“ ist im Jahr 1998 in Nordhorn gegründet worden. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung sogenannter Werkstückträger für die automatisierte Fertigung. Das sind hochpräzise Kunststoffträgersysteme, auf denen Baugruppen und Komponenten transportiert und in robotergestützte Fertigungsprozesse eingespeist werden. Solche Werkstückträger werden nicht nur in der Automobilproduktion benötigt, sondern überall dort, wo mithilfe von Robotern Produkte in großen Serien gefertigt werden.

„Variotech“ hat sich schnell zu einem der führenden Anbieter auf diesem Wachstumsmarkt entwickelt. Das Unternehmen erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von rund zwölf Millionen Euro und beschäftigt derzeit 72 Mitarbeiter.

Technologieführer aus der Grafschaft

Seit Herbst 2016 hat das Unternehmen einen neuen Eigentümer. Gründer und Inhaber Wilfried Klein-Neerken hat seinen Betrieb verkauft an die EOS Capital Partners GmbH aus München, eine nach eigenen Angaben „langfristig orientierte“ Beteiligungsgesellschaft.

„Wir haben das Unternehmen nach längeren Verhandlungen erworben, weil wir es als einen von weltweit ganz wenigen Technologieführern auf diesem stark expandierenden Markt sehen“, sagt Arvid von zur Mühlen, Hauptgesellschafter von EOS Capital und neuer Geschäftsführer von „Variotech“. Der 49-jährige Wirtschaftsprüfer mit großer internationaler Erfahrung kennt die Grafschaft aus einer früheren Beratertätigkeit für die ehemalige Deutag AG. Er nennt „Variotech“ ein „sehr profitables Unternehmen“.

Neue Branchen im Visier

EOS Capital Partners verstehe sich grundsätzlich nicht als Sanierer, sondern investiere in Wachstumsmärkte. „Variotech“ sei weltweiter „Qualitätsführer“ in einem solchen Wachstumsmarkt. Er wolle das Unternehmen internationaler aufstellen und innerhalb von zehn Jahren zu einem weltweit agierenden Unternehmen ausbauen. „In den USA, aber auch in Asien, gibt es noch keine vergleichbaren Produkte“, so von zur Mühlen. „Aber der Markt wächst rasant. Und wir müssen mit unseren Werkstückträgern dorthin, wo die großen Roboterfertigungsstraßen stehen.“ Von zur Mühlen: „Unser Anspruch ist der Weltstandard.“

Die neuen Eigentümer setzen deshalb auf Expansion, sowohl durch Internationalisierung als auch durch innovative Lösungen für die automatisierte Fertigung im Rahmen von Industrie 4.0. „Variotech“ will sich nach eigenen Angaben künftig „vermehrt auch Branchen widmen, die bislang weniger im Fokus standen“. Genannt werden die globale Elektronikindustrie, die Pharmaindustrie, die Medizintechnik sowie die Lebensmittelindustrie.

Standort wird erweitert

Erster Schritt zur Neuausrichtung des Unternehmens soll eine Betriebserweiterung in Nordhorn sein. „Wir verhandeln bereits mit der Stadt über Einzelheiten“, so von zur Mühlen. Auf der Freifläche neben dem Betriebsgelände an der Lise-Meitner-Straße soll noch in diesem Jahr eine neue Werkshalle gebaut werden. Damit soll die Produktionskapazität erweitert, vor allem aber entzerrt und in ihren Abläufen optimiert werden. Von zur Mühlen: „Wir wollen hier eine State-of-the-Art-Produktion aufbauen.“

Die soll dann Vorbild werden für zusätzliche Produktionslinien an marktnahen Auslandsstandorten. Dort sollen Werkstückträger hergestellt werden, die in Nordhorn entwickelt werden. So will Arvid von zur Mühlen den Stammsitz Nordhorn mittelfristig zum Technologiezentrum ausbauen, an dem neue Systeme und Produkte für die internationalen Märkte entwickelt werden. So will „Variotech“ noch kundennäher und reaktionsschneller werden und Transportkosten sparen. „Wir werden in den kommenden zwei bis drei Jahren zunächst eine Fertigung in Südosteuropa aufbauen“, so von der Mühlen. Weitere Standorte sollen folgen.

„Stark beschäftigt“ ist die neue Unternehmensführung zurzeit mit dem Thema Mitarbeiter. „Wir suchen Leute, die sich mit dem Unternehmen identifizieren und die dauerhaft einen sicheren Arbeitsplatz haben wollen“, sagt der Münchener Investor.

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