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Närrinnen in Lohne außer Rand und Band

 in Lohne außer Rand und Band
Viel Stimmung herrschte im Saal keim Karneval der Lohner kfd Frauen. Fotos: Lindwehr

Im Gasthof Kuhl in Lohne wurde am Freitagabend die närrische Zeit eingeläutet. 160 Frauen nahmen an der von der katholischen Frauengemeinschaft (kfd) organisierten Prunksitzung teil.

Lohne.Den Schalk im Nacken versprach Waltraud Menger vom Vorstand, dass kein Auge trocken bleibe. Für die kfd-Feier unter dem Motto „Musikanten Stadl“ wurde sogar das Duo der volkstümlichen Musik, „Marianne & Michael“ (Kerstin Seggering und Kristin Köster) engagiert.

Waltraud Menger, die in der Bütt kein Blatt vor den Mund nahm, rief: „Ein Mann ist einen Euro wert, wenn er den Einkaufswagen fährt. Aber ganz ehrlich wollen wir sein, ohne Männer wären wir doch sehr allein. Jetzt hör ich auf, über die Mannsbilder zu klagen, denn eigentlich können wir sie ganz gut ertragen“. Nach dem Narrhallamarsch heizten „Marianne & Michael“ in Dirndl und Lederhosen mit dem Lohner Stadl-Lied die Stimmung an.

Eine Modenschau der besonderen Art kommentierte Tina Krull mit französischem Akzent. Sie und ihre Damen stellten auf dem Laufsteg das Outfit für die katholische Frau vor. Mit dem Song „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“, betrat Pastor Paul Berbers die Bühne. „Erst dachte ich, Lohne sei ein Dorf voller Hinterbänkler, denn in der Kirche sitzen alle auf den hinteren Bänken. Dann habe ich aber entdeckt, dass beim Karneval und Schützenfest alle vorne sitzen“, so der Pastor, der nicht nur über die Lohner Spitzbuden, sondern auch über seine niederländischen Landsleute spöttelte.

Bildergalerie

Karneval-Prunksitzung in Lohne

Berbers sei Diener Gottes geworden, weil alle gesagt hätten, dass ein Pfarrer nur sonntags arbeiten müsse. „Als ich einst Pfarrer in einem Knast war, hat sich mir ein Tresorknacker anvertraut und gesagt, dass er wegen dem Glauben hinter Gittern sei. Er hat nämlich geglaubt, dass die Bank keine Alarmanlage hat“, berichtet Berbers. Im Zwergen-Kostüm mit Pudel im Blumenkörbchen traten die „Jacob Sisters“ (Sandra, Kerstin und Marita) ins Rampenlicht und trällerten „Adelheid, Adelheid, schenk mir einen Gartenzwerg“. Gerlinde Schnieders outete sich und erklärte ihre Lieblingstätigkeit, der sie im Hellen oder Dunkeln in allen Lagen, an allen Tagen fröne. „Ich spreche gewiss nicht von etwas Schlimmen, denn das was ich kann ist nämlich schwimmen“, klärte die Possenreißerin auf.

Als „Nickerbocker & Biene“ traten Andrea Greiten und Gaby Brink ins Rampenlicht. Vielen aus der Seele sprach als Großmama das Karnevalsurgestein Maria Mensen, die sich mit Opa für die Enkel körperlich fit machen wollte. Dabei ging alles schief, was nur schief gehen kann. Von der „Fleischeslust“ geplagt waren die Vegetarierinnen Eva-Maria Jessing und Andrea Greiten.

Ulknudeln von „Querbeet“

Die Ulknudeln der kfd-Gruppe „Querbeet“ zeigten, wie Frauen mit viel Accessoires duschen. Völlig im Dunkeln bewegten sich die Frauen von „Gruppenzwang“. Im Schwarzlicht schwebten sie neonleuchtend über die Bühne.

Mirjam Peters parodierte mit Schlager-Moves die Macken der großen Stars und die Gruppe „Attacke“ legte im Fitnessstudio los. „Warum hast du nicht nein gesagt“ fragten „Maite Kelly und Roland Kaiser“ (Silvia Rabbe und Christiane Brink), die ihren Fehltritt bedauerten.

Dass Lohner Schulkinder nicht dumm sind, sahen die Damen im Sketch „Schule“, den die Gruppe „15 oder doch nicht“ aufführte. In ihrer Performance stellten Anita Feld und Christiane Brink fest, dass ihre Männer eigentlich keinen Schuss Pulver wert seien. Sie waren sich einig: „Wenn die Kerle abhauen, ist das so wie schöner wohnen.“

Die Knie mit einem Gesicht bemalt und die Unterschenkel mit Kleid oder Frack kostümiert, ließen die Damen der Gruppe „Kunterbunt“ ihre Beine zum Radetzky-Marsch rotieren. Den Abend rundete Gottlieb Wendehals (Anita Feld) ab, der mit der Polonaise von Blankenese die Megaparty bis in die frühen Morgenstunden einläutete.

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