Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
rating rating rating rating rating

Fortschritte bei Länder-Tarifverhandlungen

tte bei Länder-Tarifverhandlungen
Frank Bsirske: „Wir erwarten jetzt konkrete Ergebnisse!“ Foto: Rolf Vennenbernd

Ein Dutzend Einzelforderungen legen die Gewerkschaften bei den Länder-Tarifgesprächen auf den Tisch. Zunächst geht nur wenig. Doch dann kommt Bewegung in die Verhandlungen.

dpa Potsdam. Bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder hat es nach schwierigem Anlauf erste Annäherungen gegeben. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Rande der dritten und entscheidenden Verhandlungsrunde in Potsdam.

Allerdings sei nach wie vor das Gesamtpaket von rund einem Dutzend Einzelforderungen der Gewerkschaften offen, hieß es.

Am Nachmittag hatten sich die Tarifkommissionen der Gewerkschaften erstmals mit dem Stand der Verhandlungen befasst. Diese Gremien entscheiden letztendlich über die Ergebnisse der Verhandlungsführer.

Zunächst waren die Verhandlungen ins Stocken geraten. Zum Auftakt des zweiten und entscheidenden Tages der dritten Gesprächsrunde sagte der Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), Peter-Jürgen Schneider (SPD): „Im Moment sehe ich leider keine Bewegung in die Richtung, die wir für notwendig halten.“

Für Schneider, der auch niedersächsischer Finanzminister ist, war die „Summe aller Forderungen zu hoch“. Ein Abschluss müsse langfristig finanzierbar sein, sagte er. Hinweisen der Gewerkschaftsseite auf die anhaltend gute Konjunktur und die vollen Kassen der Länder hielt er hohe konjunkturelle Risiken in den kommenden Jahren entgegen. Diese sah er vor allem in der Politik von US-Präsident Donald Trump, im bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der EU und im unberechenbaren Verhalten der Türkei in der Flüchtlingskrise.

Auch nach den Worten des Vorsitzenden der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, waren die Gespräche in einer „kritischen Phase“. Allerdings fügte er schon vor Beginn der entscheidenden Beratungsphase hinzu: „Eine solche kritische Phase gibt es in nahezu jeder Verhandlungsrunde.“

Verdi, der Beamtenbund dbb, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) verhandeln mit der TdL über das Gehalt von rund einer Million Angestellten der Länder. Bei einem Durchbruch noch während dieser Verhandlungsrunde wäre die Gefahr weiterer Warnstreiks vorerst gebannt.

In den vergangenen Wochen hatten die Gewerkschaften mit Warnstreiks deutschlandweit Schulen, Kitas, Straßenmeistereien und Universitätskliniken teilweise lahmgelegt. Das Forderungspaket der Gewerkschaften macht in Summe ein Plus von sechs Prozent oder sieben Milliarden Euro aus. Darunter sind eine Aufstockung der Gehaltsstufen insbesondere für Lehrer, mehr Geld für Auszubildende und ein Ende für Arbeitsbefristungen ohne sachlichen Grund. Die unteren Gehaltsgruppen sollen eine Einmalzahlung bekommen.

Der Tarifabschluss soll auf die 2,2 Millionen Beamten von Ländern und Kommunen sowie Pensionäre übertragen werden. Hessen ist nicht betroffen, es ist nicht in der TdL. Allerdings übernimmt das Land in der Regel die Tarifabschlüsse weitgehend.

Diesen Artikel

bewerten

rating rating rating rating rating

weitersagen

  • Twitter
  • Facebook
Artikel versenden

sichern

Drucken

empfehlen

Die Meinung unserer Leser

0 Leserkommentare


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Mehr aus diesem Ressort

Kein Rückkehrrecht auf Vollzeit - SPD greift Merkel an

kehrrecht auf Vollzeit - SPD greift Merkel an

Immer mehr Menschen arbeiten in Teilzeit, vor allem Frauen. Die Koalition wollte ein Rückkehrrecht in Vollzeit schaffen. Doch vier Monate vor der Bundestagswahl konnten sich Union und SPD nicht mehr einigen. Die SPD sieht die Schuld bei der Kanzlerin. mehr...

England hebt nach Attentat Terrorwarnstufe

ebt nach Attentat Terrorwarnstufe

Die britische Regierung zieht Konsequenzen aus dem Anschlag von Manchester und stellt der Polizei Militärs zur Seite. Inzwischen sickern immer mehr Details zu dem mutmaßlichen Attentäter durch. War er alleine oder gibt es doch ein Netz um ihn? mehr...

Trump auf europäischem Boden - Besuch bei Papst Franziskus

 europäischem Boden - Besuch bei Papst Franziskus

Nach Stationen in Saudi-Arabien und Israel besucht Trump nun das dritte wichtige Zentrum der Weltreligionen: den Vatikan. Der Besuch wird mit Spannung erwartet - auch weil Trump und der Papst als Persönlichkeiten gelten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. mehr...

Neueste Top-Themen
Neueste
Heute meistgelesen
Heute gelesen
Soziale Netzwerke
  • GN-Online bei Facebook
  • GN-Online bei Twitter
  • GN-online bei google plus
E-Paper
  • GN-App im Apple-Store
  • GN-E-Paper als html5-Version
  • GN-App im Google-Play-Store
Jugendmagazin
Neueste