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50 Jahre beim selben Arbeitgeber

beim selben Arbeitgeber
Sein gesamtes Arbeitsleben hat Hans-Hermann Lindemann (Mitte) bei der Arnold Lammering GmbH verbracht. Glückwünsche gab es von Diedrich (rechts) und Philipp Lammering. Foto: Hamel

Hans-Hermann Lindemann fühlt sich wohl an seinem Arbeitsplatz bei der Arnold Lammering GmbH in Schüttorf – auch noch nach 50 Jahren Betriebszugehörigkeit. Ruhestand ist für ihn noch kein Thema.

Schüttorf. Ein halbes Jahrhundert im selben Betrieb zu wirken, schafft wahrlich nicht jeder: Hans-Hermann Lindemann aus Schüttorf ist es gelungen. Als dienstältester Mitarbeiter der Arnold Lammering GmbH – einer Fachgroßhandlung für Stahl, Heizung, Sanitär und Fliesen mit inzwischen 16 Standorten und mehr als 500 Mitarbeitern – konnte er nun die Glückwünsche der Geschäftsleitung zur 50-jährigen Betriebszugehörigkeit entgegennehmen. Im Laufe der fünf Jahrzehnte hat er die Unternehmensentwicklung an entscheidenden Stellen geprägt.

Der Lehrer macht die Ausbildung klar

Der gebürtige Schüttorfer ist 15 Jahre alt, als er seinen Klassenlehrer um ein Zeugnis bittet: Der Schüler möchte sich bei der Firma Lammering um eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann bewerben. Das gewünschte Zeugnis bekommt er am nächsten Tag ausgehändigt mit den Worten des Lehrers, der die entscheidenden Personen im Betrieb gut kennt: „Ich habe schon alles klargemacht.“

So kann es im Frühjahr 1967 losgehen. An die ersten Jahre in der Firma erinnert sich Lindemann noch gut. Damals ist Arnold Lammering, der das Unternehmen 1945 als Eisenhandel gründete, noch fest im Betrieb. Stets nach dem Frühstück geht es auf zu Spaziergängen, bei denen der junge Lehrling den erblindeten Senior-Chef durch den Ort führt. Ab 1972 leistet Lindemann einen 15-monatigen Wehrdienst ab. Danach startet er bei seinem Arbeitgeber wieder durch. 1977 folgt sein erstes großes Projekt, als er die elektronische Datenverarbeitung (EDV) im Unternehmen einführt. „Das war eine interessante Zeit“, sagt er.

Langeweile kommt nicht auf

So gibt es damals kein Programm, das Stahl und Sanitär in Kombination umfasst. Die angeschaffte Software muss er selbst weiterentwickeln. Fortan ist Lindemann als IT-Leiter tätig und behält diese Zuständigkeit noch bis ins 21. Jahrhundert hinein. Noch heute basiert das Warenwirtschaftssystem auf dem seinerzeit implementierten Programm. Ab 2004 treibt Lindemann maßgeblich die Gründung neuer Standorte im nordwestlichen Niedersachsen voran und wird Verkaufsleiter Sanitär/Heizung für Ostfriesland. Ein weiteres großes Kapitel für ihn und die gesamte Firma folgt 2009, als er mit dem Fliesen-Bereich eine neue Handelssparte im Unternehmen schafft. Nach der Eröffnung der ersten Bad- und Fliesenausstellung in Varel stehen im Jahr darauf die entsprechenden Erweiterungen der Badausstellungen in Schüttorf, Meppen, Aurich und Hengelo an. „Der Einstieg ins Fliesengeschäft war zunächst ein hartes Stück Arbeit, denn es gestaltete sich schwierig, Lieferanten zu finden“, erinnert er sich. Noch bis heute ist Lindemann, der im Mai 2016 in Rente ging, mit halbierter Stundenzahl für den Fliesen-Bereich zuständig. „Sein wacher Geist ist mir gleich aufgefallen“, berichtet Geschäftsführer Diedrich Lammering.

Den Gedanken, einmal für einen anderen Arbeitgeber tätig zu werden, fasste Lindemann nie: „Etwas Neues in Angriff nehmen musste ich nicht, das hatte ich alles hier“, sagt er. Aktuell gibt es zwischen ihm und der Geschäftsleitung die Vereinbarung, einander ein halbes Jahr im Voraus mitzuteilen, wenn eine der Seiten die Absicht hat, das Arbeitsverhältnis zu beenden. Bislang ist das nicht der Fall – und dementsprechend hat Lindemann auch noch keine Pläne für das Ruheständler-Dasein. Eines ist für ihn aber klar: „Ich habe keine Bedenken, dass Langeweile aufkommt. Es gibt genug Möglichkeiten, sich zu beschäftigen.“

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