Historiker erklärt Herkunft und Bedeutung von Familiennamen – Leser-Vorschläge erwünscht Viele Familiennamen erklären sich von selbst: Müller etwa, Weber oder Fischer. Doch woher stammt der Name Ströer? Warum heißen viele Grafschafter Deters? Eine neue GN-Serie erklärt ab heute die Herkunft und die Bedeutung von Grafschafter Familiennamen. GN-Leser können dazu Vorschläge einreichen.
Osseforth: Der Familienname „Osseforth“ gehört zur Gruppe der Wohnstättennamen. Zur Identifizierung einheimischer Personen waren die Lage der Wohnstätte sowie bauliche und andere Besonderheiten des Hauses bzw. des Hofes besonders gut geeignet. Auch Orts- und Gemarkungsgrenzen, die Einzäunung des Gru...mehr
Heidotting: Der Familienname „Heidotting“ besteht aus zwei Namensteilen, einem Wohnstättennamen („Heid“) sowie einem Rufnamen („Otting“). Der Namensbestandteil „Heid(e)“ lässt sich zurückführen auf das mittelhochdeutsche „heide“ in der Bedeutung „ebenes, unbebautes, wild bewachsenes Land“. Der zweit...mehr
Alken: Der Familienname „Alken“ bzw. „A(h)lke“ gehört zur Gruppe der Metronyme (Mutternamen) und stellt eine niederdeutsche Koseform des Rufnamens „Alheit“ dar. Dieser wiederum ist eine jüngere Form des im Mittelalter sehr beliebten Rufnamens „Adelheit“ („adal + heit“, „edel, adlig + Wesen, Art“). D...mehr
Wemhoff: Der Familienname „Wemhoff“ gehört zur Gruppe der Hof- und Wohnstättennamen und zur großen Gruppe der Namen, die auf „-hof“ oder „-hoff“ („Hof, umschlossener Raum beim Hause, Bauernhof“) enden. Das vorangestellte Bestimmungswort „Wem“ geht über die Vorform „wedem“ zurück auf den mittelnieder...mehr
Wöste: Der Familienname „Wöste“ lässt sich entweder den Wohnstättennamen oder den Übernamen zuordnen. In beiden Fällen geht der Name zurück auf den mittelniederdeutschen Begriff „wüeste, wuoste“ in der Bedeutung „öde Gegend, Wildnis“ bzw. „unschön, hässlich, verschwenderisch“. Er bezeichnete also im...mehr
Lünnemann: Der Familienname „Lünnemann“ gehört zur Gruppe der Wohnstätten- bzw. Herkunftsnamen. Typisches Kennzeichen dieser Namen ist das Suffix „-mann“, das auf das mittelhoch- bzw. niederdeutsche Wort „man“ („Mann, Mensch“) zurückgeht. Möglicherweise stammte der erste Träger dieses Namens aus Lün...mehr
Esders: Der Familienname „Esders“ gehört zur Gruppe der Patronyme (Vaternamen) und geht über eine Zwischenform zurück auf den altdeutschen Rufnamen „Eckhard“ („ekka + harti“, „Schneide, Spitze, Ecke“ + „hart, streng““). Der Namensbestandteil „ekka“ bzw. „ecke/egge“ findet sich in Kombination mit erg...mehr
Evers: Der Familienname „Evers“ gehört zur Gruppe der Patronyme (Vaternamen) und geht über Varianten zurück auf den altdeutschen Rufnamen „Eberhard“. Dieser Name, zusammengesetzt aus „ebur + harti“ („Eber“ + „hart, streng“), war zur Zeit der Familiennamenentstehung (12. bis 15. Jahrhundert) ein allg...mehr
Ahrens: Der Familienname „Ahrens“ bzw. „Ahrend(s)“ gehört zur Gruppe der Patronyme (Vaternamen) und stellt eine Kurzform des altdeutschen Rufnamen „Arnold“ („arn“ + „walt“, „Adler“ + „Gewalt“), dar. Die große Zahl der Ableitungen von „Arnold“ spiegelt die große Beliebtheit dieses Namen im Mittelalte...mehr
Wolters: Der Familienname „Wolters“ gehört zur Gruppe der Patronyme (Vaternamen) und geht zurück auf den altdeutschen Rufnamen „Walther“. Dieser Name, zusammengesetzt aus „walt + heri“ („Gewalt, Macht“ + „Heer“), war zur Zeit der Familiennamenentstehung ein verbreiteter Rufname. Varianten des Namens...mehr
Menke: Der Familienname „Menke“ gehört zur Gruppe der Patronyme (Vaternamen) und geht über die Zwischenform „Meinecke“ zurück auf den alten deutschen Rufnamen „Meinhard(t)“. „Mein-hart“, zusammengesetzt aus den alt- bzw. mittelhochdeutschen Begriffen „magan/megin“ („Kraft, Stärke“) und „harti“ („har...mehr
Cremers: Der Familienname „Cremers“ gehört zur Gruppe der Berufsübernamen und geht zurück auf das mittelhoch- bzw. niederdeutsche Wort „kramer, kremer“ in der Bedeutung „Kleinhändler, Krämer“; er bot also seinen „Kram“ (Lebensmittel, Gebäck, Obst, Gewürze usw.) in einer Krambude oder in einem Verkau...mehr
Pöttering: Der Familienname „Pöttering“ gehört zur Gruppe der Berufsübernamen und lässt sich über Zwischenformen auf das mittelniederdeutsche Wort „pot/put“, in der Bedeutung „rundlich-bauchiges Gefäß, Topf, Krug“ zurückführen. Der „Pöttering“ oder auch „Pötker“ war also ein Handwerker, ähnlich eine...mehr
Lögering: Der Familienname „Lögering“ gehört zur Gruppe der Patronyme (Vaternamen) und geht über die Vorform „Löger/ Lüger“ zurück auf den alten deutschen Rufnamen Liutger (altdeutsch „liut“ + „ger“ - „Volk, Leute, Menschen“ + „Speer“). Die patronymische Bildung auf „-ing“ bzw. „-ink“ ist ein typisc...mehr
Der Familienname Partmann gehört zur Gruppe der Hof- und Wohnstättennamen und geht über die Varianten Paertmann und Portmann zurück auf das Mittelniederdeutsche „ter porten / to der porte“ in der Bedeutung „Pforte, Tor, Stadttor“. Der Namensbestandteil „ter“, auch „tor“ („zu der“), findet sich in vi...mehr