Namen erzählen Grafschafter Geschichten

Historiker erklärt Herkunft und Bedeutung von Familiennamen
– Leser-Vorschläge erwünscht
Viele Familiennamen erklären sich von selbst: Müller etwa, Weber oder Fischer. Doch woher stammt der Name Ströer? Warum heißen viele Grafschafter Deters? Eine neue GN-Serie erklärt ab heute die Herkunft und die Bedeutung von Grafschafter Familiennamen. GN-Leser können dazu Vorschläge einreichen.

29.07.2010


Folge 100: Osseforths wohnten an einer Ochsenfurt

Osseforth: Der Familienname „Osseforth“ gehört zur Gruppe der Wohnstättennamen. Zur Identifizierung einheimischer Personen waren die Lage der Wohnstätte sowie bauliche und andere Besonderheiten des Hauses bzw. des Hofes besonders gut geeignet. Auch Orts- und Gemarkungsgrenzen, die Einzäunung des Gru...mehr

20.07.2010


Ein Otto aus der Heide

Heidotting: Der Familienname „Heidotting“ besteht aus zwei Namensteilen, einem Wohnstättennamen („Heid“) sowie einem Rufnamen („Otting“). Der Namensbestandteil „Heid(e)“ lässt sich zurückführen auf das mittelhochdeutsche „heide“ in der Bedeutung „ebenes, unbebautes, wild bewachsenes Land“. Der zweit...mehr

14.06.2010


Mittelalterlicher Rufname

Alken: Der Familienname „Alken“ bzw. „A(h)lke“ gehört zur Gruppe der Metronyme (Mutternamen) und stellt eine niederdeutsche Koseform des Rufnamens „Alheit“ dar. Dieser wiederum ist eine jüngere Form des im Mittelalter sehr beliebten Rufnamens „Adelheit“ („adal + heit“, „edel, adlig + Wesen, Art“). D...mehr

31.05.2010


Pächter eines Kirchenguts

Wemhoff: Der Familienname „Wemhoff“ gehört zur Gruppe der Hof- und Wohnstättennamen und zur großen Gruppe der Namen, die auf „-hof“ oder „-hoff“ („Hof, umschlossener Raum beim Hause, Bauernhof“) enden. Das vorangestellte Bestimmungswort „Wem“ geht über die Vorform „wedem“ zurück auf den mittelnieder...mehr

08.04.2010


Vorfahre ein „wüster Typ“?

Wöste: Der Familienname „Wöste“ lässt sich entweder den Wohnstättennamen oder den Übernamen zuordnen. In beiden Fällen geht der Name zurück auf den mittelniederdeutschen Begriff „wüeste, wuoste“ in der Bedeutung „öde Gegend, Wildnis“ bzw. „unschön, hässlich, verschwenderisch“. Er bezeichnete also im...mehr

01.04.2010


Mann aus Lünne oder Leinenweber

Lünnemann: Der Familienname „Lünnemann“ gehört zur Gruppe der Wohnstätten- bzw. Herkunftsnamen. Typisches Kennzeichen dieser Namen ist das Suffix „-mann“, das auf das mittelhoch- bzw. niederdeutsche Wort „man“ („Mann, Mensch“) zurückgeht. Möglicherweise stammte der erste Träger dieses Namens aus Lün...mehr

25.03.2010


„Eckhard“ hieß „harte Schneide“

Esders: Der Familienname „Esders“ gehört zur Gruppe der Patronyme (Vaternamen) und geht über eine Zwischenform zurück auf den altdeutschen Rufnamen „Eckhard“ („ekka + harti“, „Schneide, Spitze, Ecke“ + „hart, streng““). Der Namensbestandteil „ekka“ bzw. „ecke/egge“ findet sich in Kombination mit erg...mehr

17.02.2010


Vorfahre war ein „harter Eber“

Evers: Der Familienname „Evers“ gehört zur Gruppe der Patronyme (Vaternamen) und geht über Varianten zurück auf den altdeutschen Rufnamen „Eberhard“. Dieser Name, zusammengesetzt aus „ebur + harti“ („Eber“ + „hart, streng“), war zur Zeit der Familiennamenentstehung (12. bis 15. Jahrhundert) ein allg...mehr

20.01.2010


„Arnold“ war äußerst beliebt

Ahrens: Der Familienname „Ahrens“ bzw. „Ahrend(s)“ gehört zur Gruppe der Patronyme (Vaternamen) und stellt eine Kurzform des altdeutschen Rufnamen „Arnold“ („arn“ + „walt“, „Adler“ + „Gewalt“), dar. Die große Zahl der Ableitungen von „Arnold“ spiegelt die große Beliebtheit dieses Namen im Mittelalte...mehr

07.01.2010


Benannt nach „gewaltigem Heer“

Wolters: Der Familienname „Wolters“ gehört zur Gruppe der Patronyme (Vaternamen) und geht zurück auf den altdeutschen Rufnamen „Walther“. Dieser Name, zusammengesetzt aus „walt + heri“ („Gewalt, Macht“ + „Heer“), war zur Zeit der Familiennamenentstehung ein verbreiteter Rufname. Varianten des Namens...mehr

30.12.2009


Nachfahren eines Meinharts

Menke: Der Familienname „Menke“ gehört zur Gruppe der Patronyme (Vaternamen) und geht über die Zwischenform „Meinecke“ zurück auf den alten deutschen Rufnamen „Meinhard(t)“. „Mein-hart“, zusammengesetzt aus den alt- bzw. mittelhochdeutschen Begriffen „magan/megin“ („Kraft, Stärke“) und „harti“ („har...mehr

02.12.2009


Krämer bot „Kram“ zum Verkauf

Cremers: Der Familienname „Cremers“ gehört zur Gruppe der Berufsübernamen und geht zurück auf das mittelhoch- bzw. niederdeutsche Wort „kramer, kremer“ in der Bedeutung „Kleinhändler, Krämer“; er bot also seinen „Kram“ (Lebensmittel, Gebäck, Obst, Gewürze usw.) in einer Krambude oder in einem Verkau...mehr

13.11.2009


„Pöttering“ war eine Art Töpfer

Pöttering: Der Familienname „Pöttering“ gehört zur Gruppe der Berufsübernamen und lässt sich über Zwischenformen auf das mittelniederdeutsche Wort „pot/put“, in der Bedeutung „rundlich-bauchiges Gefäß, Topf, Krug“ zurückführen. Der „Pöttering“ oder auch „Pötker“ war also ein Handwerker, ähnlich eine...mehr

12.11.2009


Nachfahren des Liutger

Lögering: Der Familienname „Lögering“ gehört zur Gruppe der Patronyme (Vaternamen) und geht über die Vorform „Löger/ Lüger“ zurück auf den alten deutschen Rufnamen Liutger (altdeutsch „liut“ + „ger“ - „Volk, Leute, Menschen“ + „Speer“). Die patronymische Bildung auf „-ing“ bzw. „-ink“ ist ein typisc...mehr

12.09.2009


Wohnstätte an Tor oder Pforte

Partmann:

Der Familienname Partmann gehört zur Gruppe der Hof- und Wohnstättennamen und geht über die Varianten Paertmann und Portmann zurück auf das Mittelniederdeutsche „ter porten / to der porte“ in der Bedeutung „Pforte, Tor, Stadttor“. Der Namensbestandteil „ter“, auch „tor“ („zu der“), findet sich in vi...mehr