Seit anderthalb Jahren stellen die GN in loser Folge Denkmäler und Kulturstätten in der Obergrafschaft vor. Heute endet die Serie „Stumme Zeugen“ mit einem Blick in den äußersten Südosten der Grafschaft. Am kommenden Dienstag erscheint die komplette Serie als GN-Buch.
hl/sb Ohne. Wer abschalten will vom Stress des Alltags, der findet in Ohne im äußersten Süden der Grafschaft Frieden und sprichwörtlich himmlische Ruhe. „Gods Ohne“ wird dieses Dorf bis heute genannt, und der Grund für diese Bezeichnung ist nicht zu übersehen: Die evangelisch-reformierte Kirche mit ihrem berühmten Taufstein dominiert den idyllischen Dorfkern und spiegelt den Charakter des gesamten Ortes wider. Bei einem Spaziergang um die Mittagszeit durch die malerischen Straßen und Gassen des
hl/sb Bardel. Hierher verirrt sich kaum jemand. Nur Ortskundige finden den Weg zu den zwei kleinen, von Menschenhand errichteten Grotten nahe Kloster Bardel. Vermutlich haben die Patres diese Plätze genau deshalb ausgewählt: Um in dem – mittlerweile unter Naturschutz stehenden – Wacholderhain Orte der Ruhe, der Besinnung und der stillen Einkehr zu schaffen.
In den 1930er Jahren diente die Josefsgrotte ebenso wie die ungefähr 400 Schritte entfernte Mariengrotte als Station bei den jährlichen Proz
hl/sb Bad Bentheim. Waidwund geschossene Hirsche sollen Menschen auf die Heilkraft eines sumpfigen und stinkenden Wasserlochs im Bentheimer Wald aufmerksam gemacht haben. So erzählt es zumindest eine alte Sage. Nach dem Vorbild der Tiere nutzte ein arg leidender Knecht des Grafen den übel riechenden Pfuhl – und wurde tatsächlich nach mehrfacher Anwendung von seinem Zipperlein geheilt. Wer immer sie auch entdeckt haben mag: Die Schwefelquelle ist der Ursprung des Bentheimer Kurbades.
Tatsache ist
hl/sb Schüttorf. Weit vor dem Winde-Stadttor, östlich vom „Schüttorfer Feld“, dem heutigen Industriegebiet, stand früher eine Mühle. Vielen Menschen in der Region ist sie als „Schümers Mühle“ ein Begriff. Ein Straßenname im emsländischen Salzbergen erinnert bis heute an die Holländer-Windmühle, obwohl sie schon seit mehr als 100 Jahren nicht mehr dort steht.
Die Altsiedlung „Schümersmühle“ lag zwar nicht auf Schüttorfer Gebiet, grenzte aber unmittelbar an und hatte engste wirtschaftliche und kul
hl/sb Bad Bentheim. In einer Grafschaft regierte ein Graf – ganz so einfach ist das nicht. Der Landesherr war keineswegs der unumschränkte Herrscher in seinen Territorien. Er stand vielmehr an der Spitze einer Gesellschaftsordnung, die auch den Ebenen unter ihm gewisse, wenn auch eng begrenzte Mitspracherechte gewährte. Dieses System wird Ständeordnung genannt: Den ersten Stand bildete der Klerus, also die Gruppe aller Geistlichen; im zweiten Stand wurde der Adel zusammengefasst; und zum dritten
hl/sb Schüttorf. Es ist eine schaurige Geschichte, die man sich über „Richters Bült“ nahe den Bahngleisen zwischen Bad Bentheim und Quendorf erzählt. An diesem unscheinbaren Platz (ein „Bült“ ist eine hügelförmige Erhöhung) soll ein Mann in der letzten öffentlichen Hinrichtung auf dem Gebiet der Grafschaft Bentheim geköpft worden sein. Der Delinquent selbst, so heißt es, habe zuvor einen Raubmord begangen.
Solche Erzählungen werden gerne ausgeschmückt und mit Sagenhaftem vermengt. So entstehen
hl/sb Bad Bentheim. Hin und wieder hören Stadtführer in Bad Bentheim noch von älteren Bürgern die Frage: „Was ist eigentlich aus dem Schlageter-Denkmal geworden?“ Dieses Denkmal stand früher halb verborgen am Rande eines kleines Wäldchens – dort, wo heute die Bundesstraße 403 unter der Bahnlinie hindurch führt. Dass es verschwunden ist, ist leicht zu verschmerzen: Junge Leute wissen mit dem Namen Albert Leo Schlageter längst nichts mehr anzufangen, und dass das Denkmal ein erhaltenswertes Kunstw
hl/sb Bad Bentheim. Geht es um Baudenkmäler in Bad Bentheim, dann thront die mächtige Burg über allem. Andere „stumme Zeugen“ der Vergangenheit geraten da leicht ins Abseits, stehen im wahrsten Sinne des Wortes im Schatten der Burganlage. Dabei gibt es au
Geht es um Baudenkmäler in Bad Bentheim, dann thront die mächtige Burg über allem. Andere „stumme Zeugen“ der Vergangenheit geraten da leicht ins Abseits, stehen im wahrsten Sinne des Wortes im Schatten der Burganlage. Dabei gibt es auch im unmittelbaren Umfeld wahre „Juwelen“ der Heimatgeschichte zu entdecken.
Unterhalb der Kronenburg und des Heidentempels zum Beispiel befinden sich die bizarren natürlichen Sandsteinformationen mit dem Drususfelsen. Dieser mächtige Stein – einer alten Sage nac
hl/sb Bad Bentheim. „Hier ruhen sie endlich aus, die Ahasvere, von Ost bis West, von Süd nach Nord gejagt! Das Staub zu Staub in Frieden wiederkehre, das doch ward hier dem Juden nicht versagt!“ Diese Zeilen schrieb 1902 ein Dichter beim Besuch des alten Judenfriedhofs in Bentheim. Was der Autor damals nicht ahnen konnte: Auch nach dem Tod war den „Ahasveren“, den zur ewigen Wanderschaft verurteilten Juden, in Bad Bentheim lange keine Ruhe und kein Frieden vergönnt. Die Jagd ging weiter, fand au
hl/sb Bad Bentheim. „Altes Amtsgericht“ – unter diesem Namen ist das Gebäude an der Schüttorfer Straße 10 in Bad Bentheim allgemein bekannt. Was kaum jemand weiß: Genau genommen handelte es sich hier nicht um das alte, sondern um das neue Amtsgericht in der Stadt. Infolge der verfassungsgebenden Versammlung 1848 in der Frankfurter Paulskirche begann in Deutschland der Aufbau einer unabhängigen Gerichtsbarkeit. Auf dieser Basis wurde auch Bentheim Sitz eines Amtsgerichts. Vermutlich seit 1857 res
hl/sb Gildehaus. Um das Jahr 1980 sollte das Eisenbahn-Stellwerk in Waldseite abgerissen werden. Aber dann blieb es doch erhalten – im Gegensatz zum damals nahe gelegenen DB-Bahnhof Gildehaus. Gerade noch rechtzeitig vor dem Anrollen der Bagger übernahmen engagierte Bürger das historische Kleinod an der Waldseiter Straße von der Bundesbahn. Sie haben es seitdem behütet, liebevoll restauriert – und so die Weichen für seinen Erhalt gestellt.
Das ehemalige Stellwerk 16 im Ortsteil Gildehaus-Waldsei
hl/sb Bad Bentheim. Der Stein ist nicht prunkvoll oder publikumswirksam, wirkt eher zurückhaltend und fordert zum stillen Gedenken auf. Fast versteckt befindet sich diese Erinnerungsstätte im Zentrum Alt-Bentheims, nur wenige Schritte abseits der Einkaufsstraße. In der früheren Poststiege, einer einzigartigen steilen Gasse hinauf Richtung Herrenberg, steht ein Block aus Bentheimer Sandstein mit einer eingemeißelten, nachdenklich stimmenden Darstellung von außerordentlicher Symbolkraft. Er erinne
hl/sb Samern. „Hier stand einst eine 2000 bis 3000 Jahre alte, mächtige Eiche. Der Baum hatte den Umfang von etwa elf Metern und einen Durchmesser von etwa drei Metern.“ So steht es auf einer Hinweistafel am früheren Standort des Rabenbaums im Samerott. Der Sage nach war diese stolze Eiche ein Naturtempel der Germanen, der den Raben Wodans, auch als Odin bekannt, geweiht war. Rechts und links des Germanengottes saßen die beiden Raben Hugin und Munin, alte Sinnbilder von Klugheit und Geist, die i
Fährt man auf dem Ohner Diek von Bad Bentheim in Richtung Ohne, dann passiert man in Suddendorf knapp einen Kilometer östlich der Autobahn 31 eine Sandsteinbrücke. Manchmal wird diese Passage als Napoleonbrücke bezeichnet – eine Verwechslung mit einer ebenfalls aus Bentheimer Sandstein gebauten Brücke mit Tonnengewölbe im Samerott.
hl/sb Suddendorf. Am Ohner Diek dagegen handelt es sich um eine Rundbogenbrücke über die Eileringsbecke am ehemaligen Forsthaus, das heute privat genutzt wird. Dass sich sowohl diese Hofstelle als auch die Brücke einst im Besitz der Grafen befand, ist nahe liegend. Das Anwesen wurde oft als „Versorgung“, also sozusagen als Rententeil, für die Grafenwitwe genutzt. Schon im 16. Jahrhundert übertrug der Graf seiner Ehefrau das Gut Eileringh, um im Falle seines Todes ihre ausreichende Versorgung sic
hl/sb Schüttorf. Pflegeheim, Pflegeversicherung – das sind keine Erfindungen unserer Zeit. Schon vor mehr als 630 Jahren gab es in Schüttorf nachweislich eine Einrichtung mit dem Zweck, die Versorgung Notleidender und Hilfsbedürftiger zu gewährleisten: die Heilige-Geist-Stiftung.
Der älteste Nachweis datiert vom 15. Juli 1379. Damals befreiten der Bentheimer Graf und die Stadt Schüttorf „eine Stätte, genannt Bullikes erve, vor der Windepforte und alles was darauf gebaut ist, von allen Dienstleis
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Kommentare
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@ Indy: Muss dich leider enttäuschen. Ich komme aus der Niedergrafschaft. Aber auch die Niedergrafschafter haben manchmal Humor.
In meinem Leb
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@volki volk: Nehmen Sie sich manchen Kommentar nicht zu sehr zu Herzen!
Lachen sie darüber – hilft absolut.
Dass (auch) gerade ich ge
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@ Diplomingenieur Klappköttel: Es geht doch nichts über Darwin…;)
Sind Sie Bookholter? Ihr Humor ist sehr kompatibel zu dem meinigen…
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Ab Juni liefert die Sonne „grünen Strom“
@ Rex: Auja. Starke Idee. :-)
Wir fangen mit dem Energiespeichern mit den Batterien an. Quasi zur Einstimmung. Wenn die dann verbraucht sind, s
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@ volki: Hey Sie Sicherheitsfanatiker! Das Ding ist durch den TÜV abgenommen. Und die sind eher fürs Korinthenkacken bekannt und nicht für Nachläs
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