Grafschafter in aller Welt

Was ist aus ihnen geworden?

 

Viele Grafschafter hat es im Laufe ihres Lebens in die weite Welt verschlagen. Geboren und aufgewachsen irgendwo zwischen Ohne und Emlichheim, haben sie die Grafschaft Bentheim später verlassen - sei es aus beruflichen, privaten oder religiösen Gründen, sei es in eine Stadt in der Nachbarschaft oder auf einen ganz anderen Kontinent. Die GN spüren in einer Artikel-Serie diesen Menschen nach. In lockerer Folge stellt die Redaktion "Grafschafter in aller Welt" vor und fragt nach, was aus ihnen geworden ist.

Sind auch Sie ein "Grafschafter in aller Welt"? Dann erzählen Sie uns Ihre Geschichte. Melden Sie sich per E-Mail an burkert@gn-online.de oder schicken Sie uns einen Brief oder ein Fax.


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Grafschafter Nachrichten
Redaktion
Steffen Burkert
Coesfelder Hof 2
48527 Nordhorn

 

07.05.2010

Mit Delfinen auf Du und Du

Schüttorferin Maike Schulte lebt und arbeitet auf den niederländischen Antillen

Die 28-Jährige ist durch ihren Beruf als Logopädin (Sprachtherapeutin) in die niederländische Überseeprovinz vor der Küste Venezuelas gekommen. Im „Curacao Dolphin Therapy and Research Center“, kurz CDTC, gehört sie zu einem Team von Therapeuten. Obwohl sie das ständige Draußensein auf der tropischen Insel genießt, denkt sie bereits über ihre nächste Lebensstation nach.

Von Daniel Klause - Schüttorf/Willemstad. Maike Schultes Kollegen heißen „Mateo“, „Papito“, „Li-Na“, „Chabelita“ und „GeeGee“ und gehören zur Gattung der Zahnwale. An ihrem gemeinsamen Arbeitsplatz auf der niederländischen Antilleninsel Curacao sind jedoch nicht die Jagdkünste der Delfine, sondern deren Einfühlungsvermögen gefragt. Besonders eng arbeitet Maike Schulte mit „GeeGee“ zusammen, dem ältesten der Delfine.

Die sympathischen Meeressäuger und die 28-jährige Obergrafschafterin gehören zum

20.08.2009

„Wir können ihnen Hoffnung geben"

Lianne Schüürmann aus Emlichheim hat in Kenia Entwicklungshilfe geleistet

Die Rückkehr in die Grafschaft ist Lianne Schüürmann schwer gefallen: Die 19-Jährige hat elf Monate lang in Nairobi als Kurzzeit-Missionarin Entwicklungshilfe geleistet. „Mein Herz und meine Gedanken sind in Kenia“, sagt die Emlichheimerin.

Von Andre Berends - Emlichheim. „Habari gani? Ninaitwa Lianne. Nimetoka Ujerumani. Niko na miaka kumi na nane. Ninafurahi kukutana na nyinyi hapa leo!“ Das ist Suaheli, wird in Ostafrika gesprochen und heißt: „Hallo, na wie geht’s? Ich heiße Lianne. Ich komme aus Deutschland. Ich bin 18 Jahre alt. Ich freue mich, euch hier zu begegnen!“ Mit diesem – sicherlich noch etwas holperig ausgesprochenen – Satz hat sich Lianne Schüürmann im September 2008 einer Grundschulklasse in Kenias Hauptstadt Nairo

16.05.2009

Eine Pionierin im Land der Pioniere

Maike Brill aus Laar lebt seit zehn Jahren in der australischen Hauptstadt Canberra

Die 44-Jährige folgte ihrem Lebensgefährten Robert Soh auf den fünften Kontinent. Der Chemiker forscht an der Universität in Canberra. Maike Brill hat eine Praxis als Physiotherapeutin, tritt als Sängerin auf und trainiert die Stimmen von Schauspielern, Rednern und anderen Sängern. Mindestens einmal im Jahr ist sie in Deutschland zu Besuch.

Von Daniel Klause - Laar/Canberra. Maike Brill liebt die Freiheit. „Es hat mich schon immer in die Welt hinaus gezogen“, sagt sie. Das größte Geschenk, dass ihre Eltern ihr gemacht hätten, sei daher gewesen, ihr die Freiheit zu lassen. Und die gebürtige Niedergrafschafterin hat diese Freiheit genutzt. Noch nicht nach dem Abitur 1984 in Neuenhaus. Damals hat sie zunächst einen Beruf gelernt. Von 1984 bis 1986 besuchte sie die Physiotherapieschule in Meppen. Doch als sie wenig später „jemanden bei

29.12.2008

Aus dem TV-Studio in Kenias Busch

Nordhorner Klaus Wilken eröffnete luxuriöses Safari-Camp in der Masai Mara

25 Jahre lang hat der Grafschafter als Journalist gearbeitet, zum Teil in leitenden Positionen bei Fernsehsendern. Dann stieg er aus. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Michaela, einer ehemaligen TV-Moderatorin, betreibt er jetzt ein Safari-Camp in Kenia.

Von Steffen Burkert - Nordhorn. „In engen Windungen schlängelt sich der Mara River durch die Masai Mara. Am linken Ufer trottet eine Herde Gnus mit hängenden Köpfen grasend durch die Steppe. Hin und wieder hebt eines der Tiere abrupt den Kopf, um zu horchen, ob die Herde noch sicher ist und nicht zum gefundenen Fressen für Löwen oder Geparden wird, die ihnen hier gerne auflauern. Zwei junge Zebras tollen in der warmen Mittagssonne und messen ihre Kräfte.“ So beschreibt Klaus Wilken den Ausblick

30.09.2008

Kirchenbauer am Kap

Heinz von Delft wird heute 100 Jahre alt

Geboren und aufgewachsen ist er in Schüttorf. Den größten Teil seines langen Lebens jedoch verbrachte Heinz von Delft in Südafrika. Dort war er als Pastor tätig und viele Jahrzehnte auch als Präses der lutherischen Kirche am Kap.

Von Steffen Burkert - Bad Bentheim. „Kirchbau am Kap“ hat Heinz von Delft seine Memoiren überschrieben. Gemeint ist mit Kirchbau ganz wörtlich das Errichten von Gotteshäusern und auch das lange Ringen um den Aufbau einer einigen lutherischen Kirche in Südafrika. In seinem Verständnis bedeutet Kirchbau jedoch vor allem die Arbeit an den Grundlagen der Gemeinde: die Seelsorge, die sonntägliche Predigt, das „eigentliche Bauen am Reich Gottes“. Heinz von Delft verstand sich immer zunächst als Gemein

17.06.2008

Zwei Koffer voller Lebenserfahrung

Aus Geert-Jan wurde Gerry – und aus einem Bauernjungen ein erfolgreicher Mann

Als Jugendlicher verließ Gerry Segger den Bauernhof seiner Eltern in Gölenkamp und wanderte mit nur einem Koffer in der Hand nach Kanada aus. Genau 50 Jahre später ist er ein überaus erfolgreicher Geschäftsmann. Vor allem aber ist er reich an Lebenserfahr

Von Steffen Burkert - Gölenkamp. Geboren wurde er als Geert-Jan Segger. „Aber seit 50 Jahren nennt mich jeder Gerry“, sagt der Gölenkamper, der längst ein Kanadier geworden ist. Als 17-Jähriger verließ er 1958 den elterlichen Hof in der Niedergrafschaft und folgte seinem Bruder Heinrich („Henry“) über den großen Teich. Der war schon fünf Monate vorher nach Edmonton in der kanadischen Provinz Alberta ausgewandert.

„Mit einem Koffer bin ich losgezogen. Heute habe ich zwei“, fasst Gerry Segger sein

09.05.2008

Zum Rechnen ausgerechnet nach Kanada

Fremdsprachen waren nie seine Stärke  trotzdem machte Thomas Hillen Karriere im Ausland

Der Bad Bentheimer erstellt mathematische Modelle zur Ausbreitung von Krebstumoren ebenso wie von Waldbränden. Biomathematik nennt sich das Fach, in dem Thomas Hillen als Professor im kanadischen Edmonton sehr erfolgreich lehrt und forscht.

Von Steffen Burkert - Bad Bentheim. „Während meiner Zeit am Gymnasium in Bardel war schnell klar, dass ich eigentlich nur Mathe gut kann", erinnert sich Thomas Hillen an seine Schulzeit. „Mit den Geisteswissenschaften und Sprachen hatte ich so meine Probleme. Ich musste sogar meiner Englischlehrerin versprechen, dass ich nach dem Abi nie mehr etwas mit Englisch zu tun haben werde. Dieses Versprechen konnte ich nicht einhalten." Allerdings: Thomas Hillen wurde zwar Professor für Mathematik  jedo

16.02.2008

Jurist aus Bad Bentheim wird Kanzler

Dr. Michael Hinz in die Leitung der Universität Erfurt gewählt

Sein Vater leitete einst das Burggymnasium in Bad Bentheim, der Sohn rückt nun in die Verwaltungsspitze der Universität Erfurt vor: Dr. Michael Hinz ist am Mittwoch vom Senat der Hochschule zu deren Kanzler gewählt worden.

Von Steffen Burkert - Bad Bentheim/Erfurt. Als Michael Hinz 1984 sein Abitur in Bad Bentheim ablegte, da wollte er eigentlich Geschichte und Politik studieren. Doch nach seinem Wehrdienst entschied er sich für Jura. „Überzeugt haben mich die vielfältigen Möglichkeiten, die man mit einer juristischen Ausbildung auch außerhalb klassischer Juristenberufe hat", erinnert sich der heute 41-Jährige. Und genau diese Möglichkeiten hat er seitdem genutzt. Der promovierte Verwaltungsjurist gehört ab April

09.08.2007

Blauer Himmel über grauem Alltag

Die Schüttorfer Pastorin Frauke Laaser lebt und arbeitet für vier Monate in Südafrika

Die 32-Jährige ist zu Gast in der Schüttorfer Partnergemeinde Lavender Hill, einem Township in Kapstadt. Dort bildet sie sich fort, leistet aber auch Aufbauhilfe für die südafrikanischen Christen, die die Folgen der Apartheid überwinden und zugleich die H

Schüttorf. Eigentlich hat Frauke Laaser in Schüttorf genug zu tun. Gemeinsam mit drei Kollegen versieht die Pastorin hier den Pfarrdienst in der evangelisch-reformierten Gemeinde. Und das ist ein wahrlich vielfältiger Job: "Ich predige, feiere Gottesdienste und halte Konfirmandenunterricht", zählt sie auf, "begleite Sterbende, besuche Kranke und Geburtstagskinder über 80, beerdige, traue, taufe, feiere Abendmahl, halte Bibelstunden. Außerdem bin ich für die beiden kirchlichen Kindergärten Mauers

03.08.2007

Knödel halb und halb in Afrika

Jörg Klinner lehrt und erforscht die deutsche Sprache in Namibia

Der 29-jährige Nordhorner lebt und arbeitet seit einem halben Jahr in Windhuk. In der früheren Kolonie Deutsch-Südwestafrika haben sich viele deutsche Traditionen erhalten. Und durch die Perspektive von Außen entdeckt Jörg Klinner auch seine eigene Kultur

Nordhorn. Es ist Winter in Windhuk. Aber es ist ein Winter, den mancher Grafschafter zurzeit gerne als Sommer hätte. "Mit winterlichen 24-Grad-Grüßen" meldete sich Jörg Klinner kürzlich aus der Hauptstadt Namibias in einer E-Mail bei den GN. Der Nordhorner lebt zurzeit in dem afrikanischen Land. 11000 Kilometer von Deutschland entfernt lehrt und erforscht der 29-Jährige die deutsche Sprache.

Dass es Jörg Klinner einmal nach Afrika verschlagen würde, war nicht zu erwarten. Nach Abitur und Zivildi

07.04.2007

Überfliegerin verleiht Kindern Flügel

Nordhornerin gründete Vorschule in Südafrika

Als Lufthansa-Managerin ist Birgit Thümecke Chefin von 320 Mitarbeitern eines Service-Centers. In Kapstadt fühlt sich die 41-Jährige privilegiert  und engagiert sich deshalb für Kinder in einem der ärmsten Vororte.

Kapstadt/Nordhorn. Sie selbst bezeichnet sich nicht als Karrierefrau, andere aber nennen sie eine Überfliegerin: Birgit Thümecke leitet für die Lufthansa als Geschäftsführerin das Service-Center in Kapstadt. Mit knapp 100 Mitarbeitern fing die Nordhornerin dort vor vier Jahren an, inzwischen ist sie die Chefin von 320 Angestellten. Die bedienen von Südafrika aus Kunden im eigenen Land, aber auch in Deutschland, den USA, Israel, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und der Schweiz  und zwar jew

12.03.2007

Ruhestand in "Gottes Land"

Wolfgang Heise machte Karriere  erst als Zehnkämpfer, dann bei Bayer

Bei älteren Grafschafter Leichtathleten hat sein Name bis heute einen guten Klang: Wolfgang Heise war in den 1960er Jahren einer der besten deutschen Zehnkämpfer. Nach dem frühen Ende seiner Sportlerkarriere begann für ihn ein ganz neuer Lebensabschnitt:

Nordhorn. Geboren wurde Wolfgang Heise in Görlitz, doch der Zweite Weltkrieg verpflanzte ihn  wie so viele Deutsche damals  nach Westen. Sein Vater ließ sich aus der Kriegsgefangenschaft in Amerika nach Nordhorn entlassen, weil hier seine Schwester wohnte. 1946 folgten ihm Wolfgang und seine Mutter.

Als Mittelschüler entdeckte der Junge seine Liebe zum Sport. Zunächst konzentrierte er sich auf den Fußball: Als A-Jugend-Torwart des VfL Weiße Elf wurde er in die Niedersächsische und in die Nordd

08.01.2007

Erfolgreich in der Luft hängen

Bentheimerin ist Weltklasse im Gleitschirmfliegen

An einem Stück Stoff fast 5000 Meter über der Erde durch die Luft gleiten: Diesen Traum hat sich Anja Kroll erfüllt. Die 43-Jährige fliegt erfolgreich in der Schweizer Nationalmannschaft.

Bad Bentheim. Anja Kroll wollte immer schon hoch hinaus. Das hat sie wohl von ihrem Vater, einem begeisterten Hobbypiloten. Der flog in Konstanz in einer einmotorigen Maschine Touristen über dem Bodensee umher. Und wenn ein Platz frei war, kletterte das kleine Mädchen häufig mit an Bord. Doch als Anjas Familie 1976 nach Bad Bentheim zieht, wo ihr Vater seinen Dienst als Saalmanager in der neuen Spielbank antritt, da verblasst für sie erst einmal der Traum vom Fliegen. Der nächste Flugplatz ist z

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