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Wohlklang, Klamauk und ernste Töne in Schüttorf

, Klamauk und ernste Töne in Schüttorf
„Stenzel und Kivits“ begeisterten mit ihrer Comedy. Foto: Wohlrab

Auf dem Neujahrsempfang der Samtgemeinde in der Oberschule in Schüttorf wurden Fakten und Wünsche der Gemeindevertreter mit Kultur zusammen präsentiert. Zahlreiche Bürger und Vertreter von Vereinen waren dazu gekommen.

Schüttorf. Rückblick und Ausblick beim Neujahrsempfang in Schüttorf: Manfred Windhaus als Bürgermeister der Samtgemeinde und Thomas Hamerlik als Bürgermeister der Stadt verbanden in ihren Reden die Sorgen und Nöte der Bürger in der Bewältigung der Flüchtlingsströme im vergangenen Jahr, aber auch die Erfolge. „2015 war ein sehr intensives, aber auch sehr erfolgreiches Jahr“, lobte Windhaus. Als Rekord bezeichnete er die Einnahmen von 7,1 Millionen Euro Gewerbesteuer in 2015. Das bedeute für die Samtgemeinde ein Plus von 720.000.

„Wir können nicht ermessen, welche Odyssee die Schutzsuchenden erlebt haben, welchen Gefahren, Leid und Elend sie ausgesetzt waren“, so Manfred Windhaus zum Flüchtlingsthema. Gegenseitige Achtung und Integrationswille forderte er von beiden Seiten. „Allein die Unterbringung der Schutzsuchenden stellt uns vor enorme Herausforderungen“, erklärte der Rathauschef. Deshalb bat er um Unterstützung der Bürger und der Wirtschaft auch in 2016. „Schüttorf wird vielfältiger“, ergänzte Windhaus. Neue „Handlungsschwerpunkte“ in der Unterbringung und Integration der Flüchtlinge müssten in den nächsten Monaten gesetzt werden. Deshalb forderte er neue Baugebiete, die Möglichkeit, auf private Leerstände zurückgreifen zu können, und den Bau von mehrgeschossigen Gebäuden zur Schaffung von Wohnraum.

Bildergalerie

Neujahrsempfang in Schüttorf

Die „Angst vor dem globalen Terrorismus“ und der „Zustrom von Flüchtlingen“ seien heute der Grund für das Stimmungstief in der Bevölkerung, so Hamerlik. „Wir dürfen – und wir werden – uns von Terroristen nicht vorschreiben lassen, wie wir zu leben haben“, betonte er.

Weitere Flüchtlinge

Rund 200 Asylsuchende wurden in 2015 in Schüttorf untergebracht. Bis Ende März werden weitere 191 Flüchtlinge erwartet. Bisher konnte vermieden werden, auf die Sporthalle am Süsteresch als Ort der Unterbringung zurückzugreifen. „Wir können das nicht beliebig wiederholen“, so Hamerlik, der die Arbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen besonders lobte. Eine Verbesserung der Lage sehe er in der Verringerung des Zustroms durch Bekämpfung der Fluchtursachen und in der stärkeren Unterstützung der Gemeinden durch Bund und Länder. Genauso wichtig seien die frühe Integration und der Erhalt der Akzeptanz in der Bevölkerung. „Wer sich an Frauen vergreift, muss bestraft werden! Und wer unsere Gastfreundschaft missbraucht, den müssen wir ausweisen“, markierte Hamerlik seine Forderungen.

In den Redepausen hatte das Duo „Tonen“ der Musik Akademie Obergrafschaft mit Pieternele Pirenne (Violine) und Thea van der Meer (Gitarre) bereits für Ablenkung gesorgt.

Ein immer wieder lachendes Publikum war der Lohn für den Auftritt des Duos „Stenzel und Kivits“. Tiny van den Eijnden (Stenzel) als Sänger und Wilbert Kivits (Kivits) am Piano sind ausgebildete Musiker. Doch das verstecken sie hinter einer Komik, die ein bisschen an Laurel und Hardy erinnert. Konstruktionen Marke Eigenbau tanzen im Takt der Musik auf dem Flügel, fahren Notenständer rauf und runter oder lassen gut gemeinte Töne à la Kontrabass erklingen. Ungewöhnliche Haltungen beim Bearbeiten der Instrumente haben dennoch ungewöhnlich gute Klänge zur Folge, die an Werke von Mozart, Puccini oder Ravel anknüpfen. Ihr 90-minütiger Auftritt war die wohlverdiente Entspannung nach den vielen Zahlen und ernsten Fakten. Auch dafür gab es reichlich Applaus.

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