Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
 rating rating rating rating rating

Wiederbelebung: Im Notfall ohne Scheu helfen

ebung: Im Notfall ohne Scheu helfen
Zur „Woche der Wiederbelebung“ haben die Schüler des zehnten Jahrgangs im Lise-Meitner-Gymnasium Neuenhaus am Donnerstag die Herzdruckmassage geübt.

Gymnasiasten aus Neuenhaus haben am Donnerstag gelernt, wie sie einen Menschen, der einen Herzstillstand erlitten hat, wiederbeleben. Das Training war Teil einer Aktionswoche des DRK und der Gesundheitsregion Euregio.

Neuenhaus. Laute Popmusik dröhnt aus den Boxen in der Aula des Lise-Meitner-Gymnasiums in Neuenhaus, mehrere Schüler bewegen sich im Takt dazu: Was klingen mag wie ein Aerobic-Kursus, ist in Wahrheit eine mitunter lebensrettende Trainingseinheit. Anlässlich der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ hat das Deutsche Rote Kreuz zusammen mit der Gesundheitsregion Euregio am Donnerstag sämtliche Schüler des zehnten Jahrgangs in der Herzwiederbelebung geschult. Dabei ist Rhythmusgefühl gefragt. Zu den Klängen des „Bee Gees“-Schlagers „Stayin’ Alive“ drücken die Jugendlichen auf den Brustkorb der Übungspuppen – im besten Fall 100 Mal pro Minute.

Hintergrund der „Woche der Wiederbelebung“ ist die Tatsache, dass bei einem Herzstillstand in Deutschland in nur rund 15 Prozent der Fälle Ersthelfer mit der Wiederbelebung beginnen. Doch gerade die ersten Minuten sind entscheidend: Durch den fehlenden Sauerstoff können schon nach kurzer Zeit schwerwiegende Hirnschäden auftreten. Auch wenn der Rettungsdienst zügig eintrifft, kann es dann bereits zu spät sein.

Dem Team um Notarzt Dr. Andreas Bongartz und DRK-Ausbilder Christoph Hehsling geht es deshalb in erster Linie darum, Hemmungen abzubauen und Mut zu machen, damit im Notfall sofort eingegriffen wird. Hehsling ist vom Engagement der Jugendlichen beeindruckt. Alle beherrschen rasch die Technik, drücken mit durchgestreckten Armen aus der Schulter heraus den Brustkorb der Puppe rund fünf Zentimeter ein. „Es geht nicht darum, es perfekt zu machen. Hauptsache, das Blut zirkuliert“, sagt der Rotkreuzler. Die Experten sind überzeugt: Jede Hilfe ist besser als gar keine, man kann es nur richtig machen.

Unterstützt werden die medizinischen Fachkräfte von freiwilligen Helfern der Schulsanitätsgruppe, die erst Anfang des Jahres unter der Leitung von Lehrerin Maike Esmann ihren Dienst aufgenommen haben. Mit ihren Jugendrotkreuz-Shirts gehen die Schulsanitäter umher und leisten Hilfestellung. Für sie stand bereits am Dienstag eine besondere Exkursion an. Ebenfalls mit Blick auf die „Woche der Wiederbelebung“ durften sie die Rettungsleitstelle in Nordhorn, die Notaufnahme der Euregio-Klinik und die Ausstattung eines Rettungswagens kennenlernen. Als dritte Aktion haben das DRK und die Gesundheitsregion am Mittwoch eine Blutspendeaktion samt Typisierung im NINO-Hochbau veranstaltet.

Das Motto der bundesweiten Aktionswoche lautet übrigens schlichtweg „Prüfen, Rufen, Drücken“, also zunächst den Zustand – insbesondere die Atmung – des Patienten überprüfen, dann unter Notruf 112 den Rettungsdienst rufen und schließlich mit der Herzdruckmassage beginnen. Auf eine Mund-zu-Mund-Beatmung kann sogar zunächst verzichtet werden.

Weitere Informationen und Tipps zur Ersten Hilfe gibt es im Internet unter www.einlebenretten.de.

Video

Wiederbelebungswoche sensibilisiert für Erste Hilfe
Neuenhaus: Am Lise Meitner Gymnasium in Neuenhaus wurde im Rahmen der Wiederbelebungswoche die Herz-Lungen-Reanimation eingeübt. So soll die Hemmschwelle genommen werden, in einer Notsituation zu helfen.

Karte

Diesen Artikel

bewerten

rating rating rating rating rating

weitersagen

  • Twitter
  • Facebook
Artikel versenden

sichern

Drucken

empfehlen

Die Meinung unserer Leser

0 Leserkommentare


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Mehr aus diesem Ressort

GN-Kinderseite: Auf zwei Rädern durch den Wald

seite: Auf zwei Rädern durch den Wald

Wenn Leon (13), Ole (9) und Casper (10) auf ihren Rädern durch die Natur fahren, ist Action garantiert. Die Jungen aus Georgsdorf fahren mit ihrer Mountainbike-Gruppe nach Holland, um dort durch die Wälder zu sausen. mehr...

Bildergalerie: Wikingertage in Uelsen

erie: Wikingertage in Uelsen

Mehr als 50 Darsteller haben am Wochenende auf dem Bronzezeithof in Uelsen bei den Wikingertagen die Zeit der Nordmänner wieder auferstehen lassen. Gezeigt wurden unter anderem alte Handwerkstechniken und Schaukämpfe. mehr...

Geburtstagsfeier auf dem „Loarschen Markt“

gsfeier auf dem „Loarschen Markt“

Der SV Grenzland Laarwald hat sein 50-jähriges Bestehen groß gefeiert. Beim „Loarschen Markt“ und Hafenfest in Laar wurde den Besuchern von der Heißluftballonfahrt bis hin zu Rundfahrten mit der Feuerwehr viel geboten. mehr...

Neueste Top-Themen
Neueste
Heute meistgelesen
Heute gelesen
Soziale Netzwerke
  • GN-Online bei Facebook
  • GN-Online bei Twitter
  • GN-online bei google plus
Umfrage

Sollten Jugendliche in Niedersachsen weiterhin ab 16 Jahren auf Kommunalebene wählen dürfen?

Auf jeden Fall! Viele junge Menschen sind in diesem Alter sehr am politischen Geschehen interessiert.
Nein, die jungen Leute kennen sich doch überhaupt nicht mit Politik aus.
Ich bin mir unsicher.
338 abgegebene Stimmen
E-Paper
  • GN-App im Apple-Store
  • GN-E-Paper als html5-Version
  • GN-App im Google-Play-Store
Jugendmagazin
Neueste