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Website soll Flüchtlingen wichtige Wege zeigen

oll Flüchtlingen wichtige Wege zeigen
Die neue Internetseite des Jugendzentrums Meppen präsentieren Jessica Wilken und Felix Münchow. Foto: Julia Mausch

Sie sind neu in einem fremden Land. Wo ist der nächste Arzt, wo ein Supermarkt? Um Flüchtlingen in Meppen zu helfen, haben ein Jugendzentrum und Gleichstellungsbeauftragte eine Website speziell für sie entwickelt.

Meppen. „Das wichtigste Werkzeug, um Flüchtlinge zu erreichen, befindet sich in ihrer Tasche“, sagt Karsten Streeck. Der Stadtjugendpfleger meint damit Smartphones. Er weiß, dass Flüchtlinge meist eines besitzen. Daher hat sein Team eine Internetseite entwickelt, die auch über das Smartphone abrufbar ist.

Gesagt, getan: Seit Montag ist die neue Internetseite „Willkommen in Meppen“ online. Kreiert, konzipiert und gestaltet in Eigenregie, ohne professionelle Hilfe. Dafür aber als Think-Big-Projekt gekennzeichnet, einem geförderten Projekt der Stadt Meppen.

Die Internetseite ist weitestgehend in einfacher Sprache gehalten. „Wir haben große Symbole benutzt, die im besten Fall selbsterklärend sind, ohne dass man die Sprache verstehen muss, um zu wissen, was sich hinter dem Feld verbirgt“, erklärt Karsten Streeck. Aber keine Sorge, die Internetseite übersetzt sich, je nach Belieben, automatisch in 40 Sprachen.

Alle Orte sind mit einer GPS-Navigation verknüpft

20 große Kacheln sind auf der Internetseite zu finden. Die Themenbereiche gliedern sich in Beratung, Essen und Einkauf, Kinderbetreuung, Freizeitangebote, Kleidung, Notruf, Finanzen oder Busverbindungen. Ein Feld nennt sich Regeln und Gebräuche. Dahinter verbergen sich Tipps für das Leben in Deutschland. Kapitel zum gesellschaftlichen Leben, der Gleichberechtigung gibt es ebenso wie zum Thema Umweltfreundlichkeit und persönliche Freiheiten, wo es heißt: „Religion wird als Privatsache angesehen, es gilt die Religionsfreiheit. Das heißt, dass man glauben darf, was man möchte [. . .]“. Nützlich ist auch der Basiswortschatz im Bereich Sprachkurse. Dieser hilft bei der ersten Verständigung in Unterkünften oder auf Ämtern.

Alle Orte sind mit einer GPS-Navigation verknüpft. Wird beispielsweise im Menüpunkt Ärzte die Adresse einer der aufgeführten Mediziner angeklickt, öffnet sich ein neues Fenster mit Google Maps. Ein Pfeil zeigt an, an welchem Standort sich der User befindet, mithilfe der Navigations-Funktion wird der Weg angezeigt, erklärt Felix Münchow.

Website ist bestens verknüpft

Die Internetseite ist mit Plattformen wie Twitter, Facebook oder Google Plus verknüpft, zusätzlich können Infos von der Seite per Mail weitergeleitet werden. „Nimmt man an einer Veranstaltung teil, kann die Veranstaltung direkt bei Facebook gepostet werden“, sagt Jessica Wilken. Sie übernimmt die Betreuung der Seite, pflegt Veranstaltungen in den Menüpunkt „Termine“ ein und berichtet im Menüpunkt „Aktuell“, welche Angebote es derzeit gibt. Karsten Streeck betont, dass es gewünscht ist, dass die User der neuen Website auch selbst Termine an die Redaktion weitergeben.

Die Internetseite bietet nicht nur Hilfe für Flüchtlinge, sondern auch weiteren Interessierten. Im letzten Themenbereich gibt es die Frage „Sie wollen helfen?“. Als Antwort gibt es Adressen vom Unterstützerkreis des Projekts.

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