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Uelsen geht optimistisch in das neue Jahr

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Prosit Neujahr! Samtgemeindebürgermeister Herbert Koers begrüßte am Sonntagmittag auf der Bühne die Countrysänger. Foto: Sebastian Hamel

Mit Neujahrskuchen, Countrysängern und Middewinterhörnern hat die Samtgemeinde Uelsen das neue Jahr begrüßt. Bei dem Empfang am Sonntagvormittag in der Oberschule informierten Bürgermeister und Landrat über die Lage.

Uelsen. „You are my sunshine“, sangen die Grafschafter Countrysänger und bildeten damit den musikalischen Auftakt zum Neujahrsempfang der Samtgemeinde Uelsen. Über manch sonnigen Moment in bewegten Zeiten wusste auch Bürgermeister Herbert Koers zu berichten, der zahlreiche Gäste im Forum der Oberschule willkommen hieß, darunter die Bürgermeister der Teilgemeinden sowie der niederländischen Partnergemeinde Tubbergen. Für die Bewirtung sorgten die A-Jugend-Fußballer der Jugendspielgemeinschaft von ASC Grün-Weiß Itterbeck und Olympia Uelsen.

Die Oberschule war denn auch der erste thematische Punkt beim Rückblick auf das Jahr 2015. Sie war durch die Zusammenlegung von Haupt- und Realschule entstanden, wofür rund 500.000 Euro in die Hand genommen wurden. Unter anderem ein neuer Verwaltungstrakt mit Lehrer- und Schulleiterzimmer prägt nun das Gebäude. Herbert Koers dankte der Schulleiterin Marianne Fischer und freute sich, dass die Realisierung des Projekts mit vereinten Kräften gelungen sei. „Wir dürfen uns mit unseren Schulen sehen lassen“, meinte der Bürgermeister.

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Vor dem gut gefüllten Forum der Oberschule gab Herbert Koers einen Ausblick auf die kommenden Monate. Foto: Sebastian Hamel

Eine große Rolle spiele auch die Feuerwehr in der Samtgemeinde. Koers berichtete über die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs „LF 10“, das sich aktuell noch auf dem Montageband befinde. „Es ist wichtig, dass den Feuerwehrleuten im Einsatz gutes Material zur Verfügung steht“, meinte er. Mit Blick auf den neuen Brandschutz-Bedarfsplan kündigte er an, zunächst die Feuerwehrhäuser in Uelsen und Wilsum auf die entsprechenden Standards überprüfen zu lassen. Er dankte allen Einsatzkräften für die ehrenamtliche Arbeit. Diese sei auch hinsichtlich anderer Bereiche ein hohes Gut – vom Seniorenbeirat bis zum Heimatverein. „So funktioniert Gesellschaft“, lobte Koers.

In gutem Kontakt stehe Uelsen mit den Nachbar-Samtgemeinden durch den Wasser- und Abwasserzweckverband sowie durch die Musikschule Niedergrafschaft. Letzterem zollte Koers großen Respekt. „Ich stehe immer hinter dieser wunderbaren Kultureinrichtung“, sagte er und sah die jährlichen Zuschüsse gut investiert.

Als neuen Ersten Samtgemeinderat begrüßte er Ludwig Epmann, der zum 1. Januar seinen Dienst in Uelsen angetreten hat. Im Zuge der Ausschreibung dieser Stelle hatte es im vergangenen Jahr Turbulenzen gegeben. Herbert Koers versprach den Gästen, gemeinsam im Rathaus „einiges auf den Weg zu bringen, wovon Sie profitieren werden“. Sein Dank galt Epmanns Vorgänger Friedrich „Max“ Veddeler. Zum 1. Februar soll zudem eine neue Sozialarbeiterin in Uelsen ihre Arbeit aufnehmen.

Am Waldbad soll ein Wohnmobilstellplatz entstehen

Erfreut zeigte sich Koers über das Projekt des Schul- und Hochzeitwalds an der Bundesstraße 403 bei der ehemaligen Kläranlage. Nach ersten Anpflanzungen durch Schüler im vergangenen Jahr ist für den kommenden 21. März – dem „Tag des Waldes“ – eine Pflanzaktion mit Jubelpaaren aus der Samtgemeinde vorgesehen. Bislang habe es schon einige Zusagen gegeben, weitere interessierte Paare, die einen Baum pflanzen möchten, können sich melden. 55 Eheschließungen gab es 2015 in der Samtgemeinde, 104 Babys erblickten das Licht der Welt und 92 Menschen sind verstorben.

Einiges getan hat sich in den einzelnen Teilgemeinden: In Uelsen erfreut sich das Baugebiet „Deepe Moate“ einer großen Beliebtheit, von den 28 Bauplätzen sind die meisten vergeben, nur noch neun Plätze sind übrig. Mit einer 72-Stunden-Aktion haben Jugendliche eine Fahrradhütte am Steenebarg errichtet. Uelsen hat eine neue Weihnachtsbeleuchtung erhalten, die in diesem Jahr weiter ergänzt werden soll. Zudem soll unweit des Waldbads ein neuer Wohnmobilstellplatz entstehen.

Beim Hof für Heimatpflege in Itterbeck freut man sich über ein neues Trauzimmer, in Wilsum stehen Erweiterungen des Gewerbegebiets und des Windparks an, und in Wielen ist die befürchtete Schließung des Grenzübergangs mit größter Wahrscheinlichkeit vom Tisch. Die Straße soll renoviert werden und einen Radweg erhalten.

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Als Gastredner konnte Herbert Koers (links) Landrat Friedrich Kethorn empfangen. Foto: Sebastian Hamel

Landrat Friedrich Kethorn ging in seinem Grußwort unter anderem auf die Freizeitpark-Pläne in Itterbeck ein. Die Voraussetzungen für den Start des Vorhabens seien erfüllt. „Pack an!“, rief er den niederländischen Investor Hennie van der Most auf.

Kethorn informierte zudem, dass das Projekt „Schutzstreifen außerorts“ auf der Kreisstraße 40 bis Mitte des Jahres verlängert und eventuell sogar ausgeweitet wird. Bezüglich der Befürchtungen, durch die geplante Umgehungsstraße bei Emlichheim könnte die B403 in Uelsen ihre Status als Bundesstraße verlieren, stellte er klar: „Von meiner Seite aus wird es keine Initiative zu einer Umwidmung geben.“

Ein bedeutendes Thema ist auch in Uelsen die aktuelle Flüchtlingssituation. 180 Menschen leben zurzeit in der Samtgemeinde, bis Ende März sollen weitere 100 hinzukommen. 640.000 Euro wurden bislang für den Ankauf von Räumen ausgegeben. Weiterhin wird Mietraum gesucht, um die dezentrale Unterbringung – derzeit in Uelsen, Itterbeck und Wilsum – weiter zu gewährleisten. „Wir müssen der Verantwortung im Sinne des christlichen Menschenbilds gerecht werden“, sagte Koers.

Angesichts der aktuellen Ereignisse während der Silvesternacht in Köln fand er deutliche Worte: „Wer den Rechtsstaat mit Füßen tritt, ist auszuweisen“, sagte er unter dem Applaus der Gäste. Der Landrat pflichtete ihm bei: Solche Menschen hätten „ihr Gastrecht verwirkt“. Kethorn sah es als Aufgabe an, eine positive Stimmung in der Bevölkerung zu erhalten. „Wenn man nicht reagiert, wird diese Stimmung umschwenken.“ Bislang gebe es allerdings „eine außerordentlich hohe Bereitschaft, den Menschen zu helfen.“

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