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Testspiel im Schatten von EM und Verletzungen

 im Schatten von EM und Verletzungen
Mit kühlenden Gelkissen behandelte Physiotherapeutin Maria-Sophie Menger den rechten Knöchel von Nicky Verjans. Foto: Westdörp

Beim 30:22-Sieg der HSG gegen Emsdetten schieden Mickal und Verjans verletzt aus. Rooba war gar nicht erst mit aufgelaufen. Der Rechtsaußen war bereits am Tag zuvor im Training der HSG umgeknickt.

Nordhorn. Das Testspiel zwischen der HSG Nordhorn-Lingen und dem TV Emsdetten lief gerade erst 15 Minuten, als die wichtigste Handball-Nachricht des Abends im Euregium die Runde machte. Am Zeitnehmertisch liefen auf einem Tablet die Bilder vom EM-Spiel zwischen Deutschland und Dänemark. Auch Jürgen Becker gehörte zu jenen, die das entscheidende Spiel um den Einzug ins Halbfinale bei dem Turnier in Polen zunächst mehr interessierte als das Vorbereitungsspiel der beiden Zweitligisten. Und als die DHB-Auswahl kurz vor Schluss den Ball eroberte, informierte der Ehrenvorsitzende der HSG die Nordhorner Bank: „Gewonnen, zwei Tore vor und Ballbesitz.“ Heiner Bültmann hatte in diesem Moment allerdings wohl anderes im Kopf, auch wenn sein Team da 9:6 führte und TVE-Trainer Daniel Kubes zu einer Auszeit zwang. Mit Nicky Verjans und Pavel Mickal schauten da schon zwei Akteure zu, die ihre Blessuren am Spielfeldrand mit Eisbeuteln kühlten. Und weil Jürgen Rooba bereits am Abend zuvor im Training umgeknickt war, spielte nach dem ersten Testspiel des Jahres das Ergebnis von 30:22 (15:14) für die Grafschafter noch weniger eine Rolle als sonst.

Schon nach sieben Minuten war Verjans vom Feld gehumpelt, nachdem er auf seinem rechten Fuß gelandet und umgeknickt war. Damit war auch der zweite Linkshänder der HSG außer Gefecht gesetzt. Rooba war gar nicht erst mit aufgelaufen, weil er sich am Dienstag beim Training erneut das Fußgelenk seines rechten Sprungbeins verletzt hatte, mit dem er vor Weihnachten schon im Spiel in Saarlouis umgeknickt war.

Mickal war wie die Feuerwehr in die Partie gestartet, hatte bis zur 5:4-Führung nach zehn Minuten alle HSG-Tore erzielt, ehe ihn Achillessehnenprobleme, die ihn schon länger plagen, in die Zuschauerolle zwangen. Zur Pause blickte Bültmann trotz einer 15:14-Führung sorgenvoll drein. „Ich hoffe, dass alle drei spätestens Anfang nächster Woche wieder trainieren können“, sagte der Trainer, der ansonsten recht zufrieden sein konnte.

Als Torschützen taten sich insbesondere Lutz Heiny (9) und Patrick Miedema (8/3) hervor. Und weil der Offensive nach der Pause weniger technische Fehler unterliefen als davor, nickte Bültmann die Leistung zufrieden ab. Auch die Darbietung der Abwehr fand seine Anerkennung. Für die Defensive machte der Test vor allem Sinn, um wieder zu den eingespielten Mechanismen zu finden. „Das war sehr ordentlich“, lautete Bültmanns Fazit – wenn da nur die Verletzten nicht wären.

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