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Terwolbeck und de Boer bleiben der HSG treu

k und de Boer bleiben der HSG treu
Antreiber: Spielmacher Alex Terwolbeck will mehr Verantwortung. Fotos: Rump
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  • Antreiber: Spielmacher Alex Terwolbeck will mehr Verantwortung. Fotos: Rump
  • Kraftpaket: Kreisläufer Luca de Boer gibt in Abwehr und Angriff immer alles.

Spielmacher Alexander Terwolbeck gibt dem Zweitligisten seine Zusage für die nächste Saison. Kreisläufer Luca de Boer unterschreibt einen Vertrag über zwei Jahre.

fh Nordhorn. Sie studieren zusammen in Münster, haben sogar mal ein halbes Jahr lang die Studentenbude geteilt und harmonieren als Spielmacher und Kreisläufer auch ganz prächtig im HSG-Trikot miteinander – und das zumindest noch eine weitere Saison. Denn: Alex Terwolbeck hat seinen Vertrag mit dem Handball-Zweitligisten Nordhorn-Lingen um ein Jahr verlängert; und Luca de Boer hat einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben, der wie bisher die Option enthält, nach einem Jahr aussteigen zu können, wenn ein entsprechendes Angebot eines Erstligisten vorliegt.

Dass Geschäftsführer Gerhard Blömers am Donnerstagabend beim Sponsorentreff diese beiden Personalien verkünden konnte, machte vor allem Heiner Bültmann froh. „Das ist eine gute Basis für die nächste Saison“, freut sich der Trainer, dass nach Frank Schumann und Pavel Mickal zwei weitere Akteure aus dem aktuellen Kader zur Stange halten. Offen ist nun nur noch, was Jens Wiese und Nils Meyer vorhaben, deren Verträge ebenfalls nach dieser Saison auslaufen.

Mit dem 24 Jahre alten Terwolbeck und dem ein Jahr jüngeren de Boer kann Bültmann vor allem weiter auf zwei Spieler bauen, die unter ihm die Entwicklung vom Talent zur Führungskraft vollzogen haben. Zu den vielen Parallelen in ihrem Werdegang zählt auch, dass sie mit 17 schon zum Zweitliga-Kader gehörten, dass sie als junge Spieler die Doppelbelastung in erster und zweiter Mannschaft auf sich genommen haben und dass sie nun den Lohn dafür einfahren. „Sie haben sich Jahr für Jahr gesteigert und sind jetzt absolute Leistungsträger und Führungsspieler“, sagt Bültmann. Das stellten beide mit Nachdruck am Sonnabend beim 24:23-Sieg gegen Rimpar unter Beweis: Terwolbeck führte über 60 Minuten gekonnt Regie, weil Meyer krank daheim geblieben war, und steuerte vier Tore bei; de Boer brachte seine Qualität als Innenverteidiger ein und war mit sechs Toren zweitbester Werfer seines Teams.

„Bin aus dem Rookie-Alter raus“

„Ich bin aus dem Rookie-Alter raus und will Verantwortung übernehmen und die Mannschaft führen“, sagt Terwolbeck, „und da sehe ich bei der HSG die besten Chancen, möglichst viele Spielzeiten zu bekommen.“ Dass die Vertragslaufzeit nur ein Jahr beträgt, hat damit zu tun, dass Terwolbeck, der Sport und Deutsch fürs gymnasiale Lehramt studiert, damit rechnet, im Laufe der nächsten Saison seinen Bachelor-Abschluss zu machen. Dass er danach weiter in Münster studiert, ist möglich, aber nicht sicher. „Deshalb wollte ich mir das offen halten“, erklärt er, fügt aber sofort hinzu: „Ich kann mir gut vorstellen, auch länger bei der HSG zu bleiben.“

Dass sich Sport und Studium bei der HSG so gut in Einklang bringen lassen, dafür sind beide Trainer und Verein dankbar. „Man kann nicht nur auf Handball setzen“, sagt de Boer, der ebenfalls Gymnasiallehrer für Sport und Deutsch werden will. Die Kraft- und Ausdauereinheiten absolvieren beide oft gemeinsam in einem Fitnessstudio in Münster. „Heiner weiß, dass er sich da auf uns absolut verlassen kann“, sagt de Boer, der sich seines gestiegenen Stellenwerts unter den Kollegen bewusst ist. „Ich habe mir einen gewissen Status erarbeitet und es macht einfach Spaß, in dieser Mannschaft zu spielen.“

Dennoch bleibt sein Ziel die 1. Liga. Und wenn der richtige Verein anklopft, enthält sein Vertrag eine Ausstiegsklausel nach einem Jahr. Auch Terwolbeck will in die 1. Liga. „Im letzten Jahr waren wir nah dran“, erinnert daran, dass die HSG als Vierter die Aufstiegsränge knapp verpasst hat. „Mein Traum wäre es, mit Nordhorn aufzusteigen“, sagt der Spielmacher, weiß aber auch, dass für den Tabellenneunten da in dieser Saison nichts mehr zu holen ist. Auch einen Wechsel will er nicht ausschließen – es wäre der erste in seiner Karriere. Seit 1996 spielt er bei der HSG Handball: „Im Sommer bin ich 20 Jahre dabei“, sagt er. Das ist schon etwas ganz Besonderes im Leistungssport – und mal ein Unterschied zu de Boer, der beim FC Schüttorf 09 und TV Emsdetten spielte, ehe er 2010 zur HSG kam.

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