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Tablets für Bentheimer Schulen und Kulturzentrum

ür Bentheimer Schulen und Kulturzentrum
Freuen sich über die neuen Tablets (von links): Heinz-Gerd Bökenfeld von der Stadt, Bürgermeister Volker Pannen, Thorsten Masselink von der Stadt, Heike Meyer und Hanna Vos vom Arbeitskreis Zuwanderung, Grundschulleiter Dieter Bönnen, Grund- und Hauptschulleiter Wolfgang Lüders, Konrektor Kai Schmidt sowie (vorne sitzend)Jugendhausleiter Dennis Kley und Simone Wipking, Konrektorin an der Realschule. Foto: Schulte-Sutrum

Sprachbarrieren abbauen, Integration erleichtern: Ein Grafschafter spendet 50 Tablets an Bentheimer Schulen und den „Treff 10“. Sie sollen vorwiegend in der Sprachförderung von Flüchtlingen eingesetzt werden.

Bad Bentheim. Seit vielen Monaten besuchen auch Flüchtlingskinder die Bentheimer Schulen. Doch oft können sie nicht richtig am Unterricht beteiligen, sitzen aufgrund von Sprachbarrieren teilnahmslos in den Klassen. Sprachförderunterricht bieten die Schulen zwar an, die Sprachlehrer können sich jedoch nicht immer gleichzeitig um alle Schüler kümmern. „Vor allem nicht, wenn die Jugendlichen verschiedene Muttersprachen haben“, hieß es am gestrigen Mittwoch bei einem Pressetermin im Rathaus.

Grund für die Zusammenkunft war die Spende eines Grafschafter Unternehmers, der nicht genannt werden möchte. Er investierte rund 13000 Euro in Tablet-Computer, die an die Bentheimer Grundschule, die Grund- und Hauptschule Gildehaus, die Realschule und an das Kulturzentrum „Treff 10“ gehen. Dort werden sie vorwiegend für den Sprachunterricht von Zuwandererkindern eingesetzt. Jede Einrichtung erhält zehn Computer.

Die Tablets sind mit einem speziellen Lernprogramm und Kopfhörern ausgestattet, die ein Sprachlehrer der Grund- und Hauptschule empfohlen hatte. So können die Schüler nicht nur in der Gruppe, sondern bei Bedarf auch eigenständig Deutsch lernen. „Das ist eine tolle Motivation für die Kinder und Jugendlichen“, sagte Grundschulleiter Dieter Bönnen.

Im „Treff 10“ sollen vor allem ausländische Mitbürger im Erwachsenenalter von den mobilen Computern profitieren, die dort an verschiedenen Sprachkursen teilnehmen. „Und auch unsere Kinder und Jugendlichen, die an unseren Angeboten im Jugendhaus teilnehmen, sollen die Tablets nutzen können. Ebenso wie unsere Mitarbeiter“, stellte Jugendhausleiter Dennis Kley heraus.

Der Spender war durch verschiedene Gespräche auf die Idee gekommen, die pädagogische Arbeit in den städtischen Schulen und im Jugendhaus sowie das Engagement in der Flüchtlingshilfe zu unterstützen. „Damit möchte ich auch meine Wertschätzung für Ihre Arbeit ausdrücken“, sagte er im Rathaus.

Die Schulleiter, Konrektoren, Vertreter der Stadt und der Flüchtlingshilfe freuten sich über die gespendeten Lernhilfen. Kai Schmidt, Konrektor der Grund- und Hauptschule, sprach von einer „Schlüsselinvestition“ für die Integration von Zuwanderern: „Auch wenn es manchmal etwas holprig ist: Integration muss in den Schulen klappen, sonst kann es in der Gesellschaft nicht funktionieren.“

Simone Wipking, Konrektorin an der Realschule, ergänzte, dass für die Arbeit mit Flüchtlingskindern zwar viel Zeit investiert werden müsse, die neuen Klassenkameraden aber wiederum das Schulleben sehr bereicherten.

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