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Spielschar Nordhorn probt für neues Stück

r Nordhorn probt für neues Stück
Theaterspieler in ihrem Element: Und wenn dann doch der Text fehlt, sitzen vor der Bühne Souffleusen und helfen bei Textproblemen weiter, im Theaterjargon auch „Hänger“ genannt. Foto: Kersten

Das Lampenfieber steigt: Die Laiendarsteller haben nur noch wenige Tage Zeit, bevor ihr neues Stück „Fraulöö? Hebb wi nich!“ Premiere feiert.

Nordhorn. „Welchen Akt spielen wir jetzt?“, fragt Schauspieler Lars Buitkamp seine Kollegen von der Spielschar Nordhorn und bereitet sich auf seinen Auftritt vor. In dem plattdeutschen Stück spielt er die Rolle des Frauenhelden Mario. Zusammen mit seinen Mitbewohnern Olli (Gero Hüsemann) und Hansi (Jan Vos) sucht er 13 Aufführungen lang nach einer neuen Mitbewohnerin für die Wohngemeinschaft. Das Problem: Vermieterin Frau Blecker (Anke Heetlage) erlaubt keine Frauen in der WG. Wie das ausgeht? Die Besucher können sich auf unerwartete Wendungen und viel Humor auf der Bühne freuen.

Bis die Zuschauer ein solches Stück live zu sehen bekommen, steht für die Schauspielgruppe viel Arbeit auf dem Programm. „Wir treffen uns von Oktober bis Dezember zweimal wöchentlich zum Proben. In dieser Woche sogar täglich, um das Stück einzustudieren“, erzählt Jan Vos. Geld dafür erhalten die Laiendarsteller nicht. Die Erlöse aus dem Ticketverkauf gehen an gemeinnützige Einrichtungen. „Uns entschädigt der Applaus der Zuschauer“, sagt er und steigt über eine kleine Trittleiter auf die Bühne. Die anderen sechs Schauspieler sitzen unterdessen noch im Zuschauerraum und gehen ein ums andere Mal ihren Text durch. Die Sprache ist kein Problem, sagt Vos. „Wir können alle fließend Platt sprechen. Einige von uns tun das auch im Alltag.“

r Nordhorn probt für neues Stück
Die Spielschar Nordhorn bereitet sich auf seinen Auftritt. Foto: Kersten

Dann beginnt die Szene. Alles scheint auf Anhieb zu klappen. Die Schauspieler interagieren und liefern sich Wortgefechte. Man vergisst beinahe, dass es sich um eine Probe handelt. Dann kommt er doch: der erste Texthänger. Die Stunde der Souffleusen schlägt. Das aus Conny van der Vegte, Friedel Kamps und Anja Essenk bestehende Trio sitzt vor der Bühne und gibt ein Stichwort. „Ah ja, stimmt. Okay ich fange nochmal an“, sagt Anke Heetlage und das Stück geht weiter. „Man sieht, wie wichtig wir sind. Nur wir dürfen während des Stücks auf den Text schauen“, schmunzelt das Trio und blickt schnell wieder ins Textbuch.

Ruhe herrscht bei den Proben nicht. Die Mitglieder der Spielschar essen Chips und Waffeln, unterhalten sich oder lachen auch schon mal laut. Das Geschehen auf der Bühne wird dabei dennoch genau verfolgt und immer wieder kommentiert. „Wir sind alle eng befreundet. Kritik und Verbesserungsvorschläge nimmt deshalb niemand übel“, betont Vos. Am Montagabend steht zur Debatte, ob in einer Szene die Schauspieler an einer anderen Stelle stehen sollten. Auch das Ertönen einer Türklingel und der Stellplatz eines Kühlschranks werden besprochen.

„Bis zur Aufführung ist nichts in Stein gemeißelt. Merken wir, dass eine Szene so nicht funktioniert, ändern wir sie“, sagt Vos. Einen Regisseur braucht die Truppe dazu nicht, Änderungen werden stets gemeinschaftlich beschlossen.

r Nordhorn probt für neues Stück
Bretter, die die Welt bedeuten – auch bei der Probe zum neuen Stück der Spielschar Nordhorn. Alex (links, Maike Timmers) und Hansi (Jan Vos) tauschen ihre Gedanken aus. . Foto: Kersten

Trotz aller Freundschaft steigt gerade in der letzten Probenwoche die Anspannung bei der Spielschar „Wir haben nur noch wenige Tage Zeit bis zur Premiere. Bis dahin müssen Text und Ablauf sitzen. Den steigenden Druck merkt man auch bei den Proben langsam aber sicher“, erzählt Vos. Der Spaß gehe dabei nicht verloren. „Uns zwingt ja niemand dazu. Alle sind mit Leidenschaft dabei. Wenn wir die Zuschauer gut unterhalten, hat sich die Mühe gelohnt.“ Zu Hilfe kommt den Schauspielern, dass sie bereits über Bühnenerfahrung verfügen.

Eines steht jetzt schon fest: Nach der letzten Vorstellung von „Fraulöö? Hebb wi nich!“ gibt’s eine Radtour und ein gemeinsames Essen.

Spieltermine des Stücks

Premiere feiert „Fraulöö? Hebb wi nich!“ am 10. Januar um 14.30 Uhr. Weitere Aufführungenim Gemeindezentrum am Markt finden statt am: 13., 15., 17. und 19. Januar um 20 Uhr sowie am 23. und 24. Januar um 17 Uhr.

Im Hotel Rammelkamp, Lingener Straße 306, zu sehen ist das Stück am 30. Januar um 20 Uhr und am 31. Januar um 14.30 Uhr. Danach am 2., 3., 4., und 5. Februar jeweils um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro.

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Die Meinung unserer Leser

2 Leserkommentare

1. | Vermuter | Montag, 11.01.2016 | 11:49 Uhr

Toll das es immer wieder diese Vorstellungen gibt! Gehört die Spielschar nicht zur Landjugend Nordhorn? Oder hat die Theatergruppe sich "selbstständig" gemacht?

2. | Gero | Dienstag, 12.01.2016 | 09:28 Uhr

Joa, de Spöllschar heff sik Anfang 2015 van de Landjugend trennt. Wi blieft aber wall met de Landjugend vebünn, doar wi joa alle ut er kummt.


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