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Schiedsrichter Aarnink spricht mit Führungskräften

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Arne Aarnink referierte über Gemeinsamkeiten zwischen Schiedsrichtern und Führungskräften.

Was haben Profisport und Wirtschaft gemeinsam? Dieser Frage ging Zweitligaschiedsrichter Arne Aarnink aus Nordhorn beim vierten Sommerfest der „Gesundheitsregion Euregio“ im Golfclub in Bad Bentheim nach.

Bad Bentheim. Es war ein authentischer Vortrag, den Arne Aarnink beim Sommerfest der „Gesundheitsregion Euregio“ im Bentheimer Golfclub hielt. Ehe die rund 60 Gäste selbst den Schläger auf dem Platz schwingen konnten, berichtete der 30-jährige Nordhorner von seinen Erfahrungen aus dem Profisport. Arne Aarnink ist seit acht Jahren Schiedsrichter im Profifußball, seit der vergangenen Saison Schiedsrichter in der 2. Bundesliga und Schiedsrichterassistent in der Bundesliga. An der Ruhr-Universität Bochum absolvierte er ein Studium der Volkswirtschaftslehre und hat dort derzeit eine Promotionsstelle inne.

Der gelernte Privatkundenberater sprang beim Sommerfest kurzfristig für den eigentlichen Referenten Rechtsanwalt und Bundesligaschiedsrichter Guido Kleve ein. Kleve musste kurzfristig absagen, da sein Einsatz bei dem Länderspiel Luxemburg - Mazedonien gefragt war.

„Schnelle und sichere Entscheidungen sind im Profifußball und in der Wirtschaft gefragt. Pro Spiel muss ich schon mal bis zu 300 Entscheidungen treffen“, sagte Aarnink in die Runde und fügte im gleichen Atemzug hinzu: „Man kann nicht fehlerfrei sein.“ Entscheidungsfreude, aber auch der Druck auf den Entscheidungsträger seien Schnittmengen bei Schiedsrichtern und Führungskräften. „Wer sich drückt, kann ein Unternehmen nicht gut führen“, ist Aarnink überzeugt. Nicht das Amt an sich, sondern die Persönlichkeit schaffe Respekt. Man müsse authentisch und verbindlich sein und zu (Fehl-) Entscheidungen stehen.

Zudem ist es laut Aarnink wichtig, Grenzen zu setzen und Entscheidungen gut nach außen zu verkaufen. „Spieler sind ein bisschen wie Hunde: Zeigt man Angst, kommt einer näher ran und bellt – manchmal auch im Rudel. Da muss man souverän sein“, berichtete Aarnink aus eigener Erfahrung. Im Umgang mit verschiedenen Persönlichkeiten – in seinem Fall 22 – riet er, flexibel zu sein. Das heiße aber nicht, zu allen nett zu sein. Routine sei im Übrigen der natürliche Feind der sicheren Entscheidung.

Auf dem Fußballplatz wie auch im Unternehmen sei Teamwork sehr wichtig. Bei einer guten Zusammenarbeit gebe es schönere Spiele, das Unternehmen laufe besser. Vertrauen in Assistenten und Mitarbeiter müsse vorhanden sein. Sie müssten merken, dass sie Fehler machen dürfen. Aarnink riet aber gleichzeitig beim Thema Teamwork, klare Absprachen zu treffen. Am Ende des Vortrags fasste der 30-Jährige zusammen: Schiedsrichter und Führungskräfte stehen sich im Kern sehr nahe. Sie sind beide Spielleiter.

Um im Anschluss das Fußballwissen seiner Zuhörer zu testen, stellte Aarnink einige Regelfragen. Für jede richtige Antwort gab es ein Freistoß-Spray.

Die „Gesundheitsregion Euregio“ ist ein Netzwerk mit rund 120 Mitgliedern. Der Verein hat sich der Förderung der Gesundheit in der Region verschrieben.

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