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Rettet Georgsmarienhütte die Gartenschau?

orgsmarienhütte die Gartenschau?
Die grüne Lunge Georgsmarienhüttes ist der Kasinopark mit der Teichlandschaft am nördlichen Ende.

Kann das die Lösung für das Dilemma rund um die Bad Iburger Landesgartenschau sein? Georgsmarienhütte springt munter in die Bresche und lädt 2018 zwischen Schloss und Waldbühne zur touristischen Großveranstaltung ein?

Georgsmarienhütte/Bad Iburg. Hinter den Kulissen sollen Landkreis, Osnabrücker Kreis-CDU und die Stadt GMHütte daran arbeiten, dass die Gartenschau, die in Bad Iburg keine feste Wurzel in die Erde bekommt, in der Region dennoch gedeihen kann. Doch soll zunächst der 5. Mai, der Tag der Bad Iburger Ratssitzung, abgewartet werden, in dem der Rat über die Rückgabe der Laga an das Land entscheidet.

Für den Georgsmarienhütter Bürgermeister Ansgar Pohlmann ist GMHütte als Laga-Standort eine spannende Idee: „Die müsste man dann jetzt anpacken“, sagt er.

Eine Kombination aus Kurort, Kirschgemeinde und Industriestandort in landschaftlich reizvoller Lage hält er zwar für reizvoll, aber schwer vorstellbar. „Wenn, bräuchte es einen Schwerpunkt“, findet er. Vielleicht einen in Georgsmarienhütte? „Nun, 2018 ist mit Blick auf Finanzierung und Planung unrealistisch, wir würden ja bei Null anfangen“, sagt Pohlmann.

Der Sprecher des Landwirtschaftsministeriums Manfred Böhling sagt dazu: „Von Georgsmarienhütte weiß ich offiziell noch nichts. Aber wenn Bad Iburg formell absagt, werden wir schauen, dass wir neu ausschreiben.“ Dabei solle das Jahr, in dem die nächste niedersächsische Landesgartenschau stattfinden soll, möglicherweise offengelassen und das Bewerbungsverfahren eventuell verkürzt werden. Böhling: „Wir würden es natürlich begrüßen, wenn sich jemand für die Landesgartenschau findet.“ Eine gute Nachricht für GMHütte.

Wegebeziehungen

Da der Dörenberg ohnehin in die Laga-Planung einbezogen werden soll – und auf GMHütter Stadtgebiet liegt –, sei die Hüttenstadt bei allen Planungen rund um Aussichtsturm und Bundeswehrstandort mit im Boot, „egal, wo die Laga stattfindet“, sagt Pohlmann. Er möchte Wegebeziehungen zwischen GMHütte und Bad Iburg neu beleben.

In einem Interview hatte der GMHütter Marketingvereinsvorstand Hans-Joachim Graef die Hüttenstadt als Schauplatz einer regionalen Landesgartenschau Bad Iburg-GMHütte-Hagen ins Spiel gebracht: „Wer fährt denn heute noch allen Ernstes in die Provinz, um sich mehrere Tage an einem Ort wie Bad Iburg aufzuhalten?“, ließ sich Graef zitieren. Er riet dazu, die Kräfte Iburgs, Hüttes und Hagens zu bündeln. Allerdings hatten auch die südlichen und westlichen Iburger Nachbarn wie Lienen, Bad Laer und Bad Rothenfelde in den letzten Monaten schon ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit Bad Iburg signalisiert.

Fest steht: Dass die Iburger Christdemokraten gegen die Laga sind, heißt nicht, dass die Kreis-CDU damit einverstanden ist, dass der Kurort seinen Zuschlag zurückgibt. Auch das Landwirtschaftsministerium, das Bad Iburg zur Bewerbung um die Landesgartenschau animiert hatte, kann mit dem aktuellen Kreuz und Quer nicht zufrieden sein.

Geringe Begeisterung

Wenig begeistert reagiert Iburgs Bürgermeisterin auf die neue Variante einer Laga im Südkreis: „Das habe ich auch gehört.“ Sie halte aber nichts von einer über mehrere Orte verteilten Schau: „Nach zwei Stunden Anfahrt, drei Stunden Bummel über die Iburger Laga und einer Mittagspause dazwischen fährt man nicht mehr in den Nachbarort.“

Der Iburger Förderverein für die Gartenschau sieht die Diskussion um eine Laga in GMHütte als Beleg, dass der Landkreis Interesse an einer gut gemachten Landesgartenschau im Osnabrücker Land habe. „Denn diese dient als Plattform für die Stadtentwicklung und ist somit echte Wirtschaftsförderung“, sagt der Vorsitzende Mathias Pohlmann.

Der Verein kämpft aber weiter dafür, dass die Laga nach Bad Iburg kommt. „Wir haben gute Argumente“, findet er, zum Beispiel die Online-Umfrage mit 91 Prozent Zustimmung“. „Ich verstehe auch nicht, wie man zwei Millionen Euro einfach liegenlassen kann“, meint Pohlmann, da der Kreis offenbar eine weitere Million Förderung für die Laga-Kommune in Aussicht gestellt habe.

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