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P-Well: Schweizer planen fest mit Gildehauser Werk

chweizer planen fest mit Gildehauser Werk
Dr. Daniel Model ist der neue Geschäftsführer. Foto: privat

Mit neuem Eigentümer soll dem P-Well-Werk in Gildehaus auch eine größere Bedeutung zukommen. Die rund 350 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben – der zukünftige Geschäftsführer schließt eine Aufstockung nicht aus.

Gildehaus. „Es kann von Stellenabbau keine Rede sein. Wahrscheinlich werden wir sogar weitere Stellen aufbauen.“ Diese Nachricht ihres zukünftigen Geschäftsführers dürfte die Mitarbeiter des heutigen P-Well-Werks in Gildehaus freuen. In einem Gespräch mit den GN bekannte sich Dr. Daniel Model, Hauptgeschäftsführer der schweizer Model Holding AG, ganz klar zu dem Standort in der Grafschaft Bentheim. Das schweizer Unternehmen, das Verpackungen aus Voll- und Wellkarton produziert und liefert, will die P-Well-Unternehmensgruppe übernehmen, nur noch die Genehmigung des Bundeskartellamts steht aus (die GN berichteten).

Zukunftspläne

P-Well mit Hauptsitz in Altenberge hat fünf Standorte in Deutschland. Zwei von ihnen sind für den neuen Eigentümer von besonderer Bedeutung: das Werk im thüringischen Berka Werra – und eben das in Gildehaus. „Sie sollen ihre Absatzmärkte nicht nur beibehalten, sondern ausbauen“, sagte Daniel Model. Die geografische Ergänzung durch die Standorte in der Mitte und im Nordwesten Deutschlands sei ideal.

Personelle Veränderungen in der Führung sind in Gildehaus nicht zu erwarten. „Wir haben niemanden gesehen, den wir dort nicht mehr sehen wollen“, drückte es der Schweizer aus. Seiner Meinung nach würden sich für die heutigen P-Well-Mitarbeiter neue Chancen bieten, da sie nun Teil eines europaweit agierenden Konzerns seien. „Es gibt bereits ein Expertenteam unter Beteiligung von Mitarbeitern aus Gildehaus, das sich um die Entwicklung einer neuen Anlage zur Herstellung von Wellpappe kümmert. Sie sind alle sehr motiviert“, sagte Daniel Model.

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Auf den Gebäuden im Gildehauser Gewerbegebiet prangt noch das Logo von P-Well – im Februar soll es durch den neuen Schriftzug „Model“ ersetzt werden. Foto: Kersten

Überhaupt sei das Werk in der Grafschaft hervorragend ausgestattet. Platzreserven seien vorhanden, aber auch eine Erweiterung schließe er nicht aus, erklärte der Geschäftsführer. „Die Grundstückspreise sind für schweizer Verhältnisse paradiesisch.“ Verändern wird sich auf jeden Fall das Firmenlogo: Statt P-Well soll vielleicht schon ab Februar „Model“ an der Fassade prangen.

Die Übernahme

Laut Daniel Model war die Übernahme zu 100 Prozent ein Projekt von gegenseitigem Interesse. „Ich bin auf die Familie Pelster zugegangen, hatte vorher aber schon gehört, dass sie einem Verkauf nicht abgeneigt sein sollen“, erläuterte der Schweizer. Er sei dann aber doch überrascht gewesen, wie gut vorbereitet die Noch-Eigentümer von P-Well gewesen seien. Seinen Aussagen nach waren finanzielle Gründe nicht ausschlaggebend für den Verkauf von P-Well. „Die Familie Pelster hat viel in die Unternehmen investiert. Nun hätte eine Zeit der Konsolidierung vor dem nächsten Schritt folgen müssen. „Vielleicht hat dafür die Geduld gefehlt“, meinte Model.

Im Jahr 2016 wird die Familie Pelster, die P-Well vor rund 50 Jahren gegründet hat, noch in der Firmenleitung vertreten sein. In der zweiten Jahreshälfte soll die Zusammenarbeit dann langsam auslaufen. „Die Familie hat das Unternehmen stark geprägt und sich auch uns als Nachfolger genau angeschaut“, betonte der Geschäftsführer.

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