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Neues Trio leitet Oberschule in Uelsen

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Auf erfolgreiche Zeiten freuen sich (von links) Samtgemeindebürgermeister Herbert Koers, Konrektor Frank Meenderink, Schulleiterin Marianne Fischer, didaktischer Leiter Heiner Snippe und Regierungsschuldirektor Gerhard Nögel. Foto: Hamel

Seit vergangenem Sommer gibt es in Uelsen die Oberschule, die aus der Zusammenlegung der Haupt- und der Realschule entstanden ist. Gemeinsam beschreitet man neue Wege – und allen voran das dreiköpfige Schulleitungsteam.

Uelsen. Vieles hat sich am Eschweg in Uelsen im vergangenen Jahr verändert: Aus zwei Schulen wurde eine, es gab neue Räumlichkeiten, neue Lehrkräfte – und ein neues Schulleitungsteam. Mit einer Feierstunde wurden Rektorin Marianne Fischer, Konrektor Frank Meenderink und der didaktische Leiter Heiner Snippe nun auch offiziell in ihre Ämter eingeführt. Sie stehen an der Spitze der Einrichtung mit ihren rund 50 Lehrkräften und 555 Schülern. Schon jetzt, nach gut einem halben Jahr in den jeweiligen Posten, fielen zahlreiche lobende Worte.

„Heute hier, morgen da“, sang ein stimmgewaltiger Chor aus Schülern der sechsten Jahrgangsstufe gleich zur Begrüßung. Und gewissermaßen trifft der Liedtitel auch auf die bisherige Karriere von Marianne Fischer zu. Geboren im emsländischen Werlte, machte sie ihr Abitur in Papenburg und studierte in Oldenburg Englisch und Biologie. Nach ihrem Referendariat in Wilhelmshaven war sie als Lehrerin in Rastede tätig und nahm schließlich ihre erste Planstelle an der Hauptschule Emlichheim auf.

„So eine Vita hat man eigentlich am Ende der Karriere.“

Zwischenzeitlich war Marianne Fischer in der Lehrerausbildung tätig, leitete mehrere Jahre die Sünte-Marien-Schule in Wietmarschen und hatte zuletzt den Posten der Rektorin bei der Landesschulbehörde inne als Fachberaterin für Unterrichtsqualität. Nun, mit 60 Jahren und einem großen Erfahrungsschatz, folgt mit der Leitung der Oberschule Uelsen noch einmal eine besondere Herausforderung. Diese muss sie jedoch nicht alleine meistern: Ihr zur Seite stehen Konrektor Frank Meenderink (zuvor Konrektor der Hauptschule) und der didaktische Leiter Heiner Snippe (zuvor Konrektor der Realschule).

„So eine Vita hat man eigentlich am Ende der Karriere“, sagte Regierungsschuldirektor Gerhard Nögel augenzwinkernd mit Blick auf Fischers Biografie. Mit der Bewerbung im Frühjahr 2015 sollte dann aber doch noch etwas Neues folgen. Er würdigte ihren Mut dazu und befand, man könne sich jemanden mit so viel Erfahrung in diesem Amt nur wünschen. „Du bist genau die Richtige“, sagte er zur neuen Rektorin, mit der er schon lange bekannt ist. Der Herausforderung, zwei Kollegien zusammenzuführen, sei sie gewachsen. Die Rektoren der Vorgängerschulen, Detlef Garde und Joachim Lachmann, hätten gute Vorarbeit geleistet.

Samtgemeindebürgermeister Herbert Koers betonte, die Zusammenlegung der Schulen sei der richtige Schritt gewesen. Er wünschte der Oberschule mit dem neuen Leitungsteam und dem gesamten Kollegium viel Erfolg. „Wenn Unterstützung vom Schulträger notwendig ist, wisst ihr ja den Weg“, meinte er abschließend.

Neue Wege beschreiten

Grußworte hielten außerdem der altreformierte Pastor Dieter Bouws als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, Cornelia Steggewentz im Namen der Schulen in der Samtgemeinde, die Schülersprecher Sven Wolbink und Marek Schütte, der Schulelternrats-Vorsitzende Herbert Veddeler sowie Joachim Lachmann, ehemaliger Rektor der Hauptschule. Zahlreiche Schülerbeiträge sorgten während der Feierstunde, die von Personalvertreter Tobias Claas moderiert wurde, für Unterhaltung.

Zuletzt hatte aber noch einmal die Frau der Stunde – Marianne Fischer – das Wort. „In Uelsen wurden alte Pfade verlassen und neue Wege beschritten“, sagte sie. Der Beschluss, zum 1. August 2015 die Schulen zusammenzulegen, habe Charme: das Beste der Hauptschule und das Beste der Realschule sollte zu einer noch besseren Oberschule führen. Dort die Wegweiser zu setzen, sei eine schöne Aufgabe, weshalb sie sich am Ende ihres beruflichen Wirkens auch gesagt habe: „Ja, ich pack’s nochmal an.“ Sie lobte alle, die an der Planung und Umsetzung im vergangenen Jahr beteiligt waren, sprach von einer „logistischen Herkulesaufgabe“, im Zuge derer eine „Punktlandung“ geschafft wurde.

„Es muss gelingen, die Menschen mitzunehmen.“

Sie sprach aber auch die Schwierigkeiten an: Nach Beginn des neuen Schuljahres Anfang September sei für Lehrer und Schüler nichts mehr gewesen, wie es einmal war. Einige würden noch heute hadern. „Es muss gelingen, die Menschen mitzunehmen“, sagte sie. Verbunden damit seien die Fragen: Was gilt es zu bewahren und was kann oder muss man ändern? Es mussten beide Vorgängerschulen zu 100 Prozent weitergeführt und dabei das neue Konzept der Oberschule etabliert werden. Dazu kommt die aktuelle Flüchtlingssituation mit ihren ganz eigenen Ansprüchen.

Marianne Fischer zeigte sich jedoch zuversichtlich – gerade mit Blick auf die Unterstützung durch Meenderink und Snippe. „Ich habe zwei Profis an meiner Seite. Was soll mir da passieren?“ Besonders würdigte sie auch das Kollegium, das „den Teamgedanken verinnerlicht“ habe. Weiterer Dank galt allen Eltern, den Betrieben in Uelsen als Kooperationspartnern sowie den „Engeln in der Verwaltung“ Gesine Veddeler und Gina Beuker.

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