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Krötenwanderung kann nun jeden Tag beginnen

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Auf dem Weg zu ihren Laichgewässern kommen jedes Jahr viele Tausend Kröten und Frösche ums Leben. Foto: dpa

Achtung Autofahrer: Die Saison der Krötenwanderung steht kurz bevor. Da Amphibien die mit Abstand am stärksten bedrohte Wirbeltiergruppe sind, ruft der BUND zur erhöhter Wachsamkeit im Straßenverkehr auf.

gn Nordhorn. Vor rund 360 Millionen Jahren begannen sie damit, sich allmählich aus Fischen zu entwickeln und an Land zu gehen. Und seit rund 150 Millionen Jahren leben sie jetzt schon als Lurche zwischen Wasser und Erde – die Frösche, Kröten, Unken, Molche und Salamander. Doch plötzlich droht vielen Amphibien innerhalb weniger Jahrzehnte der rasante Untergang: Amphibien sind die mit Abstand am stärksten bedrohte Wirbeltiergruppe. Etwa ein Drittel der weltweit rund 7000 Amphibienarten gilt als gefährdet. Europaweit gibt es 280, in Deutschland dagegen nur 20 Amphibienarten, von denen die Hälfte auf der Roten Liste steht.

Ursachen des Aussterbens

Das Amphibiensterben hat viele Ursachen: Intensive Landwirtschaft, Pestizide und andere Umweltgifte, falsche Mahd, Zerstörung der Lebensräume und der Laichgewässer, Verkehr und Straßenbau, zunehmende UV-Strahlung, ungesicherte Gullis und Lichtschächte, Parasiten, Pilze, Viren. Die Wanderer zwischen zwei Welten beginnen bei ansteigenden Temperaturen und regnerischem Wetter jetzt wieder vom Winterversteck zu ihren Laichplätzen in Teichen, Tümpeln oder Gräben zu wandern.

Straßen auf dem Weg zu Gewässern

Auf ihren Wanderungen zu den Laichgewässern müssen die Tiere dann oft Straßen überqueren und werden dabei von Autos überfahren. Dadurch können örtlich ganze Krötenpopulationen gefährdet sein. An einigen besonders problematischen Stellen werden die Tiere von freiwilligen Helfern bei ihrer Wanderung über Straßen vor dem Verkehrstod bewahrt. Moderner Amphibienschutz beschränkt sich aber nicht allein auf das morgendliche „Krötensammeln“ längs der Straßen. Erhalt und Erweiterung der Lebensräume dieser Tiere sind ein besonderes Anliegen des BUND. Jeder naturnahe Garten mit Komposthaufen, heimischen Sträuchern und Stauden, Steinhaufen, Totholzecke und selbstverständlich spritzmittelfrei hilft, den Lebensraum von Grasfrosch und Erdkröte zu erhalten.

Verkehrsschilder sollen aufmerksam machen

  • An den Straßen mit besonders regem Krötenaufkommen mahnen entsprechende Verkehrsschilder jetzt zu gedrosseltem Tempo. Im Folgenden gibt die Kreisgruppe des BUND Autofahrern wichtige Tipps für die Zeit der Amphibienwanderungen und generell zum Schutz von Amphibien. Verkehrsteilnehmer werden gebeten,
  • auf Straßen, die an Feuchtgebieten vorbeiführen, auch wenn keine Warnhinweise aufgestellt sind, das Tempo zu reduzieren.
  • an Straßenabschnitten, an denen entsprechende Hinweise durch die Straßenmeistereien angebracht sind, sollte höchstens 30 km/h gefahren werden, um wandernden Lurchen notfalls noch ausweichen zu können.
  • Vor allem an warmen, regnerischen Abenden ziehen die fortpflanzungsbereiten Tiere massenweise zuihren Laichgewässern.

Zuletzt die Bitte des BUND: „Bitte melden Sie Stellen, an denen noch viele Amphibien überfahren werden, unter Telefon (05923) 4161 oder per Email an oppel@bund-grafschaft-bentheim.de, sodass geeignete Schutzmaßnahmen eingeleitet werden können.

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