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Jetzt wird gezählt: Inventur im Zoo Osnabrück

d gezählt: Inventur im Zoo Osnabrück
Werfen sich für die Zählung in Pose: 21 Humboldtpinguine leben im Zoo. Fotos: privat

3.627 Tiere aus 295 Arten leben im Zoo Osnabrück. Das hat die Inventur 2015 ergeben. Herauszufinden, wie viele Neonfische eigentlich durchs Becken schwimmen, hat die Tierpfleger dabei vor Herausforderungen gestellt.

gn Osnabrück. Jedes Jahr wird im Zoo Osnabrück zwischen Weihnachten und Neujahr der Tierbestand gezählt. Das Ergebnis: 3.627 Tiere aus 295 Arten leben in dem Zoo am Schölerberg. In den ersten Tagen des neuen Jahres erblickte bereits ein Trampeltierjunges das Licht der Welt.

„Wir pflegen unsere Tierbestandslisten zwar kontinuierlich das ganze Jahr über, fügen aber Ende Dezember alle Zahlen noch mal zusammen und aktualisieren die Listen“, erläutert der wissenschaftliche Mitarbeiter Andreas Wulftange. Wie viele Elefanten im Zoo leben, ist natürlich schnell geklärt, nämlich drei – aber bei den Nacktmullen, den Blauen Antennenwelsen oder den Spitzschwanzamadinen wird es schon schwieriger. Hier müssen die Tierpfleger gemeinsam zur Tat schreiten, wie Anja Unger, Tierpflegerin im Vogelrevier berichtet: „Wir stellen uns an den verschiedenen Enden der Vogelvolieren auf, besprechen den jeweils zu zählenden Bereich und fügen hinterher die Zahlen zusammen.“ So geschehen in der Voliere gegenüber des Aquariums: 36 Spitzschwanzamadinen, 14 Binsenastrilde, sieben Rotköpfige Papageienamadinen, sechs Diamanttauben und drei Kalifornische Schopfwachteln sind hier zuhause. Insgesamt leben 601 Vögel aus 77 Arten in den Volieren und Tierhäusern.

„Da geht es dann ganz schön wuselig zu.“

Manchmal muss geschätzt werden, wie Stefan Bramkamp, Leiter des Tetra-Aquariums, berichtet: „Bei 150 Neons, die im Amazonasbecken mit starkem Pflanzenwuchs umher schwimmen, müssen wir schätzen.“ Nicht zu schätzen braucht er bei seinen neuesten Lieblingen, den Zwergotterjungtieren. Der Nachwuchs war im September 2015 geboren, aber lange nicht zu sehen – schließlich war es in der Wurfhöhle warm und kuschelig.

„Inzwischen sind die Sprösslinge sehr neugierig und bei Fütterungen im Innenbereich im Tetra-Aquarium zu beobachten. Da geht es dann ganz schön wuselig zu – aber zählen kann man die Otter trotzdem noch“, schmunzelt der Tierpfleger. Zurzeit leben im Zoo 1.352 Fische aus 76 Arten, 887 Wirbellose aus 25 Arten, 119 Reptilien aus 27 Arten und 44 Amphibien aus vier Arten.

Die Säugetiere sind mit 86 Arten am vielfältigsten vertreten. 684 Individuen leben am Schölerberg. „Besonders freuten wir uns hier über mehrfach doppelten Nachwuchs – und zwar bei den Giraffen, den Seehunden und den stark bedrohten Weißscheitelmangaben. Eine sehr große Kinderstube gab es in diesem Jahr bei den Wasserschweinen mit elf Jungtieren“, berichtet Wulftange. Neben dem Nachwuchs zogen auch neue Tierarten in den Zoo ein, wie Hammerköpfe, Schopfhirsch Klausi, Pfeilgiftfrösche oder Rote Feuerfische.

Einige Veränderungen für die Inventur 2016

Zu den allerneusten Zoobewohnern zählt das Trampeltierjunge Arif. Es erblickte am 5. Januar das Licht der Welt und ist das sechste Jungtier von Mutter Ronja. Arif kam in den frühen Morgenstunden zur Welt. „Als meine Kollegin Tanja Boss morgens in den Stall kam, stand Arif schon auf seinen wackeligen Beinen und versuchte bei seiner Mutter am Euter zu nuckeln“, so Marcel Köck-Nitschke, Tierpfleger im Kamelrevier.

Auf einen Spielkameraden muss Arif nicht mehr lange warten: Das Trampeltierweibchen Ayla erwartet in den nächsten Wochen Nachwuchs. Allerdings werden die Trampeltiere den Zoo im Laufe des Jahres für die geplante Tierwelt Nordamerika verlassen müssen – wieder einige Veränderungen für die Inventur 2016.

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