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Hunderte protestieren in Gronau gegen Atomkraft

protestieren in Gronau gegen Atomkraft
Diese Atomkraftgegener protestierten mit einer Atomraketenattrappe. Foto: Susanna Austrup
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  • Diese Atomkraftgegener protestierten mit einer Atomraketenattrappe. Foto: Susanna Austrup
  • Gastredner beim Ostermarsch in Gronau: Dr. Karl W. ter Horst. Foto: Susanna Austrup
  • Die Auftaktkundgebung des Gronauer Ostermarsches fand vor der UAA statt. Foto: Susanna Austrup

Vor der Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau hatten sich – traditionell am Karfreitag – etliche Menschen versammelt, um gegen die Urananreicherung und für die Schließung von Atomkraftwerken zu demonstrieren.

Gronau. Protest-Ostereier und Protest-Kuchen mit Atomsonne am Stand der Schüttorfer „Volxküche“ strahlen um die Wette. Die Stimmung ist gut, trotz des hartnäckigen Nieselregens. Mehrere Hundert Friedensaktivisten und Atomgegner haben sich am Karfreitag mittags vor den Toren der Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau versammelt. „Schön, dass ihr alle trotz des Regens gekommen seid“, begrüßte Udo Buchholz vom Bundesverband Bürgerinitiative Umweltschutz (BBU) zur Auftaktveranstaltung der nordrhein-westfälischen Ostermärsche.

Stefan Kubel vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen gab einen kompakten Überblick zum Betrieb der UAA. Besonders brisant: Der geplante Verkauf der Anlage. Warum? Hier befände sich das Know-how und die beste Technologie, Atomwaffen zu bauen, mahnte Kubel und: „Es bedarf nur einer minimalen Umrüstung für den Schritt von der zivilen zur militärischen Nutzung.“

Vor den Gefahren der Atomspaltung warnte Golden Misabiko aus dem Kongo. Noch nie sei die Menschheit einer größeren Gefahr ausgesetzt gewesen, betonte der Menschenrechts- und Umweltaktivist. Er schilderte die verheerenden Folgen des Uranabbaus in Afrika. Besonders betroffen seien Namibia, Niger, Tansania und Kongo. „Die Erde, das Wasser und die Luft dort sind vergiftet.“ Die Menschen in Afrika seien mit paradiesischen Versprechungen von der Uranindustrie gelockt worden. Stattdessen habe die ihnen schreckliche Krankheiten gebracht. Am schlimmsten betroffen seien schwangere Frauen, die missgebildet Kinder zur Welt brächten.

Auch der Schüttorfer Pastor im Ruhestand Dr. Karl. W. ter Horst sprach sich vehement gegen die Urantechnologie aus. „Als Pazifist und Christ kann ich nicht zulassen, dass Uranmaterial hergestellt wird“, sagte er und verwies auf eine aktuelle Studie über die erhöhte Krebsrate bei Kindern unter fünf Jahren im Umfeld von Atomanlagen. Für ter Horst ist auch die hohe Zahl von Krebserkrankungen im Lingener AKW-Einzugsgebiet Emsbüren, Schüttorf und Nordhorn kein Zufall. Die Atomtechnologie sei das größte Verbrechen an der Menschheit, sagte er.

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