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HSG-Regisseur Meyer kündigt Karriereende an

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Abschied: HSG-Spielmacher Nils Meyer beendet nach der Saison seine Karriere. Foto: Westdörp

Der 36-Jährige ist seit 2011 in einer Doppelfunktion als Handball-Profi und Marketing-Fachmann für den Zweitligisten tätig. Seine berufliche Zukunft sieht er bei einer Krankenkasse, für die er ab 1. April tätig wird.

Nordhorn. Dass Nils Meyer seine beachtliche Handball-Karriere nach dieser Saison beenden wird, kommt nicht überraschend. Der Spielmacher ist 36 Jahre alt, hat 16 Jahre Leistungssport in der 1. und 2. Liga hinter sich und schon in der vergangenen Spielzeit hatte der gebürtige Schüttorfer lange überlegt, ehe er seinen Vertrag beim Zweitligisten für eine weitere Saison verlängerte. Doch dass er nach dieser Spielzeit nicht nur als Spieler geht, sondern sich auch als Marketingmanager verabschiedet, war nicht unbedingt zu erwarten gewesen, schließlich hatte er sich seit 2011 auf diese Doppelfunktion eingelassen, um sich ein berufliches Standbein nach der aktiven Laufbahn zu schaffen.

Nun aber wird Meyer bereits ab 1. April für die AOK in Lingen arbeiten und bei der Krankenkasse im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Ganz geht er der HSG dennoch nicht verloren: Der Rechtshänder wird auch in der nächsten Saison ein- bis zweimal die Woche bei den Übungseinheiten mit den ehemaligen Kollegen auftauchen, um abzutrainieren, aber auch um sich fit zu halten als Standby-Spieler; für den Notfall kann Trainer Heiner Bültmann also noch eine Zeit lang auf den Routinier bauen. Und abseits des Spielfeldes will sich der Diplom-Sportwissenschaftler als Mitglied des Business-Teams ehrenamtlich weiter im Bereich Marketing und Sponsoring engagieren.

„Mit 36 ist man in einem Alter, in dem man übers Ende der Karriere nachdenkt“, sagt Meyer, „und man will vor allem am Wochenende auch mal Zeit für andere Dinge haben.“ Er hat sich diesen Schritt in den vergangenen Monaten reiflich überlegt, „schließlich trifft man diese Entscheidung nur einmal“. Obwohl er die Tretmühle mit Training, Spielen und Reisen hinter sich lassen will, kann er auch nicht ausschließen, „dass mir vielleicht etwas fehlen wird.“

1997 stieß Meyer aus der Jugend seines Heimatvereins FC Schüttorf 09 zur HSG, spielte im Nachwuchs und in der Reserve und gehörte zum Erstliga-Kader von Kent-Harry Andersson. 2002 wechselte er zu Bayer Dormagen, absolvierte parallel sein Studium an der Sporthochschule Köln, das er 2011 mit dem Diplom abschloss. Bereits ein Jahr zuvor war er nach Nordhorn zurückgekehrt. „Nils war ein Glücksgriff“, sagt Bültmann, „er hat alle Erwartungen erfüllt, war von Anfang an ein Führungsspieler und es hat Spaß gemacht, mit ihm zusammenzuarbeiten.“

Die Lücke, die Meyer auf dem Feld hinterlassen wird, will Bültmann mit einem Akteur aus den eigenen Reihen füllen. Patrick Miedema wird kommende Saison zweiter Spielmacher neben Alex Terwolbeck. Der Trainer traut dem Niederländer die Rolle zu, die er bereits in den Niederlanden im Verein gespielt hat und die er auch im Nationalteam erfolgreich ausfüllt. Miedema, der bei der HSG über Jahre auf dem linken Flügel zu Hause war, hat zudem in den vergangenen Wochen seine Qualitäten in der Aufbaureihe bewiesen, als er für die verletzten HSG-Kollegen Meyer, Nicky Verjans und Jens Wiese einsprang. „Patrick hat das gut gemacht“, lobt Bültmann, der nun für die kommende Saison einen jungen Linksaußen sucht und seinen Kader zudem um einen Linkshänder für den Rückraum erweitern will.

Meyers Nachfolge im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit ist bereits geregelt. Geschäftsführer Gerhard Blömers will nächste Woche den neuen Mitarbeiter vorstellen. „Nils hat sich in den zurückliegenden Jahren neben dem Sportlichen auch stark im wirtschaftlichen Bereich der HSG engagiert und war für die Mitglieder des Business-Teams stets ein zuverlässiger Ansprechpartner“, würdigt Blömers Meyers Doppelfunktion und ist „sehr froh darüber, dass uns Nils im Business-Team und als Back-up-Spieler erhalten bleibt.“

Video

24.03.2016 Karriereende: HSG-Spielmacher Meyer hört auf
Nordhorn/Lingen: Ein Mann für alle Positionen! Nils Meyer ist ein Typ mit vielen Fähigkeiten. Mit seinen 36 Jahren gehört der Routinier zu den erfahrensten Spielern seines Vereins. Er wird der HSG Nordhorn-Lingen in Zukunft fehlen. Beitrag: Dario Teschner

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