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HSG: Mit letzter Kraft und Cleverness

letzter Kraft und Cleverness
Augen zu und durch heißt es für Lutz Heiny und die HSG: Noch zwei Spiele und dann ist Zeit zum Erholen. Foto: Rump

Der Zweitligist muss gegen den Tabellennachbarn Aue noch einmal alles mobilisieren. Doch eine anstrengende Saisonphase geht auf ihr Ende zu: Noch zwei Spiele, dann haben die Handballer drei Wochen Zeit zum Verschnaufen.

Nordhorn. Die HSG Nordhorn-Lingen will am Ostersonnabend gegen den EHV Aue die Chance nutzen, sich mit einem Sieg gegen einen Tabellennachbarn ein wenig Luft zu verschaffen im dicht gedrängten Bereich zwischen Platz fünf und Rang neun der 2. Handball-Bundesliga. Mit einem Sieg in der Emsland-Arena (Anwurf 19.30 Uhr) gegen die Sachsen, weiß HSG-Trainer Heiner Bültmann, „können wir einen direkten Konkurrenten auf Distanz halten.“

Dazu allerdings bedarf es einer reifen Leistung seines Teams, das sich in der Rückrunde mit 14:6 Punkten auf Tabellenrang sieben emporgearbeitet hat – einen Rang vor dem EHV Aue, der einen gegenläufigen Trend hat: Mit 7:11 Punkten seit dem Rückrundenstart ist die Mannschaft von Trainer Runar Sigtryggsson vom vierten auf den achten Rang abgerutscht. Doch davon lässt sich Bültmann nicht blenden. „Die Mannschaft ist von Jahr zu Jahr besser geworden“, lobt er die Entwicklung des Erzgebirgischen Handballvereins seit 2012 unter der Regie des Isländers, der seinen Vertrag gerade um zwei Jahre verlängert hat.

Nach einer starken Rückrunde beendete der EHV die vergangene Saison als Sechster nur zwei Plätze hinter der HSG. Und die Schwächephase nach einer starken Hinrunde in dieser Spielzeit lässt sich mit Verletzungspech schlüssig erklären: Die Rückraumspieler Adam Mazur und Dadi Runarsson, der beim 25:21-Sieg gegen die HSG im Hinspiel neun Tore erzielte, sowie Torhüter Radek Musil sind langzeitverletzt; Torjäger Janar Mägi, der kürzlich seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert hat, fiel zuletzt ebenfalls aus, könnte aber gegen die HSG vor einer Rückkehr ins Team stehen. „Ich habe ihn bei der Vorbereitung auf jeden Fall mit drin“, bezieht Bültmann den Esten ins Videostudium für sein Team mit ein. Mit Eric Meinhard, dem Tschechen Ladislav Brykner, dem isländischen EM-Teilnehmer Bjarki Mar Gunnarsson oder Landsmann Arni Thor Sigtryggsson, dem Bruder des Trainers, verfügt der EHV über herausragende Akteure. „Sie spielen schon länger zusammen und das merkt man ihnen an“, bereitet Bültmann sein Team auf einen gut eingespielten Gegner vor.

Entscheidend wird sein, wie die HSG-Offensive mit der 5:1-Abwehr der Gäste zurechtkommt. Da ist im Nordhorner Angriff eine gute Passqualität gefordert und Cleverness: „Wir müssen die Räume intelligent nutzen“, fordert der Trainer, der den kompletten Kader zur Verfügung hat, voraussichtlich inklusive Asbjörn Madsens, obwohl er zuletzt wegen eines Infekts nicht trainiert hat.

Die vielen Spiele in den letzten Wochen haben Kraft gekostet. Doch nach dem Auswärtsspiel der HSG am kommenden Freitag, 1. April, beim VfL Bad Schwartau folgen drei Wochen Zeit zum Durchschnaufen bis zum nächsten Spiel bei der TSG Friesenheim am 20. April. Bültmanns Ansage für die Spiele gegen Aue und Schwartau lautet daher: „Noch einmal alles mobilisieren, um weiter zu punkten.“

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