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Grundschüler zählen Vögel auf altem Friedhof

ler zählen Vögel auf altem Friedhof
Mit Ferngläsern sind die Montessori-Schüler am Montag über den Gildkamp-Friedhof gezogen. Foto: Westdörp

Mädchen und Jungen der Montessori-Schule in Nordhorn haben am Montag Vögel gezählt. Sie sind dazu mit Ferngläsern auf den alten Friedhof am Gildkamp gegangen und berichten auf der GN-Kinderseite.

Nordhorn. „Alle Vögel sind schon da... Amsel, Drossel, Fink und Star...♪“ Kennt ihr dieses Frühlingslied? Ein richtiger Ohrwurm! Und im Frühling sind die Vögel wirklich nicht zu überhören. Viele Arten sind aus dem Winterquartier zurückgekehrt und singen mit den zuhause Gebliebenen um die Wette. Das ist die Zeit der Partnersuche, Revier-Markierung und Verteidigung des Brutreviers.

Wenn ihr übt, könnt ihr viele Vogelarten schon am Gesang unterscheiden. Manche sind leicht zu erkennen, denkt mal an den Kuckuck! Aber halt – noch haben wir Winter. Welche Vögel sind zu dieser Jahreszeit unterwegs? Um das herauszufinden, haben der Naturschutzbund (NABU) und die Naturschutzjugend (NAJU) zum sechsten Mal zu einer großen Mitmach-Aktion aufgerufen: die „Stunde der Wintervögel“.

ler zählen Vögel auf altem Friedhof
Mit Zettel und Stift sind die Montessori-Schüler am Montag über den Gildkamp-Friedhof gezogen. Foto: Westdörp

Möglichst viele Leute sollten am vergangenen Wochenende eine Stunde lang die Vögel im Garten, am Futterhäuschen oder im Park nebenan bestimmen und zählen. Zum ersten Mal gibt es auch die „SCHULstunde der Wintervögel“. Die Vögel kommen also in den Unterricht? Nicht ganz. Die Wintervögel können zum Thema des Unterrichts werden und gezählt werden darf auch. Bis zum 15. Januar sind Schulklassen aufgerufen, sich an der Vogelzählung zu beteiligen. Informationen zur Aktion gibt es bei der NAJU im Internet. Außerdem findet ihr dort viele Vogel-Steckbriefe, Bilder zum Ausmalen sowie Spiel- und Bastelideen.

Die Klasse 4g der Montessorischule Nordhorn macht bei dieser Aktion auch mit. Auf dem riesigen Gelände des alten Friedhofs Gildkamp halten sie Ausschau. Gerade erst im Herbst haben sie dort zusammen mit Schülern der Altendorfer Grundschule eine Hecke mit verschiedenen Wildsträuchern gepflanzt. Die wird erst in ein paar Jahren Platz und Futter für die Vögel bieten. Aber es gibt viele alte Bäume, Sträucher und jede Menge Brombeergestrüpp.

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Auf Plakaten haben die Schüler die Vogelnamen notiert. Foto: Westdörp

Mal sehen, was hier los ist: Die Schüler verteilen sich auf mehrere Beobachtungsposten und schauen ins Gelände. Etwas Geduld gehört schon dazu... Glücklicherweise haben sie Ferngläser dabei, damit auch die Vögel in den hohen Baumkronen beobachtet werden können. Auch viele Nester werden entdeckt. Auf den ersten Blick ist gar nicht viel los – aber dann rascheln plötzlich Amseln in der Laubstreu.

Mehrere Krähen, Ringeltauben und Möwen fliegen über das grüne Gelände mitten in der Stadt, ein Schwarm Kohlmeisen düst vorbei und auch einige schwarzweiße Elstern flitzen durchs Geäst. Sogar ein Kleiber ist unterwegs! Wenn ihr einen Vogel kopfüber einen Baumstamm herunterklettern seht, kann das nur ein Kleiber sein. Ein Rotkehlchen (kleines Foto) traut sich dicht an die Kinder heran. Manche Vögel fliegen aber so schnell oder so hoch, dass sie nicht erkannt werden können – macht nichts.

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Bilder helfen den Kindern, die Vögel richtig zu bestimmen. Foto: Westdörp

Die Stunde geht schnell um. Jede Gruppe hat die Beobachtungen notiert. Toll, wie viele verschiedene Vögel auf dem früheren Friedhof unterwegs sind! Was die Anzahl der Vogelarten angeht, gibt es klare Gewinner: Amseln, Kohlmeisen, Elstern und Tauben.

Erste Ergebnisse der großen NABU-Vogelzählung findet ihr im Internet unter www.nabu.de. Bis jetzt liegt hier der Haussperling bei der Anzahl der beobachteten Vögel in Führung.

Dieser Artikel erscheint am Dienstag auf der GN-Kinderseite in der gedruckten Ausgabe der Tageszeitung und hier im E-Paper. Dort ist auch ein Spatzen-Gedicht von Christian Morgenstern zu lesen.

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