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Grafschafter Awo verabschiedet Geschäftsführerin

ter Awo verabschiedet Geschäftsführerin
Verabschiedet wurde am Freitag die langjährige Awo-Kreisgeschäftsführerin Sigrid Stinn in Nordhorn. Das Bild zeigt (von links) den stellvertretenden Kreisvorsitzenden Heinrich Alferink, Sigrid Stinn, ihren Nachfolger Bernd Koch sowie Friedhelm Merkentrup, stellvertretender Awo-Bezirksvorsitzender und Mitglied im Berliner Bundespräsidium. Foto: Westdörp

Mit ihrer Geschäftsführerin Sigrid Stinn hat der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) eine „Institution“ in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet. Sigrid Stinn habe sich als „Glücksfall für die Awo“ erwiesen.

Nordhorn. Bei der Verabschiedung in der Awo-Geschäftsstelle im ehemaligen Jochen-Klepper-Haus in Nordhorn gab es von den rund 60 Gästen am Freitag viel Anerkennung für die 60-jährige Nordhornerin. Ihren Nachfolger Bernd Koch arbeitet Sigrid Stinn seit Anfang Januar ein, dennoch wird die Awo auch in Zukunft nicht auf die Erfahrung und die Ideen der scheidenden Kreisgeschäftsführerin verzichten müssen: Sigrid Stinn kündigte an, sich weiterhin ehrenamtlich engagieren zu wollen.

Sigrid Stinn blickt auf eine 35-jährige Tätigkeit beim Kreisverband zurück, davon war sie 19 Jahre lang Geschäftsführerin des Spitzenverbandes der freien Wohlfahrtspflege. 1980 wurde sie als erste hauptamtliche Mitarbeiterin des Kreisverbandes eingestellt, bis dahin wurde die AWO ehrenamtlich geleitet. Für den stellvertretenden Kreisvorsitzenden Heinrich Alferink war sie als Geschäftsführerin dann ab 1997 ein „Glücksfall für die Awo“: „Sigrid Stinn hat die große Gabe, dass sie auf Menschen zugehen kann, aber auch zuhört, wenn Hilfesuchende oder Mitarbeiter ihre Anliegen vortragen.“ Teamwork sei eines ihrer Erfolgsrezepte gewesen. Großes Vertrauen habe sie sich beim Awo-Bezirksverband, bei der Kreisarbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände und bei Kooperationspartnern der Awo, in den Sozialausschüssen der Kreisstadt und des Landkreises, im Kreis-Jugendhilfeausschuss, im Vorstand der Freiwilligenagentur oder der Gesundheitsregion Euregio Dorfgemeinschaft Projekt 2.0 erworben.

Alle Ortsvereine verfügen über eine Begegnungsstätte

Als Marksteine ihrer Arbeit nannte Alferink den Aufbau der Einrichtung auf Gut Klausheide, die Erweiterungen der Sozialstationen in Uelsen und Schüttorf, die Angebote von Sozialberatung, Krebsnachsorge oder Betreuungsverein, die Vergrößerung am Standort Nordhorn durch Kauf und Umbau des ehemaligen Jochen-Klepper-Hauses oder die Einrichtung der Tagespflegen Nordhorn und Quendorf. Die sieben Ortsvereine weiteten in ihrer Amtszeit ihre Programme aus, die Mitgliederzahl konnte stabil gehalten werden, alle Ortsvereine verfügen über eine Begegnungsstätte.

Der Kreisverband beschäftigt heute 96 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, 80 Prozent von ihnen sind Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt. Alferink: Einen so hohen Anteil an AWO-Mitgliedern gibt es bundesweit nicht. Friedhelm Merkentrup, stellvertretender Awo-Bezirksvorsitzender und Mitglied im Bundespräsidium, bescheinigte dem Kreisverband im Bezirk Weser-Ems mit seiner gesunden wirtschaftlichen Lage, seinen vielfältigen Angeboten und der Mitgliederzahl eine einsame Ausnahmestellung: „Sigrid Stinn ist dadurch aufgefallen, dass sie einen Kreisverband führt, der im Bezirk seinesgleichen sucht.“

Zu den Gästen zählten neben vielen Weggefährten Sigrid Stinns auch Vertreter der Stadt- und Kreisverwaltung sowie des Rates und des Kreistags. Die Landtagsabgeordneten Gerd Will (SPD) und Reinhold Hilbers (CDU), Bürgermeister Thomas Berling sowie Michael Motzek, Leiter des Fachbereichs Soziales und Gesundheit beim Kreis, würdigten die Verdienste Sigrid Stinns und die Awo als wichtigen Partner in der Grafschafter Sozialpolitik. Freie Träger seien für die Kommunen eine unverzichtbare Hilfe, um Herausforderungen wie die Integration von Flüchtlingen oder die Pflege stemmen zu können.

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