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Georgsdorfer bejubeln Stern-Erfolg in Berlin

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Einen grandiosen Empfang machten rund 300 Georgsdorfer gestern Abend der Delegation, die gegen 21.15 Uhr mit dem Preis aus Berlin angereist war. Foto: Manfred Münchow
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  • Einen grandiosen Empfang machten rund 300 Georgsdorfer gestern Abend der Delegation, die gegen 21.15 Uhr mit dem Preis aus Berlin angereist war. Foto: Manfred Münchow
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel überreichte den Preis an den TSV-Vorsitzenden Albert Evers; mit dabei auch Vorstandsmitglied Berthold Scholte-Meyerink (Dritter von links) von der Volksbank Niedergrafschaft. Foto: Andre Berends

Die Freude beim TSV Georgsdorf über den zweiten Platz beim Wettbewerb „Sterne des Sports“ ist riesig. Für besonderes Aufsehen sorgte bei der Preisverleihung in Berlin eine Ur-Georgsdorfer Sportart: das Bauerngolf.

Berlin/Georgsdorf. „Das ist so ein toller Erfolg – ich bin völlig sprachlos“, seufzte Albert Evers am Dienstagmittag im Festsaal der DZ-Bank am Brandenburger Tor in Berlin. Wer den Vorsitzenden des TSV Georgsdorf kennt, der weiß, dass das schon was heißen will. Denn um ein Wort ist Albert Evers eigentlich nie verlegen. Vor allem nicht, wenn es um den TSV geht und die vielen Ehrenamtlichen, die sich in den vergangenen Jahren mächtig für ihren Sportverein ins Zeug gelegt haben.

Aber als Bundeskanzlerin Angela Merkel um 11.50 Uhr vor gut 400 Gästen und Dutzenden Journalisten verkündete, dass die Georgsdorfer beim bundesweiten Ehrenamts-Wettbewerb „Sterne des Sports“ auf dem zweiten Platz gelandet waren, da fehlten dem Vorsitzenden dann doch mal kurz die Worte. Im nächsten Moment hatte Albert Evers sich aber schon wieder berappelt. Die Kanzlerin drückte ihm einen kleinen goldenen Stern in die Hand – und Albert Evers nutzte die Gelegenheit, Angela Merkel zu einem spontanen Gruppenfoto mit der 20-köpfigen Delegation des Vereins zu überreden. Da mussten sich dann auch die vier Beamten des Bundeskriminalamts geschlagen geben, die die Kanzlerin eigentlich abschirmen sollten.

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Preisverleihung "Sterne des Sports"

Am Dienstag ist in Berlin der Preis für den Wettbewerb "Sterne des Sports" verliehen worden. Hier einige Eindrücke von der Veranstaltung, bei der der TSV Georgsdorf den zweiten Platz belegt hat und von Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgezeichnet wurde.

In der Stunde zuvor war die Spannung bei den Grafschaftern immer weiter gestiegen. Katrin Müller-Hohenstein, Moderatorin des ZDF-Sportstudios, gab zunächst die 14 viertplatzierten Vereine bekannt. Bei den Georgsdorfern, die in den hinteren Reihen Platz genommen hatten, begann das große Zittern. Hoffentlich nennt sie noch nicht unseren Namen. Dann die Erkenntnis: Wir sind tatsächlich unter die ersten drei der bundesweit 2000 teilnehmenden Vereine gekommen. Dass der Goldene Stern dann letztlich an den VfL Bad Wildungen aus Nordhessen für ein Integrationsprojekt mit Flüchtlingen ging – geschenkt. Der zweite Platz ist der bislang größte Erfolg eines Grafschafter Vereins bei den „Sternen des Sports“.

Auch mit dem zweiten Platz fühlen sich die Georgsdorfer als großer Gewinner. Und ihre Idee war unter den 17 teilnehmenden Vereinen einmalig. Der TSV hatte seit 2007 seine Vereinsstrukturen auf ein völlig neues Fundament gestellt, viele Aufgaben auf viele Schultern verteilt. Der Verein baute mit einer enormen Eigenleistung ein neues Vereinsheim und schob noch 20 Projekte hinterher. „Wir haben das auch gemacht, um den Georgsdorfern in ihrem Ort wieder etwas zu bieten und die Landflucht zu stoppen“, erklärte Albert Evers bei der Siegerehrung. In einem kleinen Film erfuhren die Gäste der Preisverleihung, was es bedeuten kann, wenn 840 von 1300 Dorfbewohnern Mitglied im Sportverein sind. Albert Evers lobte dabei auch ganz ausdrücklich das Engagement der Dorf-AG, die in den vergangenen Jahren neuen Schwung erfahren habe.

Der Film stellte dem Publikum auch eine Sportart vor, die in Georgsdorf entstanden ist und bundesweit einmalig sein dürfte: das Bauerngolf im Dorfpark. Dort geht es mit Schläger und Ball über viele Hindernisse auf grüner Wiese. Das machte auch Alfons Hörmann neugierig. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) wollte unbedingt mehr von dieser – noch nicht olympischen – Disziplin erfahren und versprach, „bei nächster Gelegenheit“ mal persönlich nach Georgsdorf zu kommen, um dort eine Runde Bauerngolf zu spielen. Der Spitzenfunktionär aus dem Allgäu stellte lediglich eine einzige Bedingung: Der TSV möge ihm eine gescheite Brotzeit servieren.

Das Georgsdorfer Projekt habe ihn sehr beeindruckt, betonte Alfons Hörmann im GN-Gespräch. Der TSV gebe den Menschen im Ort ein Stück Heimat, festige bestehende Strukturen und habe sich auf diese Weise zu einer tragenden Säule im Gemeindeleben entwickelt. „Wer so viel Liebe, Engagement und Herzblut in eine Sache steckt, der hat sich auch die Begeisterung und Freude redlich verdient“, meinte der DOSB-Präsident mit Blick auf die jubelnden Grafschafter. Dass der Goldstern dennoch an ein Projekt gegangen sei, das sich der Integration von Flüchtlingen widmet, liege wohl in der aktuellen politischen Lage begründet, vermutete Alfons Hörmann. Auch der dritte Platz, der an den F.C. Süderelbe aus Hamburg ging, ehrte ein solches Projekt.

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26.01.2016 TSV Georgsdorf holt 2. Platz beim "Stern des Sport
Georgsdorf/Berlin: Der TSV Georgsdorf sichert sich beim Bundesfinale um den "Goldenen Stern des Sport" den zweiten Platz. Auszeichnung würdigt das Vereinsengagement seit 2007; der TSV setzte zahlreiche Projekt für sich und die Gemeinde um.

Der TSV Georgsdorf erhielt für den zweiten Platz einen Scheck über 7500 Euro. Damit erhöht sich das Preisgeld mit den Gewinnen aus Kreis- und Landeswettbewerb auf insgesamt 11.000 Euro. „Das ist ein Riesenerfolg“, lobte Landrat Friedrich Kethorn, Schirmherr des Kreiswettbewerbs um den Bronzenen Stern. Er gehörte am Montag und Dienstag auch zur Grafschafter Delegation. Die Auszeichnung für den TSV sei auch ein Erfolg für den Sport im Landkreis. „Superstolz“ auf den TSV ist auch Berthold Scholte-Meyerink, Vorstand der Volksbank Niedergrafschaft. Er nahm gemeinsam mit Albert Evers den Preis entgegen. Die „Sterne des Sports“ sind ein Wettbewerb der Volksbanken Raiffeisenbanken in Deutschland und des DOSB. Berthold Scholte-Meyerink hatte vor der Siegerehrung eine positive Anspannung beobachtet und sprach anschließend von einem tollen Ergebnis.

Albert Evers und seine Mitstreiter nahmen nach der Preisverleihung jede Menge Glückwünsche entgegen, unter anderem von den beiden Grafschafter Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann (CDU) und Daniela De Ridder (SPD). Auch Katrin Müller-Hohenstein gesellte sich zu den Grafschaftern, klopfte auf viele Schultern – und trug auf den eigenen einen TSV-Fanschal.

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Kurz vor Zwölf in Georgsdorf. Etwa 80 Interessierte jubeln über den Erfolg „ihres“ TSV. Foto: Manfred Münchow

Große Spannung am Dienstagvormittag im Vereinsheim des TSV: Etwa 80 Interessierte hatten sich bei Kaffee und belegten Brötchen getroffen, um die Preisverteilung im fernen Berlin via Livestream auf der großen Leinwand zu verfolgen. Der erste große Jubel brandete auf, als die Vorrunde überstanden war. Jetzt sorgte nur noch der plötzlich stockende Livestream für eine kurze Schockstarre im Vereinsheim. Doch pünktlich zur Vergabe des zweiten Platzes lief die Übertragung wieder rund. Tosender Beifall im Vereinsheim, als die Platzierung der Niedergrafschafter bekannt wurde – und auch, als Albert Evers auf der Berliner Bühne noch schnell seinen Dank an ein heimisches Unternehmen werbewirksam ins Mikrofon von Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein sprach...

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